Im Podcast "Blick in die Bibel" spricht Domradio-Redakteur Jan Hendrik Stens mit dem evangelischen Pastor Thomas Steinke über den Aschermittwoch und den Start der Fastenzeit. Steinke erzählt, dass die Passionszeit in der evangelischen Kirche weniger fest geregelt ist, aber bewusst gestaltet wird – etwa durch Aktionen wie "Sieben Wochen ohne" oder Klimafasten. Für ihn bedeutet Fasten nicht nur Verzicht, sondern neue Freiheit: weniger Konsum, weniger Medien, mehr Raum für Gebet, Meditation und Aufmerksamkeit.Im Bibeltext aus dem Matthäusevangelium macht Jesus klar: Beten, Fasten und Helfen sollen nicht zur Selbstdarstellung werden. Thomas Steinke deutet das als Einladung zu Ehrlichkeit, innerer Freiheit und einem Glauben ohne Berechnung – still, echt und auf Gott ausgerichtet. Eine Folge, die zeigt, wie wohltuend leise Spiritualität sein kann und neugierig macht, tiefer hineinzuhören.Aus dem MatthäusevangeliumIn jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Hütet euch, eure Gerechtigkeit vor den Menschen zu tun, um von ihnen gesehen zu werden; sonst habt ihr keinen Lohn von eurem Vater im Himmel zu erwarten. Wenn du Almosen gibst, posaune es nicht vor dir her, wie es die Heuchler in den Synagogen und auf den Gassen tun, um von den Leuten gelobt zu werden! Amen, ich sage euch: Sie haben ihren Lohn bereits erhalten. Wenn du Almosen gibst, soll deine linke Hand nicht wissen, was deine rechte tut, damit dein Almosen im Verborgenen bleibt; und dein Vater, der auch das verborgene sieht, wird es dir vergelten.Wenn ihr betet, macht es nicht wie die Heuchler! Sie stellen sich beim Gebet gern in die Synagogen und an die Straßenecken, damit sie von den Leuten gesehen werden. Amen, ich sage euch: Sie haben ihren Lohn bereits erhalten. Du aber, wenn du betest, geh in deine Kammer, schließ die Tür zu; dann bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist! Dein Vater, der auch das Verborgene sieht, wird es dir vergelten.Wenn ihr fastet, macht kein finsteres Gesicht wie die Heuchler! Sie geben sich ein trübseliges Aussehen, damit die Leute merken, dass sie fasten. Amen, ich sage euch: Sie haben ihren Lohn bereits erhalten. Du aber, wenn du fastest, salbe dein Haupt und wasche dein Gesicht, damit die Leute nicht merken, dass du fastest, sondern nur dein Vater, der im Verborgenen ist; und dein Vater, der das Verborgene sieht, wird es dir vergelten. (Mt 6,1-6.16-18)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)