KALIFORNISCHE TERRASSEN 🌞🌴

Systemischer Club

Es gab und gibt wohl immer wieder in der Menschheitsgeschichte „magische“ Orte, an denen Neugierige bzw. Suchende zusammenkamen, um sich in möglichst angst-, und konkurrenzfreier Atmosphäre auszutauschen. Meist begannen diese Zusammenkünfte in lockerer Form, zwanglos, wahrscheinlich bei einem erfrischenden Getränk, anregendem Essen, freiem Blick auf freie Landschaften und, vor allem, ohne einschränkende Zugangsvoraussetzungen. Getragen von Begeisterung, bildeten sich neue, unverblümt vorgetragene Ideen. Es kamen Menschen zusammen, die den Mut hatten „Neues zu denken, ehe sie es aufzeigen“ konnten, wie das einmal Sigmund Freud für den Salon Zuckerkandl formulierte.Wer in der Gegend war und von diesen „Orten“ gehört hatte, kam gern „nur mal so“ vorbei. Manche blieben dann für immer.

  1. vor 3 Tagen

    #184 Neurobiologie für die Beratungspraxis

    Kostenfreie Online-Events:https://kalifornische-terrassen.de/events Personen:Janina Mallow (Lehrende für Coaching und Organisationsentwicklung, Lizenzpartnerin für „Brain for Business")Claus Triebiger (Lehrender für Coaching und Organisationsentwicklung) Beschreibung Herzlich willkommen bei „Kalifornische Terrassen". Hier geht es um psychologischen und systemischen Austausch – und darum, guten Ideen Gehör zu verschaffen. Zusammenfassung In dieser Folge sprechen Janina Mallow und Claus Triebiger darüber, was die Hirnforschung dem systemischen Denken und der Arbeit in Organisationen schenken kann. Janina erzählt, wie sie über eine Weiterbildung namens „Brain for Business" zur Neurowissenschaft fand – nicht aus Karrieregründen, sondern aus echter Neugier. Sie wollte verstehen, was eigentlich passiert, wenn im Coaching von „motivationalen Zugkräften" oder vom Übertritt aus der Problemtrance in den Lösungsraum gesprochen wird. Begriffe, die im systemischen Alltag oft selbstverständlich benutzt werden, ohne dass dahinter sichtbar wird, welche Prozesse sie eigentlich beschreiben. Im Gespräch entsteht dabei auch ein produktiver Widerspruch: Der Titel „Brain for Business" weckt zunächst Skepsis – nach dem Motto, ob hier das Gehirn nur für noch mehr wirtschaftliche Effizienz instrumentalisiert werden soll. Doch im Austausch zeigt sich eine andere Lesart: Es geht weniger darum, das Gehirn für das Geschäft zu nutzen, sondern darum, besser zu verstehen, was mit Menschen passiert, die in Organisationen arbeiten – und wie sich das für Beratung und Führung nutzbar machen lässt. Ein zentraler Gedanke ist die Vorstellung des Gehirns als hochvernetztes System, das sich nicht primär durch „mehr", sondern durch Vernetzung weiterentwickelt – eine Metapher, die sich erstaunlich gut auf Organisationen übertragen lässt. Wenn Führung gelingt, dann vielleicht dort, wo Kommunikation gut koordiniert wird und Verbindungen entstehen dürfen, statt dass eine einzelne Person alles steuert. Auch die Frage, wie Sprache und Gefühlsvokabular unsere Wahrnehmung von Emotionen prägen, und wie schnell wir Muster erkennen – manchmal auch dort, wo gar keine sind – rundet das Gespräch ab. Dabei wird deutlich: Vielleicht liegt der größte Gewinn nicht darin, das Gehirn vollständig zu verstehen, sondern darin, mit mehr Neugier und weniger Gewissheit auf die eigenen Muster zu schauen – und jedem System, jedem Gespräch wieder neu zu begegnen. Keywords Hirnforschung, Neuroplastizität, systemisches Denken, Konstruktivismus, Emotionale Granularität, Musterabgleich, Organisationsentwicklung, Coaching, Systemisches Zentrum, wispo, Systemischer Club, Kalifornische Terrassen Hast du Fragen, Gedanken oder willst deiner Idee Gehör verschaffen? Schreib uns gerne an: support@systemischer-club.de

