HEALTH NERDS

Der Mensch im 21.Jahrhundert: Wohin hat uns die Evolution geführt? Wie hängen Körper, Psyche und Gesellschaft zusammen? Welchen Einfluss haben Ernährung, Bewegung und Stress auf den Superorganismus Mensch? Die HEALTH NERDS von art'gerecht besprechen komplexe, wissenschaftliche Fakten und Erkenntnisse der Evolution. Für dauerhafte Gesundheit durch einen artgerechten Lebenstil in der modernen Welt. Mit praktischen, sofort anwendbaren Tipps und cleveren Lifehacks. HEALTH NERDS. Mensch, einfach erklärt. -- Ein ALL EARS ON YOU Original Podcast.

  1. Koffein: Meistkonsumierte psychoaktive Substanz der Welt (Deep Dive)

    2D AGO

    Koffein: Meistkonsumierte psychoaktive Substanz der Welt (Deep Dive)

    „Koffein macht nicht wirklich wach - es unterdrückt nur das Signal der Müdigkeit.“ Kaffee am Morgen, der Espresso zwischendurch, der Energy-Drink vor dem Training: Koffein ist die meistkonsumierte psychoaktive Substanz der Welt – für viele unverzichtbarer Bestandteil des Alltags. Doch was im Körper tatsächlich passiert, hat weniger mit zusätzlicher Energie zu tun als mit einem neurobiologischen Trick. In dieser HEALTH NERDS Deep Dive Episode sprechen Podcast-Host Felix Moese und Gesundheitswissenschaftler Matthias Baum darüber, wie Koffein im Gehirn wirkt – und warum Timing, Dosis und individuelle Stoffwechselunterschiede entscheidend sind. Biologisch blockiert Koffein den Adenosin-Rezeptor. Adenosin signalisiert dem Gehirn, dass Energie verbraucht wurde und Erholung nötig ist. Wird dieser Rezeptor gehemmt, verschwindet die Müdigkeit nicht – sie wird lediglich überdeckt. Koffein erzeugt oder liefert also keine neue Energie, sondern maskiert das Ermüdungssignal. Gleichzeitig beeinflusst es das Belohnungssystem: Die dopaminerge Signalübertragung wird verstärkt, Motivation und Fokus steigen – ohne dass tatsächlich mehr Dopamin produziert wird. Parallel aktiviert Koffein das Stresssystem. Adrenalin und Noradrenalin nehmen zu, teils auch Cortisol. In moderater Dosis kann das leistungsfördernd sein. Unter chronischem Stress jedoch kann es Unruhe, Nervosität und Schlafprobleme verstärken. Ein oft unterschätzter Faktor ist die Halbwertszeit. Im Durchschnitt bleibt Koffein vier bis sechs Stunden im Körper – bei manchen deutlich länger. Selbst wenn der „Kick“ nicht mehr spürbar ist, beeinflusst es weiterhin die Schlafarchitektur: weniger Tiefschlaf, fragmentierter Schlaf, längere Einschlafzeit. Individuelle Unterschiede im Leberstoffwechsel, im Hormonstatus oder im Stressniveau spielen hier eine zentrale Rolle. Wann unterstützt Koffein Fokus und Leistungsfähigkeit? Wann wird es zum Stressverstärker? Und was unterscheidet echte Wachheit von der bloßen Unterdrückung von Müdigkeit? HEALTH NERDS. Mensch, einfach erklärt. Spare 15% auf Deine erste Bestellung auf https://artgerecht.com mit dem Code: HEALTHNERDS15 (im Warenkorb eingeben) Ein ALL EARS ON YOU Original Podcast.

