Zum Dorfkrug

Das Schlaglicht der Öffentlichkeit fällt nur selten auf die Dörfer und Kleinstädte unseres Landes. Deshalb fragen wir unsere Gäste: „Wie ist es eigentlich, wenn man hier groß wird?“

  1. 3d ago

    Don Pablo Mulemba – „Mein Opa war Sklave, ich schreibe unsere Geschichte auf“

    In der neuen Folge „Zum Dorfkrug“ ist Journalist und Autor Don Pablo Mulemba zu Gast. Alex Barbian und Grim104 sprechen mit ihm über das Aufwachsen als „Afro-Ossi“ in Eberswalde, rechte Gewalt in den 90ern und die Geschichte seines Vaters, der als Vertragsarbeiter aus Angola in die DDR kam und mit Amadeu Antonio, der von Neonazis ermordet wurde, befreundet war.  Pablo erzählt, wie ihn der Handball aus Eberswalde ins Sportinternat nach Cottbus führte, warum er seinen Traum vom Profisport aufgab und wie er schließlich zum Journalismus fand. Außerdem geht es um sein Buch „Hundeheimat“, die Suche nach seiner angolanischen Identität und eine Familiengeschichte, die bis in die Zeit der portugiesischen Kolonialherrschaft zurückreicht. Werbung: Diese Folge wird unterstützt von der GEMA Musikkneipe des Jahres 2026 – dem Award für Kneipen, Bars und kleine Musikspielstätten, in denen Musik wirklich gelebt wird: von besonderen Playlists und DJ-Sets über Karaoke und Jam-Sessions bis hin zu Live-Konzerten.  Noch bis zum 26. Oktober 2026 könnt ihr für eure Lieblingskneipe abstimmen und mitentscheiden, wer den Titel „Musikkneipe des Jahres 2026“ bekommt: https://musikkneipedesjahres.de Also: Stimmt für Eure Musikkneipe ab und supportet – wie Zartmann, Ina Müller, ENNIO, Bosse und viele weitere Musikpat:innen – die kleinen Bühnen und Kneipen, die für eine lebendige Musikkultur unverzichtbar sind. Und schon mal vormerken: Am 7. Dezember gibt’s eine exklusive Live-Folge von „Zum Dorfkrug“ direkt aus der Gewinnerkneipe – gemeinsam mit Bosse!

    Don Pablo Mulemba – „Mein Opa war Sklave, ich schreibe unsere Geschichte auf“
  2. Jul 26

    Miguel Robitzky – Queer auf der bayerischen Knabenschule

    Eigentlich wollten wir heute einfach unsere neue Folge „Zum Dorfkrug“ mit Miguel Robitzky veröffentlichen. Nach dem Attentat auf den Berliner CSD fällt es uns jedoch schwer, einfach zur Tagesordnung überzugehen. Unsere Gedanken sind bei den Betroffenen, den Verletzten, den Angehörigen und allen Menschen, die den Abend miterleben mussten. Ein Ort, an dem queere Menschen gemeinsam für Sichtbarkeit, Freiheit und ein selbstbestimmtes Leben einstehen, wurde zum Schauplatz von Gewalt. Die Folge ist bereits heute Nacht erschienen. Wir haben uns bewusst dagegen entschieden, sie zurückzuziehen: Miguel spricht darin sehr persönlich über das Aufwachsen als queeres Kind in Bayern, über das Verstecken der eigenen Identität und den langen Weg zu einem selbstbewussten Leben. Gerade jetzt möchten wir diese Erfahrungen nicht unsichtbar machen. Queere Stimmen dürfen durch Gewalt und Einschüchterung nicht aus der Öffentlichkeit verdrängt werden. Wir veröffentlichen diese Folge heute – in Trauer und Solidarität. ________ In der neuen Folge „Zum Dorfkrug“ ist Miguel Robitzky zu Gast. Alex Barbian und Grim104 sprechen mit ihm über das Aufwachsen in Aschaffenburg, einen Vater, der die frühe deutsche Breakdance-Szene mitprägte, und eine Kindheit zwischen Hip-Hop, Knetfiguren und Fernsehnostalgie. Miguel erzählt vom Leben als queeres Kind auf einer bayerischen Knabenschule, von Humor als Schutzmechanismus und Twitter als kreativer Gegenwelt. Außerdem geht es um erste Karikaturen mit 16, Stop-Motion-Videos, unbezahlte Praktika und den überraschenden Weg aus dem Kinderzimmer zu „Circus HalliGalli“ und ins „ZDF Magazin Royale“. Eine Folge über Außenseitertum, Rabbit Holes und die Frage, wie aus vielen kleinen Interessen irgendwann ein Beruf wird.

    Miguel Robitzky – Queer auf der bayerischen Knabenschule

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