Equidemia Insights

Celina Skogan

Horsefriends ist der Podcast von und mit Celina Skogan. Pferde sind Celinas Leidenschaft, und darum geht es natürlich auch in diesem Podcast. Celina ist Trainerin für akademische Reitkunst, Cranio Sacral Therapeutin und Osteopathie, und vor allem ein passioniertes Pferdemädchen. Gemeinsam mit Gästen aus Wissenschaft und Praxis betrachtet sie das Pferd als Ganzes - frei von Reitphilosophien und Mythen. Dafür mit einem klaren Blick auf die Natur des Pferdes und die vorliegende Daten- und Faktenlage, und immer absolut Pro-Pferd. Denn das ist die Mission bei Equidemia: Echtes Pferdewissen weiterzugeben und Pferdemenschen zu guten Entscheidungen zu befähigen. Mal auf Deutsch, und mal auf Englisch. Den Podcast findest Du übrigens auch als Videocast bei YouTube! Enjoy the Journey!

  1. Oct 16

    Die Pferdigkeit des Pferdes

    In dieser Folge von Equidemia Insights spreche ich darüber, warum ich Pferde nicht über ihre Disziplin, ihr Verhalten oder unsere Trainingsziele definieren möchte. Im Mittelpunkt stehen ihre Biologie, ihre Wahrnehmung und ihre artspezifischen Bedürfnisse. Die zentrale Frage lautet: Was erlebt das Pferd eigentlich wirklich? Ich verbinde die Konzepte Teleonomie, Allostase und Homöostase sowie Schmerz und Stress und zeige, warum äußere Ruhe oder angepasstes Verhalten nicht automatisch Wohlbefinden bedeuten. In dieser Folge: - Jedes Pferd ist zuerst ein Pferd: Warum Zucht, Domestikation und Training seine biologischen Bedürfnisse nicht aufheben. - Vom Alphawolf-Mythos zum Pferdemythos: Wie Dominanzdenken unsere Vorstellungen von Pferdeverhalten und Training geprägt hat. - Teleonomie, Affordanzen und Agency: Wie artspezifisches Verhalten, Umweltbedingungen und Handlungsspielräume das Erleben des Pferdes beeinflussen. - Allostase und chronischer Stress: Warum sich viele kleine Belastungen summieren können und Anpassung ihren Preis hat. - Brav sein ist kein Wohlbefinden: Warum Compliance und äußere Ruhe keine verlässlichen Belege für geringe Belastung sind. - Normalverhalten als Referenz: Warum wir wissen müssen, wie Pferde sich unter geeigneten Bedingungen verhalten. - Training beginnt im Alltag: Wie wir auch beim Putzen, Verladen, Tierarztbesuch und in der Hufbearbeitung mehr Vorhersehbarkeit, Mitgestaltung und Erholung ermöglichen können.

    Die Pferdigkeit des Pferdes
  2. Sep 18

    Kati Westendorf, warum fällt es uns so schwer, für unser Tier einzustehen?

    In dieser Folge von Equidemia Insights sprechen Celina Skogan, Anja und Kathi über einen Moment, den viele Tierhaltende und Tierprofis kennen: Man merkt, dass etwas nicht stimmt, sagt aber nichts. Im Zentrum steht die Frage, warum wir in stressigen Situationen trotz vorhandener Kompetenz handlungsunfähig werden können und was psychologische Sicherheit, Sozialisation und Machtgefälle damit zu tun haben. Besonders spannend: Anja und Celina erzählen von zwei ähnlichen Erlebnissen mit ihrem Hund beziehungsweise Pferd, während Kathi diese psychologisch einordnet und zeigt, warum es sich dabei nicht zwangsläufig um individuelles Versagen handelt, sondern oft um ein komplexes Zusammenspiel von Nervensystem, persönlichen Erfahrungen und sozialen Strukturen. Key topics - Warum wir in stressigen Situationen trotz vorhandener Kompetenz handlungsunfähig werden können - Was den Schritt vom Wahrnehmen zum Eingreifen erschwert und welche Rolle Angst, Höflichkeit und Konfliktvermeidung spielen - Wie sich unsere Rolle als Fachperson verändert, wenn wir selbst zur betroffenen Tierhalterin werden - Welche Bedeutung psychologische Sicherheit, Sozialisation und Machtgefälle im Umgang mit Kundinnen und Kunden haben - Warum Selbstzweifel und Schuldgefühle aus einem komplexen Zusammenspiel von Nervensystem, Erfahrungen und sozialen Erwartungen entstehen können - Wie sich solche Situationen auf die Beziehung zum Tier auswirken können, ohne sie zwangsläufig zu beschädigen - Was Professionals tun können, um sichere Räume zu schaffen, in denen Widerspruch möglich ist und Tierhaltende für ihre Tiere einstehen können - Warum Mindset, Skillset und Systemset gemeinsam gedacht werden müssen

