7 Tage 1 Song

Christoph Borries

Schenk einem Song mehrere Verabredungen mit Dir in einer Woche. Es gibt so viele Songs die Kraft schenken, die Hoffnung wachsen lassen oder die etwas Kaputtes reparieren. Dafür muss ich den Songs Zeit und Aufmerksamkeit schenken. Hier gibt es jede Woche einen Song und drei Gedanken dazu. ___ 7 Tage 1 Song auf Facebook: facebook.com/7tage1song 7 Tage 1 Song auf Instagram https://www.instagram.com/7tage1song/ https://7tage1song.de Playlist mit allen Songs auf Spotify:https://open.spotify.com/user/christophborries/playlist/0M5tOXTC0lM8RVycUBQnjy?si=iV2BpbM-Riqkxh3BZjuKTw

  1. 6d ago

    #336 Die Toten Hosen - Was früher einmal war

    Diese Folge ist mit Sebastian, er mag die Toten Hosen viel mehr als ich und zu ihrer letzten Runde sollen sie dann auch mal schön gewürdigt werden. Erzählen, was früher einmal war, ist das, was Menschen machen, wenn sie auf ein Leben oder einzelne Episoden zurückblicken. Auf Triumphe der Lieblingsmannschaft, beim Klassentreffen auf die eigene Schulzeit, auf legendäre Partynächte, auf die eigene Jugend. Wenn sich Menschen nach langer Zeit wieder begegnen oder wenn sie sich verabschieden.  Bei Beerdigungen gehört der Rückblick auf das Leben fest dazu. Gerade nach einem langen und ereignisreichen Leben spendet er Trost, hilft an den Menschen zu erinnern und mit Kapiteln abzuschließen. So haben viele Lieder nicht nur für die Toten Hosen einen persönlichen Bezug, sondern auch für viele ihrer Fans, die mit den Liedern Erinnerungen und Trost verbinden.  Sebastian schenkt euch mit seiner Perspektive ein Inspiration, wie ihr eure Geschichte mit den Hosen einordnen könnt. Und vielleicht merkt ihr dann: Sich erinnern, nicht vergessen, aber anders auf Dinge blicken – das kann dir ein Rückblick schenken.  Dabei kannst du dir eingestehen, dass es vollkommen ok ist, wenn du Begebenheiten nach Jahren anders bewertet. Dass Veränderungen gut sind - gerade wenn es schmerzvolle Erinnerungen sind. “Was früher einmal war” ist kein getragenes Lied, keines, das hilft, Verlust und Schmerz zu verarbeiten. Dafür gibt es andere Lieder. “Was früher einmal war” ist später. Das ist, wenn man mit Abstand auf Dinge blickt, und betrachtet, wo man her- und wo man hingekommen ist und man manche Dinge, die im Moment groß erschienen, im Nachhinein nicht überbewertet. Dass es hilfreich sein kann, loszulassen. Foto © sl_mg Homepage: https://7tage1song.de Playlist Podcast und Song: https://open.spotify.com/playlist/20KHRuuW0YqS7ZyHUdlKO4?si=b6ea0b237af041ec Instagram: https://www.instagram.com/7tage1song/ Facebook: https://www.facebook.com/pg/7tage1song/ Kontakt: post@7tage1song.de Link zum Song: https://open.spotify.com/intl-de/track/7zoXea9yqZss6TDQXJokCy?si=0a7b585e8e95432b Spotify Playlist: https://open.spotify.com/playlist/0M5tOXTC0lM8RVycUBQnjy?si=idKC-CFaRp2ZD992gvWvsQ