    28 min
  2. Sepsis (Blutvergiftung): Eine der häufigsten Todesursachen weltweit

    6D AGO

    Sepsis (Blutvergiftung): Eine der häufigsten Todesursachen weltweit

    „Bei Sepsis ist nicht die eigentliche Verletzung oder ein Keim das Problem – sondern eine außer Kontrolle geratene Abwehrreaktion des Immunsystems.“ – Sepsis zählt zu den häufigsten Todesursachen weltweit. Jährlich kommt es zu rund 166 Millionen Fällen – über 20 Millionen Menschen sterben daran. Auch in Deutschland sind es jedes Jahr etwa 200.000 Todesfälle, die mit einer Sepsis in Verbindung stehen. Das fatale: Trotz moderner Intensivmedizin wird Sepsis häufig noch immer zu spät erkannt. Was viele als „Blutvergiftung“ bezeichnen, beginnt oft unscheinbar: eine Lungenentzündung, ein Harnwegsinfekt, eine Operation, eine Wunde. Der Körper reagiert mit Entzündung – genau so, wie er es soll. Doch wenn die Balance des Immunsystems zwischen Angriff und Kontrolle kippt, eskaliert das System. Entzündungsbotenstoffe werden massenhaft freigesetzt. Gefäße werden undicht. Der Blutdruck fällt. Mikrogefäße verstopfen. Organe erhalten nicht mehr ausreichend Sauerstoff. Nicht der Erreger richtet den entscheidenden Schaden an – sondern die überschießende Immunreaktion selbst. Sepsis kann sich innerhalb weniger Stunden dramatisch entwickeln. Warnzeichen sind Fieber oder Untertemperatur, Verwirrtheit, schnelle Atmung, Blutdruckabfall oder ein plötzlich stark verschlechterter Allgemeinzustand. Oft entsteht das Gefühl: „Etwas stimmt überhaupt nicht mit mir.“ Und genau das kann lebensentscheidend sein. Selbst nach überstandener Akutphase können Erschöpfung, Muskelschwäche, kognitive Probleme oder eine erhöhte Infektanfälligkeit zurückbleiben – das sogenannte Post-Sepsis-Syndrom. Und das kann ein Leben lang für erhebliche gesundheitliche Probleme und Beeinträchtigungen sorgen. Podcast-Host Felix Moese und Gesundheitswissenschaftler Matthias Baum klären in dieser artgerecht HEALTH NERDS Episode die wichtigsten Fragen: Was genau ist eine Sepsis – und wie unterscheidet sie sich von einer „normalen“ Infektion oder Blutvergiftung? Was passiert im Körper, wenn das Immunsystem außer Kontrolle gerät? Welche Warnzeichen sollte jeder kennen – und ab wann ist es ein Notfall? Wer gehört zu den größten Risikogruppen – und warum? HEALTH NERDS. Mensch, einfach erklärt. Spare 15% auf Deine erste Bestellung auf https://artgerecht.com mit dem Code: HEALTHNERDS15 (im Warenkorb eingeben) Ein ALL EARS ON YOU Original Podcast.

    39 min
  3. Superfood Spirulina: eines der nährstoffreichsten Lebensmittel

    FEB 16

    Superfood Spirulina: eines der nährstoffreichsten Lebensmittel

    „Spirulina ist kein Wundermittel – aber auch kein reiner Marketing-Hype.“ Zwischen Proteinbombe, Detox-Versprechen und Anti-Aging-Schlagzeilen bleibt die entscheidende Frage: Was kann dieses blau-grüne Pulver wirklich? In diesem HEALTH NERDS Deep Dive sprechen Podcast-Host Felix Moese und Gesundheitswissenschaftler Matthias Baum über Spirulina - biologisch kein Algenprodukt, sondern ein Cyanobakterium. Im Zentrum stehen Zusammensetzung, Studienlage und die nüchterne Einordnung zwischen Superfood-Narrativ und wissenschaftlicher Realität. Der hohe Proteingehalt wirkt beeindruckend, das Aminosäureprofil ist breit aufgestellt - aber kein Ersatz für eine ausgewogene Eiweißzufuhr. Einzelne metabolische Marker wie Blutfette oder Blutzucker zeigen in Studien moderate Verbesserungen, ohne dass daraus automatisch klinische Schutzwirkungen abgeleitet werden können. Antioxidative Bestandteile wie Phycocyanin machen Spirulina biochemisch spannend, doch sie ersetzen kein ganzheitliches Ernährungskonzept. Besonders kritisch ist das Detox-Versprechen. Eine mögliche Bindung bestimmter Stoffe im Darm ist theoretisch denkbar, eine umfassende „Entgiftung“ des Körpers wissenschaftlich nicht belegt. Hinzu kommt: Qualität entscheidet. Herkunft, Kultivierung und Reinheitsprüfungen sind bei einem Produkt, das Schwermetalle binden kann, kein Nebenaspekt. Bleibt also die zentrale Frage: Sinnvolle Ergänzung oder überbewertetes Trendprodukt? Für wen kann Spirulina einen Mehrwert bieten – und wo reicht solide Ernährung völlig aus? HEALTH NERDS. Mensch, einfach erklärt. Spare 15% auf Deine erste Bestellung auf https://artgerecht.com mit dem Code: HEALTHNERDS15 (im Warenkorb eingeben) Ein ALL EARS ON YOU Original Podcast.

