Hasse mit Liebe

Kerstin Hasse

Klug, feministisch und mit Haltung.

  1. 25. MÄRZ

    Ich wünschte, ich wüsste weniger (oder: Ruiniert uns zu viel Wissen die Kinderfrage?)

    Kerstin weiss zu viel – das soll kein Klagelied sein, sondern eine echte Diagnose ihrer Generation. In dieser Folge spricht Kerstin Hasse mit der Unternehmerin und Podcasterin Andrea Jansen über die Frage: Ruiniert uns das Wissen über Mutterschaft die Naivität, die man vielleicht braucht, um Ja zu Kindern zu sagen? Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: 2024 hat die Schweiz mit 1,29 Kindern pro Frau die tiefste Geburtenrate seit Beginn der Aufzeichnungen erreicht. Und der Wunsch nach Kindern schwindet – besonders bei den 20- bis 29-Jährigen. Hängt das vielleicht auch damit zusammen, dass wir heute so gut informiert sind wie nie zu vor – über Schwangerschaft, Mutterschaft, den Mental Load, die Karriereeinbussen, die ungleiche Verteilung von Hausarbeit und Care-Arbeit? Und sich deshalb einige junge Frauen und Männer schwer tun mit einer Entscheidung, die frühere Generationen vielleicht einfach getroffen haben? Andrea hat die erfolgreiche Familienplattform mal:ehrlich gegründet und hat selbst drei Kinder. Sie sagt: Ehrlichkeit braucht es unbedingt. Aber man muss halt auch ab und zu wieder über den Glitzerstaub sprechen, den Kinder in das eigene Leben bringen. Ausserdem: Warum der Vertrauensbruch im Fall Christian Ulmen so schmerzt und Kerstins Feedback vom Rosalia Konzert in Zürich. Tipps: Kerstin: Mutterschaft von Sheila Heti Ausserdem empfiehlt sie euch den Podcast von mal: ehrlich https://mal-ehrlich.ch/magazin/podcast/ Andrea: Was noch zu tun ist von Anne-Marie Slaughter Im Podcast sprechen die beiden über diesen Artikel aus «The Cut»: https://www.thecut.com/article/motherhood-indecision-fencesitting-anxiety-fears.html?isNewSocialUser=false&providerId=google.com

    1 Std. 13 Min.
  2. 11. MÄRZ

    Frau, Leben, Freiheit (oder: Gibt es Hoffnung für den Iran?)

    Kerstin ist hässig – und das hat unter anderem hormonelle Gründe. Aber sie ist vor allem verärgert über Männer im Reality-TV, die noch nie vom weiblichen Zyklus gehört haben, über die Typen hinter OpenAI, die ihre KI dem Pentagon überlassen und sich anscheinend nicht um ihre Verantwortung scheren, und über Influencer:innen aus Dubai, die Mitgefühl erwarten, während sie sich taktlos – und manchmal einfach dumm – verhalten. Besonders nervig ist dieses Verhalten, weil die Situation im Iran so belastend und komplex ist. Kerstin fragt sich: Gibt es für die Menschen im Iran überhaupt Hoffnung? Was kann einen Regime-Wechsel vorantreiben? Hat Trump dem Iran wirklich geholfen? Wie geht es den Frauen im Land? Um diese Fragen zu beantworten, hat sie die Politologin Elham Manea zum Gespräch eingeladen. Sie sprechen darüber, wie das Regime Frauen unterdrückt (und wie sich die Frauen dagegen wehren), wie sehr der Westen den Iran unterschätzt und warum Veränderung nur von innen passieren kann. Tipps: Artikel zu Claudia Jessie im Guardian https://www.theguardian.com/tv-and-radio/2024/apr/14/i-did-all-the-things-an-actor-shouldnt-bridgertons-claudie-jessie-on-class-big-breaks-and-houseboats Elhams Tipps: Iran Awakening und Until We Are Free von Shrin Ebadi, sowie die Gedichte von Hafez und Jalal ad-Din Rumi. Ausserdem empfiehlt sie das Lied „Baraye“, das während der Proteste unter dem Motto „Women, Life, Freedom“ große Bekanntheit erlangte und dessen Sänger später dafür inhaftiert wurde: https://www.youtube.com/watch?v=z8xXiqyfBg0 Kerstins Tipps: Die Macht der Geographie von Tim Marshall

    1 Std. 10 Min.
  3. 11. FEB.

    Bad Bunny und Dating mit einer Behinderung (oder: Wie wir 2026 lieben können)