    #336 Die Toten Hosen - Was früher einmal war
  2. Aug 3

    #335 Brings – Loss dir nix jefalle

    Mama Brings hat Recht Loß dir nix jefalle, du weiß woher du küssWenn se froge, sach us Kölle un halt niemols ding SchnüssHelf denne, die et bruche un ston vör andre inDenn dann kannste sage, ich bin stolz kölsch ze sin Das passt auch mitten im Jahr, ganz ohne Session und so weiter zum Karnevalsmotto 2027 nämlich: „Morje es wat do drus mähs“   Damit ich eine Idee habe – was ich so machen kann, dazu brauche ich ein Glaubensbekenntnis und Sophie van Rheinlanden hat da eins für euch und ich finde wer das mitsprechen kann, der darf auch sagen „Ich bin stolz kölsch ze sin“ – denn das hat dann mehr mit meinem Herz zu tun als mit dem Geburtsort oder dem Dialekt den ich spreche. Hier mal ein kleiner Ausschnitt aus dem Glaubensbekenntnis, ihr könnt das im Podcast in Gedanke 1 ganz hören.…Ich glaube, dass wahre Stärke darin liegt sich für andere stark zu machen - vor allem für die, die es aus eigener Kraft nicht können Ich glaube an die unstillbare Neugier und den Mut zu Veränderungen. Ich glaube an Konfettiregen und an den Zauber von Musik. Ich glaube, dass gemeinsames Lachen uns selbst durch die dunkelsten Stunden trägt. Mama Brings erinnert uns daran – Leute es gibt keine Ausreden, es ist eigentlich ganz einfach – die Rettung der Welt beginnt bei dir vor der Haustür mit: „Helf denne, die et bruche un ston vör andre in“ In Gedanke 3 könnt ihr von Stephan Brings hören, wie das damals so gewesen ist, als man noch in Domestos getränkte Jeans getragen hatte. Foto ©Borries Homepage: https://7tage1song.de Playlist Podcast und Song: https://open.spotify.com/playlist/20KHRuuW0YqS7ZyHUdlKO4?si=b6ea0b237af041ec Instagram: https://www.instagram.com/7tage1song/ Facebook: https://www.facebook.com/pg/7tage1song/ Kontakt: post@7tage1song.de Link zum Song: https://open.spotify.com/intl-de/track/5S3m81JiGHSwZ4jtd6NmF2?si=84eee838f9794a26 Spotify Playlist: https://open.spotify.com/playlist/0M5tOXTC0lM8RVycUBQnjy?si=idKC-CFaRp2ZD992gvWvsQ

    #335 Brings – Loss dir nix jefalle
  3. Jul 27

    #334 Savatage – Believe

    Jana hat die 7Tage1 Song so richtig ernst genommen und gibt euch im Podcast für  jeden Tag eine kleine Übung mit – hier ihre Fragen für jeden Tag: Tag 1: Achte auf die Intensität und Melodien des Klaviers - Was fühlt sich in mir gut an, wenn ich diesen Song höre? Tag 2: Achte auf den Einsatz des Schlagzeugs, auf dessen Rhythmen - Woran möchte ich heute gerne glauben? Im wohlwollenden Sinn. Tag 3: Achte auf die Ruhe, die Stabilität des Basses - Was macht mich stärker, wenn ich daran denke? Tag 4: Achte auf die zarte, liebevolle und doch so kraftvolle Gitarre, die diesen Song zusätzlich mit ihren Melodien emotionale verstärkt - Welche gute Eigenschaft an mir möchte ich heute mehr sehen? Tag 5: Achte auf die Lyrics, die gesunden werden - Was gibt mir heute inneren Sonnenschein, Ruhe oder Kraft? Tag 6: Achte auf Jons großartige und so vielseitige Stimme und Stimmkraft. Welche Emotionen sind in welchen Worten zu erfühlen - Welcher kleine Schritt fühlt sich heute richtig an? Tag 7: Lasse das Lied in all seiner Komplexität als Gesamtkunstwerk in Gänze auf Dich wirken: Gedanken, Gefühle, Körper…nimm alles wahr, was es auslösen kann und nimm diese gute Energie mit in den Tag - Was ist heute Dein persönlicher „Believe“-Moment? https://jana-solvejg.rocks Foto © William Hames Homepage: https://7tage1song.de Playlist Podcast und Song: https://open.spotify.com/playlist/20KHRuuW0YqS7ZyHUdlKO4?si=b6ea0b237af041ec Instagram: https://www.instagram.com/7tage1song/ Facebook: https://www.facebook.com/pg/7tage1song/ Kontakt: post@7tage1song.de Link zum Song: https://open.spotify.com/intl-de/track/6jCA4rJ4caeRuyTxvf9UvA?si=ef1745d57fa14b0c Spotify Playlist: https://open.spotify.com/playlist/0M5tOXTC0lM8RVycUBQnjy?si=idKC-CFaRp2ZD992gvWvsQ