    38 Min.
  2. 5. Juni

    #183 (2/2) Körpergrenzen bei Kindern

    Kostenfreie Online-Events: https://kalifornische-terrassen.de/events Personen: Natalie Horn · @natalie.horn.therapie · Therapeutin, Kriminologiedozentin, Begleiterin von Betroffenen und Tätern im Kontext körperlicher Grenzüberschreitungen an Kindern Kevin Baron · @hausdesbarons · https://www.instagram.com/hausdesbarons/ Beschreibung Herzlich willkommen bei „Kalifornische Terrassen". Hier geht es um psychologischen und systemischen Austausch – und darum, guten Ideen Gehör zu verschaffen. Zusammenfassung In dieser Folge sprechen Natalie Horn und Kevin Baron über sexuellen Kindesmissbrauch – über das, was in unserer Gesellschaft im Verborgenen geschieht, und darüber, wie Eltern, Begleitpersonen und das soziale Umfeld handlungsfähig werden können. Es ist ein Thema, das Schwere erzeugt. Das war von Beginn an spürbar. Natalie Horn, die mit Betroffenen, mit Eltern und auch mit Tätern gearbeitet hat und Kriminologie unterrichtet, bringt eine Perspektive mit, die selten in dieser Breite zu hören ist – sachlich, klar und ohne Wegschauen. Ein zentraler Begriff des Gesprächs ist Grooming: das gezielte, systematische Anbahnen von Übergriffen – oft durch Personen, die dem Kind und der Familie bereits nahestehen. Gerade diese Nähe macht das Erkennen so schwer. Kognitive Dissonanz, der Wunsch, das Bild eines vertrauten Menschen nicht zu erschüttern, führt dazu, dass Signale umgedeutet oder übersehen werden. Das Gespräch richtet sich an Eltern und Menschen, die Kinder begleiten: Was sind Warnzeichen? Wie kann ein familiäres System entstehen, das Prävention ermöglicht? Wie lernen Kinder, Grenzen wahrzunehmen und auszudrücken? Und wie können Erwachsene handeln, ohne dabei wichtige Beziehungen zu zerstören? Dabei wird deutlich:Schutz entsteht nicht durch ein einzelnes Gespräch – sondern durch Strukturen, die Nähe ermöglichen und gleichzeitig Raum für Wahrheit lassen. Keywords Sexueller Kindesmissbrauch, Prävention, Grooming, Körpergrenzen, Kinderschutz, Täterverhalten, Elternbegleitung, Kriminologie, Dunkelziffer, systemische Perspektive, Systemisches Zentrum, wispo, Systemischer Club, Kalifornische Terrassen Hast du Fragen, Gedanken oder willst deiner Idee Gehör verschaffen? Schreib uns gerne an: support@systemischer-club.de

    28 Min.
  3. 29. Mai

    #182 Teil 1 Körpergrenzen bei Erwachsenen

    Kostenfreie Online-Events: https://kalifornische-terrassen.de/events Personen: Natalie Horn · @natalie.horn.therapie · Therapeutin, spezialisiert auf Traumaarbeit, Opfer- und Täterarbeit sowie Eltern-Kind-Begleitung Kevin Baron · @hausdesbarons · https://www.instagram.com/hausdesbarons/ Beschreibung Herzlich willkommen bei „Kalifornische Terrassen". Hier geht es um psychologischen und systemischen Austausch – und darum, guten Ideen Gehör zu verschaffen. ━━━━━━━━━━━━━━━━━━━━━━━━━━━━━━━━━━━━━━━━ Zusammenfassung In dieser Folge sprechen Natalie Horn und Kevin Baron über Körpergrenzen – was sie eigentlich sind, warum sie so individuell sind und was passiert, wenn sie überschritten werden. Körpergrenzen sind keine festgelegte Linie, die für alle gleich gilt. Sie entstehen aus persönlichen Erfahrungen, aus dem Kontext, in dem man sich bewegt, und aus dem, was man im eigenen Leben gelernt oder eben nicht gelernt hat. Natalie bringt dabei einen Blick mit, der zwischen Alltag und Extremsituation nicht sauber trennt – weil diese Trennung in der Praxis oft nicht existiert. Ein zentrales Thema ist die Frage, warum Menschen in Grenzverletzungssituationen nicht einfach Nein sagen. Akute Stressreaktionen wie Einfrieren oder sich Fügen sind keine Schwäche, sondern neurobiologische Schutzmechanismen. Wer das nicht weiß, urteilt schnell – und wer urteilt, trägt oft unbeabsichtigt zu einer sekundären Traumatisierung bei. Besprochen wird auch, wie Grenzen in beruflichen Kontexten auf eine eigene Weise sichtbar werden, wie verträgliche Persönlichkeiten besonders herausgefordert sind und wie eine gesunde Eigenwahrnehmung als Ausgangspunkt für alles weitere gilt. Dabei wird deutlich: Grenzen setzen beginnt nicht mit dem Nein – es beginnt damit, das eigene Erleben überhaupt erst wahrnehmen zu dürfen. ━━━━━━━━━━━━━━━━━━━━━━━━━━━━━━━━━━━━━━━━ Keywords Körpergrenzen, Grenzsetzung, Traumatisierung, sekundäre Traumatisierung, Stressreaktion, Übergriff, Selbstwahrnehmung, Nähe und Distanz, Selbstschutz, therapeutische Arbeit, Systemisches Zentrum, wispo, Systemischer Club, Kalifornische Terrassen Hast du Fragen, Gedanken oder willst deiner Idee Gehör verschaffen? Schreib uns gerne an: support@systemischer-club.de