    17 min
  4. Cortisol: Das missverstandene Stresshormon

    FEB 12

    Cortisol: Das missverstandene Stresshormon

    „Nicht Cortisol ist das Problem - sondern die Art, wie wir mit Stress umgehen.“ Cortisol hat ein Imageproblem. Begriffe wie „Cortisol-Detox“ suggerieren, das Hormon sei per se schädlich. Biologisch ist das nicht haltbar. Ohne Cortisol könnten wir morgens nicht aufstehen, keinen stabilen Blutzucker halten und keine Energie mobilisieren. In dieser Folge HEALTH NERDS sprechen Podcast-Host Felix Moese und Gesundheitswissenschaftler Matthias Baum über die physiologische Rolle von Cortisol. Als Teil der Stressachse folgt es zeitversetzt auf Adrenalin und Noradrenalin. Es wirkt nicht nur als Stresshormon, sondern als Steuerhormon: mobilisiert Energie, beeinflusst Immunprozesse und strukturiert über die Cortisol-Awakening-Response unseren Tag. Problematisch wird nicht Cortisol selbst, sondern eine gestörte Regulation. Akuter Stress ist sinnvoll. Chronische Belastung hingegen bringt die HPA-Achse aus dem Takt. Der natürliche Tagesrhythmus verschiebt sich. Cortisol bleibt abends zu hoch oder reagiert bei anhaltender Belastung zu schwach. Energie wird dauerhaft mobilisiert, ohne verbraucht zu werden. Schlaf, Stoffwechsel und Regeneration geraten aus dem Gleichgewicht. Die entscheidende Frage lautet daher nicht: Wie senke ich Cortisol? Sondern: Wie reguliere ich mein Stresssystem? Ein stabiler Schlaf-Wach-Rhythmus, Licht am Morgen, Dunkelheit am Abend, regelmäßige Mahlzeiten und Bewegung als physiologische Antwort auf Stress bilden die Grundlage. Adaptogene wie Ashwagandha oder Rhodiola können unterstützen - ersetzen aber keine funktionierende Rhythmik. Wieso ist der Ruf von Cortisol so schlecht? Wann zeigt ein Tagesprofil echte Dysbalance? Und was bedeutet es, Stress biologisch sinnvoll zu beantworten? HEALTH NERDS. Mensch, einfach erklärt. Spare 15% auf Deine erste Bestellung auf https://artgerecht.com mit dem Code: HEALTHNERDS15 (im Warenkorb eingeben) Ein ALL EARS ON YOU Original Podcast.

