Strange Brains - Der LOS-Podcast

Lernen ohne Schmerz - Annika Franzke & Benjamin Ott

Strange Brains ist der Podcast für alle, die Neurodivergenz besser verstehen und im Alltag souveräner damit umgehen wollen. Hier geht es um ADHS, Autismus und andere neurodivergente Lebens- und Denkweisen — ehrlich, verständlich und mit dem Blick auf das, was wirklich zählt: passende Bedingungen statt pauschaler Erwartungen. Der Podcast richtet sich an dich, wenn du selbst neurodivergent bist und dir mehr Orientierung, Selbstverständnis und praxisnahe Impulse wünschst. Er ist aber auch für Führungskräfte, Manager:innen und Teamverantwortliche gedacht, die neurodivergente Personen in ihrem Team besser begleiten, Stärken erkennen und Zusammenarbeit inklusiver gestalten möchten. Das passt auch zu den Angeboten von Lernen ohne Schmerz, die sich an Unternehmen, Führungskräfte und Teams richten. Strange Brains verbindet Wissen, Perspektiven und konkrete Anregungen für ein Arbeitsumfeld, in dem unterschiedliche Denkweisen nicht als Problem, sondern als Potenzial gesehen werden. Wenn du Führung nicht als Anpassungsdruck, sondern als echte Unterstützung verstehst, bist du hier genau richtig. Besuche uns auch im Web unter https://lernen-ohne-schmerz.de

Episodes

  1. 3d ago

    Limerenz?! - Dating mit ADHS Teil 2

    Heute wird’s persönlich, und zwar live! Zum ersten Mal nehmen wir „Strange Brains” vor echtem Publikum auf. Gemeinsam mit Alina Rüb tauchen wir tief ein in ein Thema, das viele von dir kennen, aber kaum jemand beim Namen nennt: Limerenz. Was ist das eigentlich, was hat ADHS damit zu tun, und warum fühlt sich das so ganz anders an als „normales” Verliebtsein? Wir erzählen dir von unseren eigenen Erfahrungen. Wir reden über Hyperfokus auf Menschen, über Brieffreundschaften und WhatsApp-Warterei und darüber, wie schnell die rosarote Brille runterfällt, wenn der Alltag anklopft (Hallo, Zahnpastatube!). Wir sprechen auch darüber, wie du in all dem deine Grenzen und dich selbst nicht verlierst. Alina nimmt dich mit auf ihre ganz persönliche Reise, die sie bis nach Brasilien geführt hat. Sie erzählt ehrlich, was sie über toxische Dynamiken und Selbstfindung gelernt hat. Zum Schluss räumen wir mit ein paar Dating-Mythen auf, und Alina verrät dir, was dich in ihrem kommenden Buch erwartet. Schnapp dir also einen Kaffee, mach es dir gemütlich und hör rein! Das nimmst du mit • Limerenz oder Hyperfokus: Wo liegt der Unterschied? • Dopamin und emotionale Abhängigkeit • Dich selbst in Beziehungen nicht verlieren • Beziehungen mit ADHS: Was hilft wirklich? • Deine Grenzen kennen und halten • Neurodivergenz und Liebe: Es ist kompliziert, aber machbar Kapitel 00:00 Live-Premiere: Strange Brains vor Publikum 01:54 Was ist Limerenz überhaupt? 04:40 Limerenz und ADHS 08:40 Wenn die Realität anklopft 10:33 Von der Limerenz zur echten Beziehung 12:15 Kommunikation in Beziehungen 19:14 Hyperfokus und Realitätscheck 21:48 Gefühle erkennen, bevor sie dich überrollen 23:12 Wie Beziehungen unseren Fokus beeinflussen 25:00 Limerenz in Langzeitbeziehungen 26:36 Intensive Verbindungen meistern 30:02 Projektbezogene Limerenz (ja, das gibt’s!) 32:11 Grenzen und Selbstidentität 34:54 Toxische Beziehungen und der Weg zu dir selbst 41:57 Soziale Kontakte gestalten 44:43 Die Herausforderung, du selbst zu bleiben 46:03 Dating-Mythen im Check 50:32 Rückblick auf frühere Beziehungen 55:25 Alinas Buch: ein erster Einblick Hier gibt es Alinas Buch: Dating mit ADHS - Vorbestellen Hier findet Ihr Alina bei Instagram: @alinahatfeingefuehl Hier gibt es Alinas App: Amidu-App

