mosaik Podcast

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Journalismus, Politik, Bewegungen

Episodes

  1. Jul 16

    Grenzregime und autoritäre Transformation

    Ein Vortrag von Sabine Hess im Rahmen der Jour Fixe-Reihe „Kritische Gesellschaftsforschung“ vom 13. Mai 2026. Die neue Folge des mosaik Podcast schärft – und erweitert – den Blick auf Europas Grenzregime. Grundlage ist der Vortrag „Grenzregime und autoritäre Transformation“ von Sabine Hess. Sie arbeitet als Professorin am Institut für Kulturanthropologie und europäische Ethnologie der Universität Göttingen. Im Rahmen der Jour-Fixe-Reihe „Kritische Gesellschaftsforschung“ hat sie über das Thema „Grenzregime und autoritäre Transformation“ gesprochen. Ausgangspunkt ihrer Überlegungen bildet ihre  mittlerweile jahrzehntelange Forschungsarbeit. Diese ist in den vergangenen Jahren mit Aufenthalten entlang der polnischen Grenze verbunden gewesen. Hier zeigt sich ein scharfes Doppelbild. Auf der einen Seite die staatliche Willkommenskultur gegenüber ukrainischen Kriegsflüchtenden. Auf der anderen Seite ein militarisiertes Abschreckungsregime an der belarusisch-polnischen Grenze. Dieses versucht Bewegung aus dem Globalen Süden und Osten systematisch zu unterbinden. In ihrer Analyse bleibt Sabine Hess nicht bei der Außenperspektive stehen. Sie argumentiert: Wer Europa verstehen will, muss die „Internalisierung der Grenze“ mitdenken. Dies schließt innergesellschaftliche Effekte und Wechselwirkungen von Grenzpolitik mit ein. Hochgerüstete Grenzen, gemessen an ihren eigenen Zielen der Migrationsabwehr, erweisen sich als ineffektiv. Ihre Funktion ist damit jedoch nicht erschöpfend beschrieben. Vielmehr muss die Grenze als rassifizierende Infrastruktur und als Katalysator nationalautoritärer, rechtspopulistischer Transformationen neu in den Blick genommen werden. Foto: Privat Der Beitrag Grenzregime und autoritäre Transformation erschien zuerst auf mosaik.

  2. Jul 9

    Modern Times: Emanzipation – Macht – Technik

    Raphael Deindl im Gespräch mit Madeleine Böhm, Yannick Kalff und Sebastian Sevignani über die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift PROKLA. Wer gestaltet eigentlich, wie wir mit Technik leben – und warum fühlen sich Fortschrittsversprechen so oft zugleich befreiend und ohnmächtig an? Technische Innovationen standen immer für Aufbruch, aber auch für neue Formen von Kontrolle. Das gilt heute umso mehr: Digitale, vernetzte Technologien – von Künstlicher Intelligenz bis „Big Data“ – greifen tief in unseren Alltag ein, prägen Arbeitsteilung, politische Machtverhältnisse, Teilhabechancen und Zukunftsbilder. Sie strukturieren nicht nur Produktion und Verteilung, sondern formen auch Konsum, Begehren und Lebensweisen. Zugleich wird heftig darüber gestritten, ob wir gerade eine neue Produktions- und Regulationsweise erleben, die oft vereinfachend als „digitaler Kapitalismus“ bezeichnet wird – und was das konkret für uns bedeutet. Für die heutige Ausgabe des mosaik Podcast hat Raphael Deindl mit Madeleine Böhm, Yannick Kalff und Sebastian Sevignani gesprochen. Gemeinsam mit weiteren Kolleg*innen haben sie die PROKLA-Ausgabe „Modern Times: Emanzipation – Macht – Technik“ herausgegeben. Im Zentrum des Hefts steht die Frage, welche gesellschaftlichen Folgen die neuen Technologien tatsächlich haben: Wo verschieben sich Macht- und Eigentumsverhältnisse? Welche Arbeit verschwindet, welche entsteht – und wer profitiert? Welche Formen der Regulierung setzen sich durch, und welche blinden Flecken bleiben? – Foto: Raphael Deindl Der Beitrag Modern Times: Emanzipation – Macht – Technik erschien zuerst auf mosaik.

  3. Jan 22

    Leben ganz unten: Perspektiven vom Rand der Gesellschaft

    Ein Mitschnitt der Jour Fixe-Reihe „Kritische Gesellschaftsforschung“ vom 14. Jänner 2026. In der neuen Folge des mosaik Podcast hört ihr einen Beitrag von Christopher Wimmer, der als Soziologe und Autor zu sozialer Ungleichheit, Armut sowie politischer Mobilisierung forscht. Im Rahmen der Jour Fixe-Reihe „Kritische Gesellschaftsforschung“ hat er sein Buch „Leben ganz unten. Perspektiven vom Rand der Gesellschaft“, das 2025 im PappyRossa Verlag erschienen ist, vorgestellt. Notunterkünfte, Teeküchen, Straßenecken: Christopher ­Wimmer sprach mit Menschen, die mit Armut und Ausgrenzung konfrontiert sind. Er lässt die Stimmen jener zu Wort kommen, die ganz unten leben und über deren Los meist von oben entschieden wird – mit „Instrumenten“ wie Hartz IV oder Bürgergeld, mit „Leistungsanreizen“ oder Sozialkürzungen. Doch wie werden Menschen überhaupt marginalisiert? Was bedeutet es, von gesellschaftlicher Teilhabe ausgeschlossen zu sein? Und wie gehen die Menschen, die Millionen zählen, mit Geldnot, Stigmatisierung oder Jobcenter-­Schikanen um? Durch die Verbindung aus journalistischer Darstellungsweise und soziologischem Blick entsteht ein vielschichtiges Bild von Armut, Ausgrenzung und eines täglichen Überlebenskampfes, der sich zwischen politischer Machtlosigkeit und widerständigem Alltag bewegt. Gleichzeitig regt das Buch auch zur Frage an, wie es anders sein könnte. Nun aber zum Beitrag von und mit Christopher Wimmer. ****** Warum hört ihr im mosaik Podcast jeden Monat einen Mitschnitt der Reihe „Kritische Gesellschaftsforschung“? Weil mosaik seit mehreren Jahren mit der Assoziation für kritische Gesellschaftsforschung (AkG) kooperiert. Die AkG existiert seit 2004 und versteht sich als offener Zusammenschluss von Sozialwissenschaftler*innen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Ihr Ziel ist es, kritische Gesellschaftstheorie gegen ihre Marginalisierung an Hochschulen zu stärken – sei es durch Tagungen oder durch die von der AkG unterstützte Jour-Fixe-Reihe „Kritische Gesellschaftsforschung“. In der Reihe stellen jeden zweiten Mittwoch im Monat Forscher*innen und Autor*innen Bücher oder Beiträge vor. Thematisch geht es um politisch relevante Fragen – wie zum Beispiel Rassismus, Armut, Ungleichheit, sozial‑ökologische Themen bis hin zu kapitalismuskritischen Ansätzen. Diese Themen sind für die Wissenschaft, wie für politische Kontexte der gesellschaftlichen Linken zentral. mosaik versucht sie einem breiteren Publikum zugänglich zu machen und versteht sich als Schnittstelle zwischen kritischer Wissenschaft und sozialen Bewegungen. Wenn ihr die Termine der Jour-Fixe Reihe verpassen solltet, könnt ihr die Beiträge im mosaik Podcast nachhören. Der Beitrag Leben ganz unten: Perspektiven vom Rand der Gesellschaft erschien zuerst auf mosaik.

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