    24 min
  5. Das Glutathion-System: Entgiftung auf Zellebene

    FEB 9

    Das Glutathion-System: Entgiftung auf Zellebene

    „Entscheidend ist nicht, dass freie Radikale entstehen - entscheidend ist, ob der Körper sie ausgleichen kann.“ Freie Radikale entstehen täglich im Stoffwechsel, bei Entgiftungsprozessen, Immunreaktionen, körperlicher Aktivität oder durch Umweltbelastungen. Gesundheit hängt davon ab, wie gut der Körper diese Prozesse regulieren kann. Eine zentrale Rolle übernimmt dabei Glutathion. In diesem HEALTH NERDS Deep Dive sprechen Podcast-Host Felix Moese und Gesundheitswissenschaftler Matthias Baum über das wichtigste körpereigene Antioxidans. Glutathion wirkt direkt in den Zellen, fängt freie Radikale ab und kann vom Körper kontinuierlich regeneriert werden. Diese Fähigkeit macht es zu einem zentralen Faktor für Zellschutz, Mitochondrienfunktion und Entgiftung. Glutathion ist ein intrazelluläres Puffersystem. Es neutralisiert reaktive Moleküle, wird dabei oxidiert und anschließend wieder in seine aktive Form überführt. Besonders relevant ist seine Funktion in der Phase-II-Entgiftung der Leber, wo es toxische Substanzen für die Ausscheidung vorbereitet und andere antioxidative Systeme unterstützt. Gebildet wird Glutathion nicht über die Nahrung, sondern aus den Aminosäuren Glutamat, Glycin und vor allem Cystein, das häufig als limitierender Faktor wirkt. Entscheidend ist daher weniger die direkte Zufuhr, sondern die Fähigkeit des Körpers, diese Bausteine verfügbar zu machen. Gerät dieses System unter erhöhte Belastung – etwa durch chronische Entzündungen, metabolische Erkrankungen, intensive körperliche Aktivität, Medikamente oder zunehmendes Alter – zeigt sich, wie stabil die antioxidative Regulation tatsächlich funktioniert. Wann wird oxidativer Stress zum Problem? Woran lässt sich erkennen, ob die körpereigene Entgiftungskapazität ausreicht? Welche Rolle spielen Ernährung, Aminosäuren und Vorstufen wie Cystein oder NAC? Und wann ist eine Supplementierung sinnvoll? HEALTH NERDS. Mensch, einfach erklärt. Spare 15% auf Deine erste Bestellung auf https://artgerecht.com mit dem Code: HEALTHNERDS15 (im Warenkorb eingeben) Ein ALL EARS ON YOU Original Podcast.

    15 min
  6. Emotionales Essen: Wenn das Gehirn Hunger hat

    FEB 5

    Emotionales Essen: Wenn das Gehirn Hunger hat

    „Emotionales Essen ist kein Zeichen mangelnder Disziplin. Es ist ein biologischer Regulationsmechanismus.“ Wir essen nicht nur, um satt zu werden. Wir essen, um Stress zu dämpfen, Emotionen zu regulieren, Belohnung zu erleben oder innere Spannungen abzufedern. Genau hier beginnt emotionales Essen - ein Verhalten, das viele betrifft und dennoch oft missverstanden wird. Denn was wie fehlende Kontrolle wirkt, ist in Wirklichkeit eng mit unserem Gehirn, unserem Stresssystem und unserer biologischen Energieverteilung verknüpft. In dieser Episode von HEALTH NERDS erklären Podcast-Host Felix Moese und Gesundheitswissenschaftler Matthias Baum, warum Emotionen unseren Appetit so stark beeinflussen, welche Rolle Stresshormone wie Cortisol und Neurotransmitter wie Dopamin dabei spielen und weshalb das Gehirn in belastenden oder überfordernden Situationen gezielt nach Zucker, Fett und schnellen Kalorien verlangt. Im Mittelpunkt stehen die neurobiologischen Mechanismen hinter emotionalem Essen und die Frage, warum klassische Diätregeln hier oft ins Leere laufen. Aktuelle Erkenntnisse aus der Neurobiologie zeigen: Emotionen verändern den Energiebedarf des Gehirns. Stress, mentale Überforderung oder starke Gefühle erhöhen die neuronale Aktivität und damit den Bedarf an schnell verfügbarer Energie. Das Gehirn priorisiert sich selbst und steuert das Essverhalten entsprechend. Dieser Mechanismus ist evolutionär sinnvoll, kollidiert aber mit unserem heutigen Überangebot an hochverarbeiteten Lebensmitteln. Spannend: Zwischen emotionalem Essen, Comfort Eating und Binge Eating gibt es eine klare Abgrenzung. Während emotionales Essen häufig eine gelernte Strategie zur Emotionsregulation ist, beschreibt Comfort Eating vor allem eine energetische Beruhigung des Systems in Stresssituationen. Binge Eating hingegen ist eine eigenständige Essstörung, gekennzeichnet durch Kontrollverlust und hohen Leidensdruck und erfordert eine andere medizinische und therapeutische Einordnung. Warum verlangt unser Gehirn in Stresssituationen gezielt nach Zucker und Fett? Weshalb verstärken Schlafmangel und chronische Überforderung emotionales Essen messbar? Warum scheitern Verbote und reine Willenskraft so häufig? Was hilft stattdessen wirklich? Und ab wann wird emotionales Essen zu einem ernstzunehmenden gesundheitlichen Problem? HEALTH NERDS. Mensch, einfach erklärt. Spare 15% auf Deine erste Bestellung auf https://artgerecht.com mit dem Code: HEALTHNERDS15 (im Warenkorb eingeben) Ein ALL EARS ON YOU Original Podcast.