    Limerenz?! - Dating mit ADHS Teil 2
  2. Oct 7

    Scham bei ADHS & Autismus

    Scham bei ADHS & Autismus: Warum sie so tief sitzen kann und was dir hilft, liebevoller mit dir umzugehen. Du vergisst eine Deadline, reagierst impulsiv, verlierst in einem Gespräch den Faden oder bekommst positives Feedback. Plötzlich ist da dieses Gefühl: Mit mir stimmt etwas nicht. In dieser Folge von Strange Brains sprechen wir über Scham und Beschämung. Wir klären, warum neurodivergente Menschen oft besonders viele Situationen erleben, die sich beschämend anfühlen. Gemeinsam mit der systemischen Therapeutin und Dozentin Sarah Jelinek schauen Annika und Benjamin auf vier Fragen: • Was unterscheidet Scham von Schuld? • Welche Rolle spielen Masking, Ablehnung und wiederholte negative Rückmeldungen? • Warum bedeutet Scham nicht, dass du falsch bist? Du erfährst in dieser Folge: • Warum Scham sich so existenziell anfühlen kann und weshalb sie oft die Botschaft „Ich bin falsch” vermittelt. • Was natürliche Scham, Schuld und Beschämung von außen unterscheidet. • Warum ADHS, Autismus, Impulsivität, soziale Missverständnisse und Masking Schamerfahrungen verstärken können. • Was Rejection Sensitivity Dysphoria mit langem Grübeln über peinliche Situationen zu tun haben kann. • Warum Lob für manche Menschen unangenehm ist und wie Ermutigung anders wirkt. • Wie du Kinder begleiten kannst, damit sie Fehler machen dürfen, ohne sich selbst als Fehler zu erleben. • Weshalb Wiedergutmachung hilfreicher sein kann als Bestrafung. • Welche ersten Schritte dir helfen können, wenn Scham dich im Alltag belastet. Sie reichen von Selbstannahme bis zu therapeutischer oder beratender Unterstützung. Scham gehört zum Menschsein. Sie kann uns schützen, unsere Würde bewahren und Zugehörigkeit ermöglichen. Schwierig wird es, wenn sie uns klein hält und uns daran hindert, kreativ zu sein, Hilfe zu suchen oder uns so zu zeigen, wie wir sind. Dann darfst du dir Unterstützung holen und dir selbst mit derselben Freundlichkeit begegnen, die du einem anderen Menschen schenken würdest. Frage an dich: Wenn du in eine frühere Schamsituation zurückreisen könntest: Welches „Hubsi” würdest du dir heute schenken? Wenn dir die Folge gefällt, freuen wir uns über deine Bewertung, dein Abo und deinen Kommentar. Teile die Folge gern mit Menschen, für die sie gerade wichtig sein könnte. https://lernen-ohne-schmerz.de/impressum

