Warum heißt unser Podcast eigentlich Impulskontrolle? Nicht aus Zufall. Für uns ist sie eine der wichtigsten Grundlagen für Lernen, Entwicklung und dafür, dass Hunde Erfahrungen sammeln und mit ihrer Umwelt umgehen können. Aber Impulskontrolle ist eben nicht einfach nur die Fähigkeit, einen Reiz auszuhalten. Ein Hund kann auf seinem Platz liegen bleiben und dabei innerlich immer weiter hochfahren. Er kann ein Verhalten zeigen, weil er eine Belohnung erwartet, weil wir es von ihm verlangen oder weil er gelernt hat, dass er keine andere Möglichkeit hat. Von außen sieht das vielleicht nach Kontrolle aus – sagt aber noch lange nichts darüber aus, was im Hund tatsächlich passiert. Der entscheidende Unterschied liegt für uns darin, ob ein Hund lediglich aushält oder ob er gelernt hat, seine eigene Erregung zu regulieren, einen Reiz loszulassen und wieder in einen ansprechbaren Zustand zu kommen. Und genau das schauen wir uns nicht nur theoretisch an, sondern vor allem anhand konkreter Situationen aus dem Alltag und Training. Wir sprechen über unsere eigenen Hunde, über Trainingshunde und über Situationen, die vermutlich viele von euch kennen: Der Hund sieht etwas Spannendes, wartet auf sein Futter, möchte zu einem anderen Hund, soll irgendwo bleiben oder muss einen Reiz aushalten, obwohl er eigentlich gerade ganz andere Pläne hat. Dabei schauen wir uns an, was wir in solchen Situationen eigentlich trainieren können. Wie bauen wir Impulskontrolle sinnvoll auf? Wie können wir einem Hund helfen, seine Erregung selbst herunterzufahren? Wann ist es sinnvoll, einen Reiz länger auszuhalten – und wann wäre es viel sinnvoller, dem Hund überhaupt erst die Möglichkeit zu geben, den Reiz loszulassen? Auch die Frustrationstoleranz spielt dabei eine wichtige Rolle. Die beiden Themen hängen eng zusammen, sind aber nicht dasselbe. Wir erklären, wo die Unterschiede liegen und warum es im Training einen entscheidenden Unterschied macht, ob wir Frust begleiten und verarbeitbar machen oder lediglich erwarten, dass der Hund ihn irgendwie aushält. Und natürlich sprechen wir darüber, warum Fairness beim Training von Impulskontrolle so wichtig ist. Denn Selbstregulation lässt sich nicht einfach einfordern. Wir müssen wissen, was wir unserem Hund gerade zumuten können, wie hoch seine Erregung bereits ist und wie wir die Anforderungen so gestalten, dass tatsächlich Lernen stattfinden kann. Diese Folge ist deshalb nicht nur etwas für alle, die verstehen möchten, was Impulskontrolle eigentlich ist, sondern vor allem für diejenigen, die sich fragen: Was kann ich mit meinem Hund konkret anders machen? Eine Folge mit viel Theorie, noch mehr Praxis und jeder Menge Situationen, die ihr wahrscheinlich aus eurem eigenen Alltag kennt. Schreibt uns eure Fragen, Themenvorschläge oder eigenen Geschichten — vielleicht landen sie schon in einer der nächsten Folgen. Instagram: @impulskontrolle_podcast @justhelpberlin @closetodogs Habt eine schöne Woche und denkt immer daran – ein bisschen mehr Impulskontrolle schadet niemandem. 😉