Lieber Blaubart&Ginster-Podcast,
Vielen Dank für die Besprechung des Buches “Die Wand” von Marlen Haushofer. Euretwegen habe ich dieses Buch zur Hand genommen und kann sagen, ich habe so etwas kKaftvolles nie zuvor gelesen. Ihr fragtet euch, warum sie nicht die Wand weiter erkundet, sich durchgräbt, versucht hinter die Wand zu kommen. Stattdessen versorgt sie die Tiere, sät und beackert den Boden. Sie erzählte, was passiert, wenn man die Wand als Gegner begreift. Der fremde Mann hatte das versucht, 2 Jahre lang. Sich durchzugraben, eine Lücke zu finden, die Wand zu überwinden und darüber zu verhungern und verrückt zu werden. So wütend, dass er nicht dankbar war für eine weitere Menschenseele. Nicht erleichtert war über zutrauliche Lebewesen. Nicht offen war für Verbündete.
Wie diese Frau verschmilzt mit der Zeit, dem Wald und den Waldbewohnern ist für mich so stark erzählt, dass ich ganz verwirrt bin über die so ehrliche Gedankenbefragung eines Menschen, der sich der Liebe zu dem was lebt hingeben kann.
Mein Satz des Buches ist: …nicht daß ich fürchtete, ein Tier zu werden, das wäre nicht sehr schlimm, aber ein Mensch kann niemals ein Tier werden, er stürzt am Tier vorüber in einen Abgrund.
PS: Ich finde eure Art über Bücher und Autoren zu sprechen, interessant, kurzweilig und erhellend. Vielen Dank dafür.
Mit herzlichen Grüßen
Angela aus Berlin