Helle Panke

Helle Panke

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  1. 5d ago

    Against Tradition

    In each of their books, Libman, Lerman, and Loftin ask what it means to belong to a tradition in the wake of that tradition’s moral collapse. As Loftin wrestles with Christianity amid the resurgence of fascism, Libman wrestles with Judaism amid the destruction in Gaza, and Lerman wrestles with philosophy and literature's complicity in the creation of the pacified, helpless contemporary subject, all three explore whether standing against one’s tradition might in fact be the only way left of remaining faithful to that tradition. Mac Loftin is a theologian, writer, and teacher at Harvard University, where he earned his PhD. His research explores the intersection of Christian theology and politics in the modern West. His new book is In the Twilight of the Christian West: A Theology of Mourning and Resistance. Benjamin Libman is a writer and translator based in Paris. His book, The Third Solitude, A Memoir Against History, was published in 2025. His next book, Voyeur, will be published in 2027. He holds a PhD in English from Stanford University. Lindsay Lerman is a writer and translator. Her first book, I'm From Nowhere, was published in 2020. Her second book, What Are You, was published in 2023. She is the translator of François Laruelle's first book. She holds a PhD in Philosophy from the University of Guelph in Ontario, Canada. Her short stories, essays, and interviews have been published in the Los Angeles Review of Books, New York Tyrant, The Creative Independent, and elsewhere. She lives in Berlin.

    Against Tradition
  2. 5d ago

    Roter Säkularismus - Philosophische Gespräche

    Aus welchen Quellen schöpfte die radikale Tradition der deutschen Arbeiterbewegung im 19. und 20. Jahrhundert? Die Linie von Marx und Engels über Bebel, Kautsky und Rosa Luxemburg ist bekannt. Aber was ist mit der Linie, die sich durch die naturwissenschaftliche Weltanschauung und den Antiklerikalismus inspirierte? Die Ausleihekataloge der sozialistischen Arbeiterbibliotheken zeigen, dass die Leser viel lieber populärwissenschaftliche Werke von Ernst Haeckel oder Ludwig Büchner, als die Klassiker des Marxismus, entliehen. Und in Arbeiterbiographien waren es oft die Lektüre dieser materialistisch-monistisch Autoren und ein Konflikt mit einem Pfarrer, die den ersten Schritt hin zur Opposition markierten. In der Weimarer Republik nahmen hunderttausende Sozialisten und Kommunisten an der freigeistigen Bewegung, vor allem als Mitglieder der Freidenkervereine teil. In einem neuen Buch argumentiert der in den Niederlanden lehrende amerikanische Historiker Todd H. Weir, dass viele deutsche Linke aus zwei miteinander verwobenen, jedoch distinkten Traditionen schöpften, die sozialistische und die freigeistige. Er nennt die Schnittstellen zwischen den beiden den "roten Säkularismus". In dem Vortrag geht es darum, die These des roten Säkularismus auszuleuchten und zu debattieren. Todd H. Weir hat sich als Historiker an der Humboldt-Universität und Columbia University ausgebildet. Er hat zwei Monographie zur Kultur- und Politikgeschichte des Säkularismus in Deutschland geschrieben. Er lehrt an der Universität Groningen (NL) und leitet dort ein Forschungsprojekt über die globale Geschichte des Begriffs „Weltanschauung“. Wer sich vorab in das Buch vertiefen will, kann es hier kostenlos downloaden oder online lesen. Moderation: Falko Schmieder

    Roter Säkularismus - Philosophische Gespräche
  3. Aug 7

    Vom Unwesen des Menschen - Negative Anthropologie und kritische Gesellschaftstheorie nach Ulrich Sonnemann