    #334 Savatage – Believe
  4. Jul 20

    #333 The Fray – How to Save a Life

    In dieser Folge ist Lukas Mi-Sa Nguyễn Egger mit dabei, er ist der Autor des Buches „Vielleicht im Sommer“ Im Buch geht es um den 15-jährigen Kian, aufgewachsen bei seinem kleinkriminellen Vater. Kian landet nach einem schweren Schicksalsschlag im Heim. Er weiß sofort, dass er dort nicht bleiben kann. Bei einem nächtlichen Fluchtversuch trifft er Marco, der ganz andere Gründe hat abzuhauen. Als es den beiden ungleichen Jungen gemeinsam gelingt auszubrechen, beginnt eine abenteuerliche Reise Richtung Meer. Bei solchen Romanen mit Roadtrip und Selbstfindung spielt oft Musik eine große Rolle und unser Song kommt im Buch vor. Im Podcast erzählt euch Lukas, warum das so ist. Der Sänger von The Fray heißt Isaac Slade. Er hat den Hit „How to Save a Life“ geschrieben, nachdem er als Mentor in einem Camp für drogenabhängige und straffällige Jugendliche gearbeitet hatte. Der Song handelt von einem jungen Mann, dem Slade trotz all seiner Bemühungen nicht helfen konnte. Slade begriff: Es gibt kein Handbuch dafür, wie man ein Leben rettet. Der Song entstand als das fiktive, perfekte Gespräch, das er damals gerne mit dem Jungen geführt hätte, um ihn wirklich zu erreichen.  Im Song und der Geschichte im Buch wird deutlich, dass in schweren Phasen mental und psychisch der Weg zur Rettung nicht der ist, sich von den Emotionen zu distanzieren, sondern gerade in diesen Phasen kommt es darauf an, Verletzlichkeit und Nähe zuzulassen der Song und das Buch sine ein Plädoyer für Offenheit und Verletzlichkeit. Wenn etwas schief geht, nicht gleich die Schuldfrage stellen, sondern erst einmal in Beziehung bleiben und Trost spenden – das ist eine Erkenntnis aus „How to save a Life“. Foto © Epic Records Homepage: https://7tage1song.de Playlist Podcast und Song: https://open.spotify.com/playlist/20KHRuuW0YqS7ZyHUdlKO4?si=b6ea0b237af041ec Instagram: https://www.instagram.com/7tage1song/ Facebook: https://www.facebook.com/pg/7tage1song/ Kontakt: post@7tage1song.de Link zum Song: https://open.spotify.com/intl-de/track/5fVZC9GiM4e8vu99W0Xf6J?si=27b9e5735fc14d1d Spotify Playlist: https://open.spotify.com/playlist/0M5tOXTC0lM8RVycUBQnjy?si=idKC-CFaRp2ZD992gvWvsQ