    47 min
  7. Wie Nahrung Gene an- und ausschaltet: SAMe – epigenetische Ernährung (Deep Dive)

    FEB 2

    Wie Nahrung Gene an- und ausschaltet: SAMe – epigenetische Ernährung (Deep Dive)

    „Gene sind kein festgeschriebenes Schicksal.“ Ob genetische Informationen aktiv sind oder stumm bleiben, wird nicht allein durch unsere DNA bestimmt. Entscheidend ist auch, wie sie reguliert werden und genau hier kommt die Ernährung ins Spiel. Im diesem HEALTH NERDS Deep Dive widmen sich Podcast-Host Felix Moese und Gesundheitswissenschaftler Matthias Baum einem zentralen Molekül der Epigenetik: S-Adenosylmethionin (SAMe). Es gilt als der wichtigste Methylgruppen-Spender im menschlichen Stoffwechsel und spielt eine Schlüsselrolle bei der Frage, welche Gene abgelesen werden und welche nicht. Im Fokus steht die sogenannte Methylierung. Dieser biochemische Prozess wirkt wie ein Regulationsmechanismus auf unserer DNA: Gene werden nicht einfach „ein- oder ausgeschaltet“, sondern in ihrer Aktivität fein gesteuert. SAMe liefert dafür die notwendigen Methylgruppen und beeinflusst damit, wie intensiv genetische Programme ablaufen - mit weitreichenden Konsequenzen für Zellgesundheit, Entzündungsprozesse und Stoffwechselregulation. Doch SAMe wirkt nicht nur auf epigenetischer Ebene. Es ist beteiligt an der Bildung wichtiger Neurotransmitter wie Serotonin, Dopamin und Noradrenalin, spielt eine Rolle bei der Leberfunktion, der Phospholipidsynthese sowie bei Prozessen der Entgiftung und Zellstabilität. Auch Zusammenhänge mit Stimmung, Stressresilienz, Gelenkgesundheit und chronischen Entzündungen werden wissenschaftlich diskutiert. Die Folge ordnet ein, wie SAMe im Körper entsteht, warum es selbst kaum über die Nahrung aufgenommen wird und welche Rolle seine Vorstufe Methionin sowie begleitende Mikronährstoffe wie Folat, Vitamin B12, B6 und Cholin spielen. Dabei wird deutlich: Epigenetische Regulation ist kein einzelner Schalter, sondern ein fein abgestimmtes System – Balance ist entscheidend, nicht maximale Aktivierung. Für wen ist dieses Thema relevant? Welche Rolle spielt epigenetische Ernährung im Alter, bei chronischen Entzündungen oder erhöhter Stressbelastung? Und wann kann eine gezielte Supplementierung sinnvoll sein und wann nicht?HEALTH NERDS. Mensch, einfach erklärt. Spare 15% auf Deine erste Bestellung auf https://artgerecht.com mit dem Code: HEALTHNERDS15 (im Warenkorb eingeben) Ein ALL EARS ON YOU Original Podcast.