    Kati Westendorf, warum fällt es uns so schwer, für unser Tier einzustehen?
  3. Sep 4

    Der Kartesische Fehler

    Ein Philosoph, ein Gartenpark bei Paris und ein Denkfehler, der bis heute in so manchem Stallgespräch mitschwingt: In dieser Folge gehe ich der Frage nach, warum die Wissenschaft Tieren – und damit auch Pferden – jahrhundertelang jedes Innenleben absprach, woher diese Idee eigentlich kam und warum wir uns davon erst seit 2012 offiziell wieder verabschiedet haben. Mit einem Augenzwinkern, aber ganz ohne Uhrwerk. In dieser Folge - Woher die Idee vom „Tier als Maschine“ wirklich stammt – und was ein Park bei Paris damit zu tun hat - Warum diese Sichtweise sogar einfühlsamer war, bevor sie radikalisiert wurde - Wie moderne Bewusstseinsforschung diesen jahrhundertealten Denkfehler korrigiert hat - Was das ganz praktisch für mein Pferdetraining bedeutet – weg von „Der testet mich nur“ hin zu „Was will mir mein Pferd gerade sagen?“ - Warum „atypisches Verhalten“ der Schlüssel sein kann, um Unwohlsein beim Pferd überhaupt zu erkennen Kurz & knapp – die wichtigsten Fragen dieser Folge Was ist der „kartesische Fehler“? Die im 17. Jahrhundert entstandene Annahme, Tiere seien reine Automaten ohne eigenes Innenleben – benannt nach dem Philosophen René Descartes. Haben Pferde ein Bewusstsein? Nach heutigem wissenschaftlichem Konsens: ja. Die belastbare Evidenz dazu – inklusive Studien und Erklärungen – findest du in unserem Blogartikel zu dieser Folge. Was bedeutet das für mein Pferdetraining? Verhalten, das wir als „widersetzlich“ oder „stur“ lesen, ist häufig eine Kommunikation des Pferdes über Schmerz, Angst oder Überforderung – kein Defekt, der behoben werden muss. Die wissenschaftliche Einordnung, alle Studien und Quellenangaben zu dieser Folge findest du ausführlich in unserem Blogartikel.

    Der Kartesische Fehler

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Horsefriends ist der Podcast von und mit Celina Skogan. Pferde sind Celinas Leidenschaft, und darum geht es natürlich auch in diesem Podcast. Celina ist Trainerin für akademische Reitkunst, Cranio Sacral Therapeutin und Osteopathie, und vor allem ein passioniertes Pferdemädchen. Gemeinsam mit Gästen aus Wissenschaft und Praxis betrachtet sie das Pferd als Ganzes - frei von Reitphilosophien und Mythen. Dafür mit einem klaren Blick auf die Natur des Pferdes und die vorliegende Daten- und Faktenlage, und immer absolut Pro-Pferd. Denn das ist die Mission bei Equidemia: Echtes Pferdewissen weiterzugeben und Pferdemenschen zu guten Entscheidungen zu befähigen. Mal auf Deutsch, und mal auf Englisch. Den Podcast findest Du übrigens auch als Videocast bei YouTube! Enjoy the Journey!

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