    In dieser Valentinstagsfolge spricht Kerstin über Bad Bunny's kraftvolle Superbowl Halftime Show, die zum Statement gegen Trumps Politik wurde. "The only thing more powerful than hate is love" war die Botschaft des puerto-ricanischen Stars, der bewusst auf US-Konzerte verzichtet, um sein Publikum vor ICE-Razzien zu schützen. Trump bezeichnete die Performance als "absolutely terrible" und nannte die Tanzeinlagen "disgusting, especially for young children". Kerstin kontert mit einem Faktencheck: Über 41 Millionen Menschen sprechen in den USA Spanisch, fast 20% der Bevölkerung sind hispanisch. Ausserdem berichtet Kerstin über die dramatischen Entlassungen bei der Washington Post, wo Jeff Bezos ein Drittel der Belegschaft abgebaut hat, darunter über 300 Journalistinnen und Journalisten. Die Nähe zwischen Bezos und Trump zeigt sich nicht zuletzt in der millionenschweren Melania-Biografie für Amazon Prime. Im Hauptteil begrüsst Kerstin die Journalistin und angehende Stylistin Sonya Jamil im Studio. Sonya, die mit Cerebralparese lebt, spricht offen über ihre Erfahrungen beim Dating. Sie erzählt, warum sie das Thema mittlerweile gar nicht mehr so lustig findet, wie ihre Behinderung die Partnersuche beeinflusst und was Apps wie Tinder für Menschen mit sichtbaren Einschränkungen bedeuten. Die beiden sprechen über Berührungsängste, Oberflächlichkeit in der Dating-Welt und den Druck zur Selbstoptimierung. Sonya erklärt, warum sie ihre Behinderung erst vor dem ersten Treffen erwähnt und welche Reaktionen sie dabei erlebt hat. Tipps: Serie «Tell Me Lies» https://www.youtube.com/watch?v=caxBKilXoRg Serie «Special» https://www.youtube.com/watch?v=b8S9Gxrp-uI *** Abonniere meinen Newsletter für noch mehr Inspiration, Haltung und Liebe: https://www.hassemitliebe.com

    1 Std. 3 Min.
  4. 28. JAN.

    Eskapismus in Zeiten des Faschismus (oder: Warum ich trotzdem Bridgerton schaue)

    Diese Woche wusste Kerstin nicht, ob sie über schöne Menschen in schönen Kleidern oder über Faschismus sprechen soll. Also spricht sie über beides. Diese Woche startet die neue Staffel von Bridgerton und Kerstin freut sich auf den üppigen Pomp in der Serie von Shonda Rhimes. Gleichzeitig erreichen sie Bilder aus Minneapolis – ICE-Razzien, Menschen, die erschossen werden, Kinder, die als Lockmittel benutzt werden. Ihr Bekannter aus Minneapolis schreibt ihr: «Bitte teile weiterhin Bilder und Artikel. Wir alle müssen darüber reden.» Kerstin spricht über das, was gerade in den USA passiert und warum der Journalist Jonathan Rauch sagt, wir können es jetzt beim Namen nennen: Faschismus. Und sie fragt sich: Darf ich in dieser Welt noch Eskapismus? Wann wird Flucht zur Verdrängung – und wann ist sie überlebenswichtig? Es geht um die Balance zwischen Hinschauen und Selbstschutz. Und um die Erkenntnis, dass es vielleicht kein Entweder-Oder gibt. Ausserdem: Das Beckham-Drama, Heated Rivalry und die echte Lady Whistledown – Eliza Haywood und ihr subversiver Papagei aus dem 18. Jahrhundert. Tipps: «Am I okay?» und «His & Hers» auf Netflix Hier der Artikel von Jonathan Rauch: https://www.theatlantic.com/ideas/2026/01/america-fascism-trump-maga-ice/685751/ Wie hat euch die Folge gefallen? Und was denkt ihr über die TGV-Zug-Debatte? Stimmt bei Spotify ab oder schreibt Kerstin eine Mail an hallo@hassemitliebe.ch

    52 Min.
  5. 21.12.2025

    Unapologetic ins 2026 (oder: Was ich mir für das nächste Jahr wünsche)

    Die letzte Folge des Jahres. Kerstin Hasse hasst Silvester, aber ausweichen kann man dem Wechsel der Jahre nicht. Deshalb denkt sie darüber nach. Über ein Jahr, das manchmal wild war, manchmal wunderschön und manchmal unerträglich. Ein Jahr wie ein funky, überraschend guter Orange-Wein. 2025 war das Jahr, in dem Katy Perry ins All flog und Menschen für Labubus Schlange standen. Das Jahr, in dem Elon Musk den Hitlergruss machte und Hollywood brannte. Das Jahr von performative Male, Louvre-Diamanten, von gefühlt 500 Millionen Wicked-Interviews und Sydney Sweeneys Blue Jeans. In dieser Folge schaut Kerstin aber nicht nur zurück, sie teilt auch fünf Lektionen, die sie ins neue Jahr mitnehmen will. Sie spricht darüber, warum sie aufhören will, sich für ihre Arbeit zu rechtfertigen und darüber, dass Communities das Wertvollste sind, was wir als Gesellschaft haben. Sie erzählt, warum sie 2026 lernen will, kleine Erfolge zu feiern statt ständig schon beim nächsten Projekt zu sein. Warum wir wachsam bleiben müssen, wenn sich konservative Werte elegant einschleichen und Dinge beim Namen nennen sollten – ohne Relativierung. Und warum sie sich mehr Liebe wünscht für die Welt. Eine ehrliche Folge zwischen Popkultur-Absurditäten und politischen Abgründen. Und eine Einladung, euch selbst zu fragen: Was wollt ihr im Jahr 2025 lassen – und was nehmt ihr mit? Ihr wollt Kerstins Tipps für die Zeit zwischen den Jahren? Ihr könnt ihren Newsletter auf hassemitliebe.com abonnieren.

    49 Min.
4.5
von 5
34 Bewertungen

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Klug, feministisch und mit Haltung.

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