    Der Sozialphilosoph, Schriftsteller und Psychologe Ulrich Sonnemann (1912–1993) zählt zu den markantesten und zu Unrecht wenig rezipierten Denkern der Kritischen Theorie. Sein Hauptwerk Negative Anthropologie (1969) entwirft eine Bestimmung des Menschen, die vom Nichtgewordenen ausgeht: vom Unterdrückten, Verdrängten, Abwesenden und noch Ungelebten. Zugleich entzündet sich die Kritik am bestehenden Unheil gesellschaftlicher Verhältnisse. Der Vortrag rekonstruiert diesen Ansatz anhand konkreter Geschichtserfahrungen, die das Menschliche in seiner Deformation und unabgegoltenen Möglichkeit zeigen. Im Mittelpunkt steht dabei Sonnemanns Kritik an der positivistischen Anthropologie Arnold Gehlens sowie seine Verschränkung von Sprachkritik, Psychoanalyse und kritischem Humanismus. Kann dieser Ansatz – auch angesichts aktueller Debatten um künstliche Intelligenz und die Zukunft des Humanen – dazu beitragen, am Menschlichen festzuhalten? Referent: Dr. Martin Mettin ist Philosoph und wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Humanistischen Hochschule Berlin, wo er zu Ästhetik, Ethik und philosophischer Bildung lehrt und forscht. Zu seinen Buchveröffentlichungen zählen Echo im Sprachwald (Neofelis, 2019) über Walter Benjamin und Kritische Theorie des Hörens. Untersuchungen zur Philosophie Ulrich Sonnemanns (Metzler, 2021), das mit dem Wissenschaftspreis der Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen ausgezeichnet wurde. Zudem ist er Mitherausgeber des Briefwechsels zwischen Sonnemann und Theodor W. Adorno (Zeitschrift für Kritische Theorie, 2019) und eines Sammelbandes zur Negativen Anthropologie (Neofelis, 2021).

    Vom Unwesen des Menschen - Negative Anthropologie und kritische Gesellschaftstheorie nach Ulrich Sonnemann
  4. Jul 29

    Die Spaltung der deutschen Sozialdemokratie in und nach dem Ersten Weltkrieg

    Dr. Uli Schöler bei einem Vortrag im Willy Brandt Haus Foto: privat Die Spaltung der deutschen Sozialdemokratie in und nach dem Ersten Weltkrieg beeinflusst in ihren (auch internationalen) Auswirkungen die Parteienlandschaft bis heute. Eine häufig anzutreffende Deutung sieht die Verantwortung dafür bei den verschiedenen Gruppen der innerparteilichen Linken. Dies betrifft das "marxistische Zentrum" um Haase, Hilferding, Ledebour und andere. Gleichermaßen gilt es für den Spartakusbund um Liebknecht und Luxemburg. Neben den nur schwer zu vereinbarenden und auseinander driftenden Haltungen zur Kriegsfrage steht dabei vor allem das strenge organisatorische Gebot der Fraktionsdisziplin im Mittelpunkt. Dieses sei durch das Verhalten der Linken gröblich verletzt worden. Dabei gerät aus dem Blick, dass die Spaltung eine längere Geschichte hat. Sie wurde von einer innerparteilichen "pressure group" um den Reichstagsabgeordneten Eduard David und einige Gewerkschaftsvertreter generalstabsmäßig vorbereitet und erfolgreich umgesetzt. Dieser "erfolgreichen" Spaltung von rechts folgte wenige Jahre später eine ebensolche von links - mit gleichermaßen verheerenden Auswirkungen. Bestürzend muss zur Kenntnis genommen werden, dass die rigiden Methoden wie die unduldsame Diffamierung anderer Auffassungen in beiden Prozessen ähnlichen Charakter hatten. Kann man daraus Lehren für heute ziehen? Referent: Dr. Uli Schöler, Rechts- und Politikwissenschaftler; er lehrte bis 2019 als außerplanmäßiger Professor am Otto-Suhr-Institut der Freien Universität Berlin. Seit 2015 ist er Vorstandsvorsitzender der Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung. In der "Zeitschrift für Geschichtswissenschaft" ist zuletzt ein dreiteiliger Aufsatz zum Thema erschienen, der dritte Teil kann hier gelesen werden. Moderation: Holger Czitrich-Stahl

    Die Spaltung der deutschen Sozialdemokratie in und nach dem Ersten Weltkrieg

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