Die EM 2024 hatte ein Problem, das sich jede Marke wünscht, aber keine tatsächlich haben will. Die Nationalmannschaft war plötzlich wieder begehrt, und Adidas war restlos ausverkauft. Nachproduzieren dauert Wochen, das nächste K.-o.-Spiel stand aber schon in ein paar Tagen an. Fanatics füllte die Lücke mit einem eigenen Fanshirt, das nach fünf, sechs Tagen entwickelt und im Lager vorrätig war. Armand Farsi, General Manager Germany bei Fanatics, erzählt die Geschichte ganz ohne Triumphgeste, für ihn ist sie schlicht das Geschäftsmodell in Kurzfassung. Denn wer die Rechte hält und schneller ist als die Marke, steht im Moment der größten Leidenschaft mit dem passenden Produkt da. Rund vier Jahre nach der ChefTreff-Folge #143 ist Farsi zurück bei Sven Rittau, diesmal vor Ort im K5 Studio. Fanatics hat in dieser Zeit aus einem Lizenzhändler ein Ökosystem gemacht. Im Gespräch geht es um die Ökonomie der Lizenzen und um siebenstellige Sortimente, über die an einem einzigen Finalabend entschieden wird. Und es geht um die Frage, warum ausgerechnet ein Plattformbetreiber das Produkt wieder zur Chefsache erklärt. Die Themen der Folge: Die Ökonomie der Lizenz: Technisch kauft Fanatics immer eine Lizenz, entscheidend ist aber, was darin steckt: Online, stationärer Handel, Produktentwicklung und Territorien. In den US-Ligen genügt dafür ein Vertrag, in Europa braucht es hingegen Geduld und Gespräche mit jedem Club einzeln. Ein Finale, zwei Sortimente: Fanatics arbeitet mit einer siebenstelligen SKU-Zahl, kann jeden Spielernamen beflocken und bereitet vor jedem Endspiel zwei Wirklichkeiten vor. Bei Fanatics heißt das Hot Market. Den größten in der Firmengeschichte erlebte das Unternehmen in diesem Jahr, als die New York Knicks nach 53 Jahren Meister wurden. Product, Story, Availability: Armand stellt diesen Dreiklang über jede Conversion-Optimierung. Als Beispiele zieht er ran, wie aus der BVG oder einem Albumjubiläum von Jay-Z Kollektionen werden, bei denen aus eins und eins drei wird. Sammelkarten mit Stoff: Nach der Übernahme von Topps traf Fanatics auf eine Industrie, die weniger als ein Prozent ihres Umsatzes in Marketing steckte. Der Umbau in Richtung D2C machte Margen frei. Sie flossen unter anderem in eine Idee, auf die man rückblickend auch früher hätte kommen können: den Debut Patch, ein Stück Trikot vom ersten Spiel eines Rookies, eingeschweißt auf seiner Karte. Deutschland, Spielzeit 2026: Die NFL kommt nach München, die NHL nach Düsseldorf, und die NHL legt ihren Spielplan auf den deutschen Montagabend. Armand erklärt, wie Fanatics daraus lokale Kollektionen macht und warum sich all das am Ende am Share of Closet messen lassen muss. *Werbung* 🌟Du möchtest in Sachen E-Commerce immer auf dem Laufenden gehalten werden, willst alle News zur K5 Konferenz mitbekommen und keine Folge unserer K5 Podcasts verpassen? Dann abonniere jetzt unseren K5 Newsletter! Hier informieren wir Dich wöchentlich über die spannendsten und wichtigsten Themen der digitalen Handelswelt. Neben den aktuellen Folgen unserer K5 Podcasts und den neuesten Artikeln auf dem K5 Blog, erhältst Du hier auch Markteinordnungen und Inspirationen von den Experten der Branche, alle News zur K5 Konferenz, den K5 MEETups und vieles mehr. Bleibe up to date und abonniere den Newsletter jetzt unter k5.de/newsletter🌟 *Follow* 👨 Armand Farsi 💻 Fanatics 👨 Sven Rittau 💻 K5