Das Positive zu Beginn: seine Analyse des Kunstmarktes und die Kritik an der akademischen Kunst-Szene sind zutreffend. Außerdem hat er ein Marketingtalent, welches allerdings anders funktioniert als der Hörer glauben mag… Beim Hören des Podcasts stelle ich gleich fest: Der Typ ist mir sehr unsympathisch. Bei jedem Satz fühle ich mich an Versicherungsvertreter, Autoverkäufer oder Drückerkolonnen aus den 90ern erinnert. Aber heute tummeln sich ähnliche Charaktere lieber auf Social-Media, als Coaches für Dating, Finanzen, Ernährung usw. Hier gibt es allerdings viel Konkurrenz und keine spezifische Zielgruppe. Also Hausaufgaben machen und nach einer abgrenzbaren, leichtgläubigen und verzweifelten Zielgruppe suchen. Bingo: Die erfolglosen Künstler! Wenig pragmatisch, gutgläubig und immer in der Hoffnung auf den Durchbruch. Jippie! Also basteln wir aus den Marketing-Lehrbüchern mittels KI ein (unnützes und überdimensioniertes) Marketing-Paket, versprechen Erfolg und kassieren die Kohle von den armen Teufeln, die es (mangels wirtschaftlicher Ausbildung) einfach nicht besser wissen und nach jedem Strohhalm greifen. Die Schlagworte und „Strategien“ mit denen hier geködert werden soll, ergeben für Mini-Einzelunternehmer (Künstler) keinen Sinn. Aber chapeau für die zielgenaue Identifikation der Zielgruppe 😂 Das ist das eigentliche Marketing-Talent des Hosts: er hat eine gutgläubige Zielgruppe gefunden. Er ist vermutlich der Einzige, dem seine „Tipps“ weiterhelfen.