    #333 The Fray – How to Save a Life
  5. Jul 13

    #332 Iris Mareike Steen – Haltlos

    Ich freue mich sehr, dass Iris selbst in dieser Folge dabei ist, sie singt und erzählt vom Hamsterrad, in dem sehr viele von uns gefangen sind. Wir rennen und kommen nicht voran, sondern wir funktionieren nur – die eigenen Ansprüche treten zurück, wir fühlen uns fremdbestimmt. Das fühlt sich nicht gut an und anstatt einen Schritt aus dem Hamsterrad rauszumachen, klammern wir uns an diese blöden Strukturen des Hamsterrades, weil wir die ja kennen. Langfristig tut das nicht gut und man versteht es dann nicht, weil man es ja so gewohnt ist. Und dann ist da diese Angst davor, was eigentlich passiert, wenn ich loslasse und ganz anders lebe. Das ist der Wunsch nach einer positiven Art der Haltlosigkeit also der Suche nach einer anderen Art von Halt, die nicht fremdbestimmt ist von Terminen und den Ansprüchen, die uns erreichen.  In diesem Zusammenhang erzählt Iris in dieser Folge, dass sie dadurch manchmal mit ihrem Leben überfordert ist. Durch ihren Song möchte sie Mut machen aus seinen alten Mustern aufzubrechen. Dann bin ich zwar erstmal den vertrauten „Halt los“, aber ich habe die Chance meine tatsächlichen Bedürfnisse zu erkennen. Ein Schritt zurückzugehen, ist dann kein Rückschritt, sondern der Anfang eines Anlaufs, mit dem ich über eine Mauer springe, die mir bisher etwas versperrt hat. Iris will mit dem Song anregen, alle Ansprüche zu hinterfragen, in sich hineinzuhören, durchatmen und zu überlegen: Was will ich wirklich? Mal alles abzusagen und sich mal frei zu nehmen ist dann keine Faulheit, sondern gesund und extrem wichtig. Foto © Vanessa Wunsch Homepage: https://7tage1song.de Playlist Podcast und Song: https://open.spotify.com/playlist/20KHRuuW0YqS7ZyHUdlKO4?si=b6ea0b237af041ec Instagram: https://www.instagram.com/7tage1song/ Facebook: https://www.facebook.com/pg/7tage1song/ Kontakt: post@7tage1song.de Link zum Song: https://open.spotify.com/intl-de/track/6Kg45GeZgu1rzywsJbXKxO?si=d563726722c84d0c Spotify Playlist: https://open.spotify.com/playlist/0M5tOXTC0lM8RVycUBQnjy?si=idKC-CFaRp2ZD992gvWvsQ

    #332 Iris Mareike Steen – Haltlos
  6. Jul 8

    #331 Kitschkrieg, Blumengarten, Shirin David – Gut genug

    wir haben derzeit die Ausstellung "Klang meines Körpers" an unserer Schule – und meine Kollegin Marie, die ihr im dritten Gedanken hört und ich waren der Auffassung, dass wir das unbedingt mit dem viralen Hit „Du bist gut genug“ verbinden müssen.  Popkultur arbeitet oft mit Extremen. Shirin David steht dafür stellvertretend: Auf der einen Seite ein Song wie „Bauch Beine Po“ — eine laute, ironische Auseinandersetzung mit Fitness- und Schönheitsidealen. Auf der anderen Seite zeigt sie in „Gut genug“ ihre persönliche, verletzliche Seite.  Wenn wir auf die beiden Songs schauen, heißt es einmal:  „Bauch, Beine, Po / Ist der Bauch nicht flach, hältst du den Atem an [...]“  hier ist der Körper ein Projekt, der Körper wird optimiert, kontrolliert und bewertet.  In „Gut genug“ fragt sie:  „Wann bin ich gut genug für mich? / Ich renne einem Bild hinterher, das es gar nicht gibt.“ — Shirin David wünsch sich, dass ihr Selbstwert nicht mehr von der medialen Inszenierung abhängt Was zum Weiterdenken: Im Berufsalltag, in der Ausbildung oder im Klassenraum, viele Berufe haben eine Sache gemeinsam… Richtig! der eigene Körper ist überall mit dabei. Er ist nicht irgendwo im Hintergrund, sondern erscheint oft als Visitenkarte. Er ist täglich präsent und damit ist er auch angreifbar - alle schauen, alle bewerten alle vergleichen. Oft sind wir selbst diejenigen, die am härtesten von allen auf den eigenen Körper schauen. Wir sagen dann: ich muss fitter werden, ich muss besser aussehen, als ob der eigenen Welt ständig neu verhandelt werden müsste. Als ob man sich jeden Morgen von vorne beweisen müsste, all diese Gedanken und diese emotionalen Belastungen können im schlimmsten Fall in eine Essstörung führen - sie sind quasi wie ein Rezept für eine Essstörung und genau an diesem Punkt setzt die Ausstellung Klang meines Körpers an Diese Ausstellung geht durch Schulen und Berufskollegs Jugendliche stehen vor Porträts und befassen sich mit diesen Personen, mit dem was gesagt wird die Schülerinnen und Schüler erkennen was hinter diesen Porträts steckt und sie werden unter anderem gefragt, was willst du dieser Person gerne mitteilen – und das ist eigentlich auch die Botschaft des Songs. In Gedanke 1+2 hört ihr Schülerinnen und Schüler des BBZ Grevenbroich. https://klang-meines-koerpers.de Foto ©Sony Music Homepage: https://7tage1song.de Playlist Podcast und Song: https://open.spotify.com/playlist/20KHRuuW0YqS7ZyHUdlKO4?si=b6ea0b237af041ec Instagram: https://www.instagram.com/7tage1song/ Facebook: https://www.facebook.com/pg/7tage1song/ Kontakt: post@7tage1song.de Link zum Song: https://open.spotify.com/intl-de/track/7iNLydOMjLLb7BiwkdoPDU?si=01385a8d58be428b Spotify Playlist: https://open.spotify.com/playlist/0M5tOXTC0lM8RVycUBQnjy?si=idKC-CFaRp2ZD992gvWvsQ