    17 min
  8. Abnehmspritze: Was Langzeitstudien wirklich zeigen

    JAN 29

    Abnehmspritze: Was Langzeitstudien wirklich zeigen

    „Die Abnehmspritze verbrennt kein Fett. Sie verändert unser Essverhalten – über das Gehirn.“ – Abnehmspritzen wie Wegovy und Ozempic (Semaglutid) oder Mounjaro (Tirzepatid) zählen aktuell zu den wirksamsten Medikamenten zur Gewichtsreduktion bei Adipositas. Die Wirkstoffe imitieren körpereigene Darmhormone wie GLP-1 und GIP, beeinflussen Appetit, Sättigung und Stoffwechsel und führen bei vielen Betroffenen zu einem Gewichtsverlust von 15 bis 20 Prozent oder mehr. Mit zeitlichem Abstand zum ersten Hype liegt heute eine deutlich bessere Datenlage vor. Und die zeigt: Die Abnehmspritze ist hochwirksam – aber komplexer, als frühe Schlagzeilen vermuten ließen. Wissenschaftliche Updates deuten neben der Gewichtsreduktion auch auf positive Effekte bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen hin, etwa eine Senkung des Risikos für Herzinfarkt und Schlaganfall. Auch mögliche Zusammenhänge mit einem reduzierten Demenzrisiko werden aktuell intensiv erforscht. Gleichzeitig ist klar: Die Wirkung ist meist nicht dauerhaft, wenn die Medikation beendet wird. Nach dem Absetzen kommt es bei vielen Menschen zu einer raschen Gewichtszunahme. Genau deshalb wird die Abnehmspritze heute zunehmend als Teil einer langfristigen Therapie eingeordnet – kombiniert mit Ernährung, Bewegung und strukturellen Lebensstilveränderungen. In dieser Episode der artgerecht HEALTH NERDS liefern Podcast-Host Felix Moese und Gesundheitswissenschaftler Matthias Baum ein umfassendes Update zur Abnehmspritze. Ursprünglich stammen die Wirkstoffe aus der Diabetes-Therapie – neu ist, dass sie heute auch offiziell bei Adipositas als medizinische Option eingesetzt werden. Klar wird dabei: Die Spritze ist kein Lifestyle-Shortcut, sondern – wenn überhaupt – ein therapeutisches Werkzeug mit klarer medizinischer Indikation. Ein weiterer Fokus liegt auf der Qualität des Gewichtsverlusts. Aktuelle Studien zeigen: Ein relevanter Teil des verlorenen Gewichts stammt aus der fettfreien Masse, also aus Muskulatur. Vor allem bei älteren Menschen kann das problematisch werden, wenn Ernährung und Bewegung nicht gezielt gegensteuern. Wir schauen außerdem auf Nebenwirkungen, zu denen es heute deutlich belastbarere Daten gibt als noch vor wenigen Jahren: von Übelkeit und Verdauungsproblemen bis hin zu seltenen, aber relevanten Risiken. Und wir ordnen ein, was an Berichten über Augenprobleme oder Suizidalität wissenschaftlich belegt ist – und was nicht. Zum Schluss werfen wir den Blick nach vorn: An welchen neuen Wirkstoffen wird aktuell geforscht? Wie realistisch sind Medikamente, die nicht mehr wöchentlich, sondern nur einmal im Jahr angewendet werden müssen? Und welche positiven Effekte zeigen sich bereits heute – etwa beim Thema Schlafapnoe? Matthias beantwortet außerdem die entscheidende Frage: Für wen ist die Abnehmspritze heute medizinisch sinnvoll – und für wen ganz klar nicht? HEALTH NERDS. Mensch, einfach erklärt. Ein ALL EARS ON YOU Original Podcast.

    37 min

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