    Scham bei ADHS & Autismus
  3. Sep 23

    ADHS und Sport – Wie Bewegung dein Gehirn reguliert

    In dieser Folge von Strange Brains sprechen Benjamin und Annika mit dem Personal Trainer und Schmerztherapeuten Christoffer Lammers (https://www.let-verden.com/) darüber, wie Sport und Bewegung sich auf ADHS-Symptome auswirken – und wie du es tatsächlich schaffst, dranzubleiben. Christoffer Lammers ist Personal Trainer und Schmerztherapeut aus Verden und betreibt dort mit Lammers Efficiency Training seine eigene Praxis. Er begleitet seit 2007 eine große Bandbreite an Klient:innen, von Schmerzpatient:innen über Schwangere bis hin zu Menschen mit ADHS. Worum es in dieser Folge geht: Warum Krafttraining laut Christoffer für viele Menschen mit ADHS die effektivste Sportart ist, weil es klar strukturiert und zeitlich begrenzt ist Wie Annika aus eigener Erfahrung berichtet, dass Sport ihr Nervensystem reguliert, die Umsetzung aber an Motivation und äußeren Reizen (Anfahrt, Hygiene, Lärm im Studio) scheitert Warum ein Personal Trainer oder Vereinssport durch sozialen Druck und feste Termine helfen kann, die Motivationshürde zu überwinden Die 90-Sekunden-Regel: Eine Übung sollte sich so wählen lassen, dass du sie maximal 45 bis 90 Sekunden lang saubere ausführen kannst, bevor die Muskulatur erschöpft ist Clustern als Alternative: kurze Trainingseinheiten über den Tag verteilt statt eines langen Blocks, laut Christoffer mit unklarer, aber möglicherweise vergleichbarer Wirkung im Vergleich zu einem Studien-Hinweis der Sporthochschule Köln zu Kettlebell-Swings Warum Cortisol, Wassereinlagerungen und Entzündungswerte bei ADHS eine Rolle spielen können und wie Sport hier regulierend wirkt Praktische Low-Budget-Tipps: Schlingentrainer, Klimmzugstange in der Tür, Langhantel, höhenverstellbarer Schreibtisch oder ein Laufband unter dem Schreibtisch Wie oft du wirklich trainieren musst: Ideal sind laut Christoffer etwa 2 Einheiten pro Woche mit 48 bis 96 Stunden Pause zwischen den Krafttrainings-Einheiten, aber auch einmal pro Woche oder sogar alle zwei Wochen ist besser als gar nichts Gamification als Motivationshebel, zum Beispiel über Virtual-Reality-Rudergeräte oder kleine selbst ausgedachte Challenges Die Grenzen von Sport bei ADHS: Er kann Symptome lindern, aber keine medikamentöse oder ärztliche Begleitung ersetzen, wenn diese notwendig ist Take-Home-Message Sport hilft bei ADHS nachweislich über mehrere Wege: durch Ausschüttung von Neurotransmittern wie Dopamin und Noradrenalin, durch Erfolgserlebnisse, durch erzwungene Konzentration bei schweren Übungen und durch die allgemeine Regulierung des Nervensystems. Kraft ist für viele Menschen mit ADHS vorteilhafter als Ausdauertraining, aber jede Form von Bewegung ist besser als keine. Wichtiger als Perfektion ist Konstanz – schon ein “Pflichtprogramm” aus wenigen Minuten pro Woche zählt als Erfolg. Links https://doi.org/10.1111/cch.12255 https://onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.1002/ejsc.70160

    ADHS und Sport – Wie Bewegung dein Gehirn reguliert
  4. Sep 9

    Trust the Process - In der Schule

    # Trust the Process – In der Schule Strange Brains – Der Podcast von Lernen ohne Schmerz ## Worum geht's? In der zweiten „Trust the Process"-Folge spricht Benjamin mit Annika über ein Thema, das sie vorher nicht kennt: Schule. Annika ist nicht nur selbst zur Schule gegangen, sondern auch hauptberuflich Lehrerin – und spät diagnostiziert neurodivergent. Diese Doppelperspektive macht die Folge spannend: Wie fühlte sich ihre eigene neurodivergente Schulzeit an, und wie hat sich ihr Blick als Lehrkraft seither verändert? ## Das erwartet dich in dieser Folge - Annikas früheste Erinnerungen an ihre Grundschulzeit und wie eine wohlmeinende Lehrerin ihre ADHS-Symptome unbewusst in Zeugnissen kaschierte - Herausfordernde Schulsituationen: von unüberwindbaren Bastelprojekten bis zum ausgeprägten Gerechtigkeitssinn - Der Wendepunkt in Annikas eigener Lehrer:innen-Karriere: von starrem Grenzen-Setzen zu neurodivergenz-sensibler Pädagogik - Konkrete Schritte für mehr neurodivergenz-sensiblen Unterricht ## Zentrales Konzept: Das Fenster der Toleranz Ein Begriff, der immer wieder auftaucht, ist das Fenster der Toleranz – es erklärt, warum neurodivergente Menschen oft schneller in Übererregung oder in ein energieloses Loch geraten. Mehr dazu und ein kostenloses Workbook findest du hier: 👉 Fenster der Toleranz – https://lernen-ohne-schmerz.de/fenster-der-toleranz/ ## Für dich zum Mitnehmen Annikas wichtigster Rat an ihr jüngeres Ich: „Überlege erst, bevor du handelst." Ein einfacher Satz, der zeigt, wie viel Selbstreflexion es braucht, um impulsives Verhalten zu regulieren. ## Feedback & Themenwünsche Du hast Kritik, Anregungen oder Themenwünsche? Schreib uns an benjamin@lernen-ohne-schmerz.de oder hinterlasse einen Kommentar Wir lesen und beantworten so gut wie jede Nachricht. Mehr Artikel und Ressourcen rund um Neurodivergenz findest du auf unserem Blog (https://lernen-ohne-schmerz.de/blog).