    38 Min.
  4. 22. Mai

    #181 Intersektionale Perspektiven in der Systemik

    Kostenfreie Online-Events: https://kalifornische-terrassen.de/events Personen: Liviana Bath · Berlin, freie Praxis · systemische Beraterin, begleitet diverse Konstellationen und internationale Familienkonstellationen mit rassismuskritischer, kolonialkritischer und intersektionaler Perspektive Daniela Rieß · systemische Supervisorin und Therapeutin · Gastgeberin dieser Folge Beschreibung Herzlich willkommen bei „Kalifornische Terrassen". Hier geht es um psychologischen und systemischen Austausch – und darum, guten Ideen Gehör zu verschaffen. Zusammenfassung In dieser Folge sprechen Daniela Rieß und Liviana Bath über intersektionale Perspektiven in der systemischen Arbeit – und darüber, was eine „brave Systemik" riskiert zu verschenken, wenn sie Machtverhältnisse nicht ausdrücklich mitdenkt. Im Gespräch wird sichtbar, was Intersektionalität als Begriff und als Haltung bedeuten kann: dass Erfahrungen von Diskriminierung, Rassismus, Kolonialismus oder Ausgrenzung nicht isoliert nebeneinanderstehen, sondern sich überschneiden, verstärken und gegenseitig bedingen. Wer als systemische Therapeutin, Supervisorin oder Beraterin mit FLINTA-Personen, BIPoC-Personen oder Menschen mit Gewalterfahrungen arbeitet, begegnet diesen Verschränkungen – ob bewusst oder nicht. Beide Gesprächspartnerinnen berichten aus ihrer eigenen Praxis und Lehre: wie schnell der blinde Fleck entsteht, wenn die intersektionale Brille fehlt – und welchen Unterschied es macht, wenn sie sitzt. Dabei geht es nicht um Schuld oder Selbstanklage, sondern um eine liebevolle Selbstreflexion, die ermöglicht, in Verbindung zu bleiben: mit sich selbst, mit der eigenen Prägung und mit den Menschen, die in die Praxis kommen. Die Frage, wie es gelingen kann, Macht und Ambiguität anzusprechen, ohne die Beratungsbeziehung zu kappen, zieht sich durch die gesamte Folge. Diese erste Episode ist der Beginn einer Reihe – die Umsetzung in die konkrete systemische Praxis steht in der Folgefolge im Mittelpunkt. Dabei wird deutlich: Intersektionale Perspektiven sind keine Ergänzung zur systemischen Arbeit – sie sind ein Reload dessen, was systemisches Denken von Anfang an meinte: Wechselwirkungen sehen, Macht mitdenken und den Menschen in seinem ganzen Kontext wahrnehmen. Intersektionalität, systemische Beratung, Machtverhältnisse, Rassismuskritik, Kolonialismuskritik, FLINTA, BIPoC, Diversität, Positionierung, Selbstreflexion, Systemisches Zentrum, wispo, Systemischer Club, Kalifornische Terrassen Hast du Fragen, Gedanken oder willst deiner Idee Gehör verschaffen? Schreib uns gerne an: support@systemischer-club.de