    #331 Kitschkrieg, Blumengarten, Shirin David – Gut genug
  7. Jul 6

    #330 Bruce Springsteen – War

    Neben dem Song geht es heute auch die Gedanken, die Brian Zahnd in „A Farewell to Mars“ nennt –als Christen sollten wir uns vom Kriegsgott Mars verabschieden und auf das Kreuz und Jesus schauen.  Bruce Springsteen hat das verstanden. Wenn er “War” bringt, ist das kein Nostalgiekitsch, sondern ein Stoppschild. Ein Moment, in dem die Bühne sagt: “Wir gewöhnen uns nicht an das Unmenschliche.” Übertrag das in den Klassenraum: Gewöhnst du dich an Sprache, die Menschen zu Zielen macht? Gewöhnst du dich an Formulierungen wie “kollateraler Schaden”? Sprache formt Moral. Wenn Worte entmenschlichen, kann Handeln schnell hinterherhumpeln. Unbedingt Videos dieser Tour schauen – erst die Ansprache und dann kommt es knüppeldick – ein Song voller Wucht und Kraft. https://youtu.be/YqYVcgCmd98?is=sRtyOkr0-0uWicx1 “War — huh — yeah.” Wir kennen die Hook. Sie ist keine Spielerei. Das ist ein Weckruf. Was taugt Krieg? Nichts. Absolut nichts. Und bevor jemand sagt: “So einfach ist das nicht” — lass uns ehrlich sein. Der Mythos der erlösenden Gewalt verkauft uns alte Ware im neuen Glanz: Erst zerstören, dann angeblich Frieden. Erst entmenschlichen, dann verhandeln. Erst drohen, dann heilen. Das ist keine Lösung, das ist die Spirale.  Brian Zahnd nennt das die Mars-Logik. Der Kriegsgott flüstert: “Gewalt rettet.” Das Kreuz antwortet: “Nein.” Nicht weil Leiden heilig wäre, sondern weil Vergeltung niemals Wiederherstellung ist. Das Kreuz entlarvt: Gewalt bringt Gewalt zur Welt. Und die Rechnung zahlen nie die mächtigen Anführer, sondern die Gesichter ohne Namen — Mütter, Kinder, Nachbarn. Genau deshalb ist “War” so wichtig: Der Song bläst die Helden und Kriegs Romantik weg. Keine heroischen Posen. Nur die nackte Wahrheit: Krieg frisst Leben. Daher spielt Bruce Springsteen nach War derzeit oft Born in the USA – auch ein Song, der den Krieg anklagt, denn dieser verheizt Menschen. Foto ©Rob de Martin Homepage: https://7tage1song.de Playlist Podcast und Song: https://open.spotify.com/playlist/20KHRuuW0YqS7ZyHUdlKO4?si=b6ea0b237af041ec Instagram: https://www.instagram.com/7tage1song/ Facebook: https://www.facebook.com/pg/7tage1song/ Kontakt: post@7tage1song.de Link zum Song: https://open.spotify.com/intl-de/track/6qF53MQdzqXXGach8fwkdv?si=fb984a3f766d48fb Spotify Playlist: https://open.spotify.com/playlist/0M5tOXTC0lM8RVycUBQnjy?si=idKC-CFaRp2ZD992gvWvsQ