    Trust the Process - In der Schule
  5. Jun 28

    Trust the Process

    In Folge 1 von Strange Brains stellen Benjamin und Annika das Format vor, sprechen offen über Annikas späte ADHS‑Diagnose und erklären das Energie‑/„Löffel“‑Modell — alles im Live‑Experiment „Trust the Process“, bei dem die Folge improvisiert ist und Annika nicht weiß, was passiert. Worum es geht Einführung in den Podcast Strange Brains: Gespräche über Neurodivergenz, Alltag und Strategien im Umgang damit. Annika erzählt von ihrer späten ADHS‑Diagnose, wie sie früher über ihre Grenzen gegangen ist und welche Erleichterung die Diagnose gebracht hat. Erklärung des Löffel‑Modells (Löffel = verfügbare Energie pro Tag), Beispiele für Energieschlucker (Übergänge, Wartezeiten) und einfache Strategien zum Löffel‑Haushalt (Pausen, Vorbereiten, Einkauf outsourcen). Highlights Live‑Experiment „Trust the Process“: Die Folge wird improvisiert — kein festes Ziel, kein vorher festgelegtes Ende — um zu zeigen, wie Unsicherheit neurodivergente Menschen beeinflussen kann. Konkrete Alltagstipps: Mikro‑Tasking, sichtbare To‑do‑Stapel, kleine Routinen und Sichtbarmachen von Aufgaben (Post‑its, kurze Notizbücher) zur Reduktion kognitiver Belastung. Persönliche Einblicke: Unterschiedliche Energiewahrnehmung zwischen Annika und Benjamin, Pragmatiken wie Objekt‑Permanenz (sichtbare Erinnerungen) und wie Resilienz oder Schlaf den Energiehaushalt beeinflussen. Für wen die Folge ist Für Menschen mit ADHS oder anderen Neurodivergenzen, die Bestätigung, Erklärungen und praktische Alltagshilfen suchen. Für Angehörige, Kolleg:innen und Fachleute, die verstehen möchten, wie Energiemanagement im Alltag funktioniert und welche kleinen Anpassungen helfen können. Hör rein in Folge 1 von Strange Brains — und sag uns in den Kommentaren, ob du mehr „Trust the Process“‑Folgen möchtest, in denen Annika (und manchmal Benjamin) nicht wissen, wohin die Folge führt.

About

Strange Brains ist der Podcast für alle, die Neurodivergenz besser verstehen und im Alltag souveräner damit umgehen wollen. Hier geht es um ADHS, Autismus und andere neurodivergente Lebens- und Denkweisen — ehrlich, verständlich und mit dem Blick auf das, was wirklich zählt: passende Bedingungen statt pauschaler Erwartungen. Der Podcast richtet sich an dich, wenn du selbst neurodivergent bist und dir mehr Orientierung, Selbstverständnis und praxisnahe Impulse wünschst. Er ist aber auch für Führungskräfte, Manager:innen und Teamverantwortliche gedacht, die neurodivergente Personen in ihrem Team besser begleiten, Stärken erkennen und Zusammenarbeit inklusiver gestalten möchten. Das passt auch zu den Angeboten von Lernen ohne Schmerz, die sich an Unternehmen, Führungskräfte und Teams richten. Strange Brains verbindet Wissen, Perspektiven und konkrete Anregungen für ein Arbeitsumfeld, in dem unterschiedliche Denkweisen nicht als Problem, sondern als Potenzial gesehen werden. Wenn du Führung nicht als Anpassungsdruck, sondern als echte Unterstützung verstehst, bist du hier genau richtig. Besuche uns auch im Web unter https://lernen-ohne-schmerz.de

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