    30 Min.
  5. 15. Mai

    #180 Professionalisierung im systemischen Arbeiten

    Kostenfreie Online-Events: https://kalifornische-terrassen.de/events Personen: Yasmin Brinkmann + @yasmin.brinkmann + Systemische Therapeutin und Supervisorin Thomas Uhlendahl + @uhlendahlthomas + Systemberater und Moderator Beschreibung Herzlich willkommen bei „Kalifornische Terrassen". Hier geht es um psychologischen und systemischen Austausch – und darum, guten Ideen Gehör zu verschaffen. Zusammenfassung In dieser Folge sprechen Yasmin Brinkmann und Thomas Uhlendahl über Professionalisierung in der systemischen Arbeit. Die beiden sitzen am Lagerfeuer in Spanien und reflektieren, wie sich echte berufliche Reife entwickelt. Yasmin teilt eine konkrete Situation aus ihrer therapeutischen Praxis: Eine Klientin wollte eine Trance-Session online durchführen, saß aber am Arbeitsplatz – ein Setting, das Yasmin als ungeeignet erkannte. Der Moment, in dem sie „Nein" sagte, wird zum Ausgangspunkt für eine tiefere Betrachtung professioneller Haltung. Beide entdecken, dass Professionalisierung weniger mit dem Sammeln von Weiterbildungen zu tun hat, als vielmehr mit der Verankerung grundlegender Werte. Thomas erzählt von einem Bürgermeister, der ihn dazu bewegen wollte, eine Bürgerbeteiligung in eine bestimmte Richtung zu moderieren – und wie das Festhalten an der Prozessverantwortung zum entscheidenden Moment wurde. Das Gespräch entwickelt sich zu einer Reflexion über die Kunst, in kritischen Momenten authentisch zu bleiben. Wann ist eine Grenze erreicht? Wie entwickelt sich die innere Klarheit, die es ermöglicht, auch unter Druck zu den eigenen professionellen Standards zu stehen? Dabei wird deutlich: Echte Professionalisierung entsteht nicht durch das Anhäufen von Techniken, sondern durch die tiefe Verankerung einer Haltung, die auch in herausfordernden Momenten trägt. Keywords Professionalisierung, systemische Haltung, Prozessverantwortung, Grenzen setzen, therapeutische Rahmenbedingungen, Selbstreflexion, kollegiale Beratung, Supervision, Intervision, Systemisches Zentrum, wispo, Systemischer Club, Kalifornische Terrassen Hast du Fragen, Gedanken oder willst deiner Idee Gehör verschaffen? Schreib uns gerne an: support@systemischer-club.de Ist diese Beschreibung so in Ordnung für Sie, oder möchten Sie Anpassungen vornehmen?

    43 Min.
  6. 24. Apr.

    #177 Wege aus der Sucht – Vom Entzug zur Selbstwirksamkeit

    Herzlich willkommen beim Podcast „Kalifornische Terrassen“.Hier geht es um psychologischen und systemischen Austausch – und darum, guten Ideen Gehör zu verschaffen. Zusammenfassung In dieser Folge sprechen Michael Wolff, Catrin Hoppe und Kevin Baron darüber, wie der Weg aus der Sucht gelingen kann. Nachdem Michael in der vorherigen Folge seinen persönlichen Weg in die Abhängigkeit geschildert hat, geht es diesmal darum, was danach kommt: der erste Schritt in die Hilfe, der Entzug, der Aufbau neuer Strukturen und die Frage, wie ein Leben ohne Alkohol wieder möglich werden kann. Catrin bringt dabei die suchttherapeutische Perspektive ein und beschreibt, warum Tagesstruktur, sinnvolle Tätigkeit, Gemeinschaft und Selbstwirksamkeit so wichtig sind. Michael erzählt, was ihm persönlich geholfen hat: klare Grenzen, neue Routinen, Hilfe anzunehmen und Schritt für Schritt wieder Vertrauen in sich selbst aufzubauen. Dabei wird deutlich: Der Weg aus der Sucht ist kein einfacher, aber ein möglicher. Es geht um Rückfälle, Angehörige, Scham, Selbstfürsorge und darum, früh hinzuschauen und richtig zu handeln. Keywords Sucht, Alkohol, Wege aus der Sucht, Entzug, Rückfall, Angehörige, Selbstfürsorge, Tagesstruktur, Selbstwirksamkeit, Suchthilfe, Ahornhof, Erfahrungsbericht Hast du Fragen, Gedanken oder willst deiner Idee Gehör verschaffen? Schreib uns gerne an: support@systemischer-club.de Kostenfreie Online-Events:https://kalifornische-terrassen.de/events

    1 Std. 13 Min.

Bewertungen und Rezensionen

4,5
von 5
14 Bewertungen

Info

Es gab und gibt wohl immer wieder in der Menschheitsgeschichte „magische“ Orte, an denen Neugierige bzw. Suchende zusammenkamen, um sich in möglichst angst-, und konkurrenzfreier Atmosphäre auszutauschen. Meist begannen diese Zusammenkünfte in lockerer Form, zwanglos, wahrscheinlich bei einem erfrischenden Getränk, anregendem Essen, freiem Blick auf freie Landschaften und, vor allem, ohne einschränkende Zugangsvoraussetzungen. Getragen von Begeisterung, bildeten sich neue, unverblümt vorgetragene Ideen. Es kamen Menschen zusammen, die den Mut hatten „Neues zu denken, ehe sie es aufzeigen“ konnten, wie das einmal Sigmund Freud für den Salon Zuckerkandl formulierte.Wer in der Gegend war und von diesen „Orten“ gehört hatte, kam gern „nur mal so“ vorbei. Manche blieben dann für immer.

Das gefällt dir vielleicht auch