    #330 Bruce Springsteen – War
  8. Jun 29

    #329 Kettcar – Glaube ohne Gott

    Vielleicht habt ihr es schon gemerkt, es gibt keinen Song „Glaube ohne Gott“ von Kettcar, aber es gibt zwei Songs in denen das vorkommt – „Mit der Stimme eines Irren“ und „Zurück“ außerdem interessant die Bücher von Dorothee Sölle und Hartmut von Sass, die sich mit atheistisch glauben beschäftigen und auch das Buch von Martin Buber Ich und Du. Das Buch von Hartmut Sass – mit dem Titel „Atheistisch glauben“ und die beiden Kettcar Songs „Mit der Stimme eines Irren“ und Zurück“– beschreiben was mir theologisch wichtig ist – aber wie bekomme ich das zu fassen – als Pfarrer habe ich manchmal das Gefühl mit der Stimme eines Irren in einer noch bekloppteren Welt zu leben und gegen diesen Irrsinn anzureden, anzuhoffen und anzureden – in all der Verzweiflung ist es dann gut sichere Orte zu haben an die ich mich zurückziehen kann – zurück um mich selbst zu finden –  „Ein Glauben ohne Gott“ – so singen Kettcar, und zunächst klingt das wie eine Absage an Religion. Aber je länger du hinhörst, desto deutlicher tritt eine andere Gestalt hervor: Glaube nicht als Bekenntnis zu einem entfernten Himmelswesen, sondern als Weise, das Leben zu führen; nicht als Flucht, sondern als Blick, der in diese Welt anderes reinschaut. Genau hier treffen sich Kettcar mit einer Theologie, die von Dorothee Sölle bis Hartmut von Sass reicht – oder den Evangelien, wo der Glaube eben Zwischen den Menschen passiert, im Dialog in der Zuwendung. Martin Buber hätte es so gesagt: Alles Wesentliche spielt sich im „Zwischen“ ab, nämlich zwischen Ich‑Du. Ich finde, Kettcars „Glaube ohne Gott“ ist im besten Sinn christlich: Ich denke Jesus würde da mitsingen. Hört euch beide Lieder mal an und überlegt von das eigentlich gesungen wird. Es geht um Kontakt zu den Mitmenschen, im Du wird Bereicherung entdeckt, in derselben Wirklichkeit tauchen auf einmal Möglichkeiten auf. Um es mit Martin Buber zu sagen es ist ein Glaube im Zwischen: Kein Besitz, sondern Begegnung; kein System, sondern Stimme; keine Flucht, sondern Nähe.  Darauf kommt es an. Wir müssen keinen Gott vorschieben, um das zu tun, was Gottes Sache ist. Wir sollten anderen den Himmel nicht erklären, sondern ihn runter auf die Erde leben. Glaube ist etwas, dass ich nur – mit blinden Händen, mit zitternder Stimme –zeigen kann – und eben nicht mit ausgestrecktem Zeigefinger.  Auf was es ankommt, das was uns unbedingt angeht ist da wo jemand sagt „Ich bin mehr, wenn ich hier bei dir bin“  Anke liest die Textstellen der Kettcar Songs. Ich freue mich sehr, dass Hartmut von Sass am Ende der Folge auch etwas zu Kettcar und Glaube ohne Gott sagt. Mehr dazu: https://www.swr.de/swr1/leute/theologe-hartmut-von-sass-ueber-glaube-und-kirche-100.html Foto: ©Borries Homepage: https://7tage1song.de Playlist Podcast und Song: https://open.spotify.com/playlist/20KHRuuW0YqS7ZyHUdlKO4?si=b6ea0b237af041ec Instagram: https://www.instagram.com/7tage1song/ Facebook: https://www.facebook.com/pg/7tage1song/ Kontakt: post@7tage1song.de Link zum Song: https://open.spotify.com/intl-de/track/6jAxNXtrtI7ydWb5ypmC1J?si=3ae3933aeee14313 Spotify Playlist: https://open.spotify.com/playlist/0M5tOXTC0lM8RVycUBQnjy?si=idKC-CFaRp2ZD992gvWvsQ

    #329 Kettcar – Glaube ohne Gott

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