Wer eine Firma gründen will, braucht auch die richtige Einstellung. Denn Innovation geht oft Hand in Hand mit Regelbruch und kann auch neue Regeln setzen. Welches Mindset günstig ist für Unternehmer*innen, welches Mindset auch das Gründungsumfeld braucht und welche Folgen innovativer Regelbruch haben kann, das und mehr erklärt der Gründungsforscher und -berater Andreas Kuckertz anhand von sieben Thesen und aufschlussreichen Beispiel-Gründerstories in dieser Hörsaal-Folge. Andreas Kuckertz ist Betriebswirtschaftler und Professor an der Uni Hohenheim in Stuttgart – er leitet dort das Fachgebiet Unternehmensgründungen und Unternehmertum (Entrepreneurship). Als Mentor und Berater unterstützt er Gründer*innen auch ganz praktisch und macht zudem Politikberatung in dem Bereich. Den Vortrag "Rulebreakers, Rulemakers: Unternehmertum zwischen Innovation und Ordnung" hat er am 6. Mai 2026 im Rahmen des 19. Karl-Vodrazka-Kolloquiums an der Johannes Kepler Universität Linz gehalten. ********** +++ Wissenschaft +++ Vortrag +++ Wirtschaftswissenschaften +++ Wirtschaft +++ BWL +++ Betriebswirtschaftslehre +++ Unternehmertum +++ Entrepreneurship +++ Firmengründung +++ Unternehmensgründung +++ Gründer +++ Start-up +++ Selbstständigkeit +++ Innovation +++ Disruption +++ Einhorn +++ Mindset +++ Finanzierung +++ Skalierung +++ Erfolg +++ ********** In dieser Folge mit: Moderation: Katrin Ohlendorf Vortragender: Andreas Kuckertz, Professor für Betriebswirtschaftslehre, Schwerpunkt Unternehmensgründungen und Unternehmertum (Entrepreneurship), Universität Hohenheim, Stuttgart ********** Hörtipp Unboxing News, ein Podcast von Deutschlandfunk Nova********** Ihr hört in diesem Hörsaal: 1:45 - Vortragsbeginn 9:39 - These 1: Innovation entsteht oft, wenn bestehende Ordnung infrage gestellt wird. 12:05 - These 2: Unternehmertum kann Ordnung ausnutzen, brechen und neu gestalten. 15:27 - These 3: Ordnung ist nicht das Gegenteil von Innovation. 19:13 - These 4: Produktiver Regelbruch lebt von begrenzter Nonkonformität. 24:47 - These 5: Produktiver Regelbruch endet nicht beim Regelbuch. 27:58 - These 6: Regelsetzung ist nie neutral. 30:07 - These 7: Wenn wir produktiven Regelbruch wollen, dürfen wir nicht nur Anpassung lehren. 34:04 - Fazit 35:18 - Hörtipp: Unboxing News ********** Quellen aus der Folge: Lucas, D. S., Fuller, C. S., & Packard, M. D. (2022). Made to be broken? A theory of regulatory governance and rule-breaking entrepreneurial action. Journal of Business Venturing, 37(6), 106250. (Regeln sind für Unternehmer nicht immer nur Grenzen: Der Beitrag erklärt, warum manche Unternehmer Bedingungen erkennen, unter denen bestehende Regeln umgangen oder bewusst herausgefordert werden können.)Zhang, Z., & Arvey, R. D. (2009). Rule breaking in adolescence and entrepreneurial status: An empirical investigation. Journal of Business Venturing, 24(5), 436–447. (Ein ungewöhnlicher Befund: Männer, die rückblickend von moderatem Regelbruch in ihrer Jugend berichteten, fanden sich später häufiger in einer unternehmerischen Rolle wieder.)Obschonka, M., Andersson, H., Silbereisen, R. K., & Sverke, M. (2013). Rule-breaking, crime, and entrepreneurship: A replication and extension study with 37-year longitudinal data. Journal of Vocational Behavior, 83(3), 386–396. (Die 37-jährige Langzeitstudie zieht eine bemerkenswerte Grenze: Moderater Regelbruch in der Jugend sagte bei Männern späteres Unternehmertum voraus, registrierte Kriminalität dagegen nicht; bei Frauen zeigte sich der Zusammenhang mit moderatem Regelbruch nicht.)********** Mehr zum Thema bei Deutschlandfunk Nova: Start-up-Boom: Wie die Bundesregierung Gründer pushen willTeamwork: Kooperation und Vertrauen als Schlüssel zum ErfolgMehr Kreativität: Tipps nicht nur für die Wissenschaft********** Den Artikel zum Stück findet ihr hier. ********** Ihr könnt uns auch auf diesen Kanälen folgen: TikTok und Instagram .