Hasse mit Liebe

Kerstin Hasse

Klug, feministisch und mit Haltung.

  1. 6. MAI

    Deepfakes, Scham und Strafrecht (oder: Warum unser Recht mit der digitalen Welt überfordert ist)

    Lena Dunham hat ein Memoir geschrieben. Es heisst «Fame Sick» – und es erzählt davon, was passiert, wenn das Internet nicht nur deinen Ruf zerstört, sondern deine Identität übernimmt. Genau das machen Deepfakes möglich. Und sie betreffen längst nicht mehr nur Prominente. Kerstin spricht in dieser Folge über Geburtstage und Host-Anxiety und über Lina Dunhams Memoiren, die sie sich gerade als Hörbuch anhört, was sich ein bisschen anhört, als hätte sie «Hannah» aus «Girls» in den Ohren. Ausserdem: Frankreich, Vincent Bolloré und was passiert, wenn ein Multimilliardär systematisch Medien aufkauft, um ein rechtsaussendes politisches Narrativ salonfähig zu machen. Sounds familiar, oder? Im Hauptteil spricht Kerstin mit zwei erfahrenen Juristinnen und Expertinnen für digitales Strafrecht: Sarah von Hoyningen-Huene und Jutta Oberlin. Sie arbeiten an der Schnittstelle von KI, Datenschutz, Strafrecht und digitaler Gewalt – und sie erklären, warum wir in der Schweiz rechtlich noch weit davon entfernt sind, Frauen vor Deepfakes wirklich zu schützen. Was tun, wenn man betroffen ist? Warum greift der neue Revenge-Porn-Artikel nicht? Wie sexistisch ist unser Rechtssystem – und was braucht es jetzt, um das zu ändern? Tipps der Folge: Jutta empfiehlt: Thomas-Gabriel Rüdiger, Professor und Polizist, der zu KI, Kinderpornografie und Strafrecht im digitalen Raum arbeitet – auf LinkedIn und über seine Homepage erreichbar. Sarah empfiehlt: Die Buchserie «Rebel Girls» – 100 Geschichten über 100 beeindruckende Frauen, die die Welt bewegen. Kerstin empfiehlt: «Mit Männern leben – Überlegungen zum Pelicot-Prozess» von der Philosophin Manon Garcia Hasse mit Liebe erscheint alle zwei Wochen. Abonniere den Newsletter auf hassemitliebe.com für noch mehr Inspiration, Haltung und Liebe.

    1 Std. 26 Min.
  2. 25. MÄRZ

    Ich wünschte, ich wüsste weniger (oder: Ruiniert uns zu viel Wissen die Kinderfrage?)

    Kerstin weiss zu viel – das soll kein Klagelied sein, sondern eine echte Diagnose ihrer Generation. In dieser Folge spricht Kerstin Hasse mit der Unternehmerin und Podcasterin Andrea Jansen über die Frage: Ruiniert uns das Wissen über Mutterschaft die Naivität, die man vielleicht braucht, um Ja zu Kindern zu sagen? Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: 2024 hat die Schweiz mit 1,29 Kindern pro Frau die tiefste Geburtenrate seit Beginn der Aufzeichnungen erreicht. Und der Wunsch nach Kindern schwindet – besonders bei den 20- bis 29-Jährigen. Hängt das vielleicht auch damit zusammen, dass wir heute so gut informiert sind wie nie zu vor – über Schwangerschaft, Mutterschaft, den Mental Load, die Karriereeinbussen, die ungleiche Verteilung von Hausarbeit und Care-Arbeit? Und sich deshalb einige junge Frauen und Männer schwer tun mit einer Entscheidung, die frühere Generationen vielleicht einfach getroffen haben? Andrea hat die erfolgreiche Familienplattform mal:ehrlich gegründet und hat selbst drei Kinder. Sie sagt: Ehrlichkeit braucht es unbedingt. Aber man muss halt auch ab und zu wieder über den Glitzerstaub sprechen, den Kinder in das eigene Leben bringen. Ausserdem: Warum der Vertrauensbruch im Fall Christian Ulmen so schmerzt und Kerstins Feedback vom Rosalia Konzert in Zürich. Tipps: Kerstin: Mutterschaft von Sheila Heti Ausserdem empfiehlt sie euch den Podcast von mal: ehrlich https://mal-ehrlich.ch/magazin/podcast/ Andrea: Was noch zu tun ist von Anne-Marie Slaughter Im Podcast sprechen die beiden über diesen Artikel aus «The Cut»: https://www.thecut.com/article/motherhood-indecision-fencesitting-anxiety-fears.html?isNewSocialUser=false&providerId=google.com

    1 Std. 13 Min.
  3. 11. MÄRZ

    Frau, Leben, Freiheit (oder: Gibt es Hoffnung für den Iran?)

    Kerstin ist hässig – und das hat unter anderem hormonelle Gründe. Aber sie ist vor allem verärgert über Männer im Reality-TV, die noch nie vom weiblichen Zyklus gehört haben, über die Typen hinter OpenAI, die ihre KI dem Pentagon überlassen und sich anscheinend nicht um ihre Verantwortung scheren, und über Influencer:innen aus Dubai, die Mitgefühl erwarten, während sie sich taktlos – und manchmal einfach dumm – verhalten. Besonders nervig ist dieses Verhalten, weil die Situation im Iran so belastend und komplex ist. Kerstin fragt sich: Gibt es für die Menschen im Iran überhaupt Hoffnung? Was kann einen Regime-Wechsel vorantreiben? Hat Trump dem Iran wirklich geholfen? Wie geht es den Frauen im Land? Um diese Fragen zu beantworten, hat sie die Politologin Elham Manea zum Gespräch eingeladen. Sie sprechen darüber, wie das Regime Frauen unterdrückt (und wie sich die Frauen dagegen wehren), wie sehr der Westen den Iran unterschätzt und warum Veränderung nur von innen passieren kann. Tipps: Artikel zu Claudia Jessie im Guardian https://www.theguardian.com/tv-and-radio/2024/apr/14/i-did-all-the-things-an-actor-shouldnt-bridgertons-claudie-jessie-on-class-big-breaks-and-houseboats Elhams Tipps: Iran Awakening und Until We Are Free von Shrin Ebadi, sowie die Gedichte von Hafez und Jalal ad-Din Rumi. Ausserdem empfiehlt sie das Lied „Baraye“, das während der Proteste unter dem Motto „Women, Life, Freedom“ große Bekanntheit erlangte und dessen Sänger später dafür inhaftiert wurde: https://www.youtube.com/watch?v=z8xXiqyfBg0 Kerstins Tipps: Die Macht der Geographie von Tim Marshall

    1 Std. 10 Min.
4.6
von 5
36 Bewertungen

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Klug, feministisch und mit Haltung.

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