Kostenfreie Online-Events:https://kalifornische-terrassen.de/events Personen:Janina Mallow (Lehrende für Coaching und Organisationsentwicklung, Lizenzpartnerin für „Brain for Business")Claus Triebiger (Lehrender für Coaching und Organisationsentwicklung) Beschreibung Herzlich willkommen bei „Kalifornische Terrassen". Hier geht es um psychologischen und systemischen Austausch – und darum, guten Ideen Gehör zu verschaffen. Zusammenfassung In dieser Folge sprechen Janina Mallow und Claus Triebiger darüber, was die Hirnforschung dem systemischen Denken und der Arbeit in Organisationen schenken kann. Janina erzählt, wie sie über eine Weiterbildung namens „Brain for Business" zur Neurowissenschaft fand – nicht aus Karrieregründen, sondern aus echter Neugier. Sie wollte verstehen, was eigentlich passiert, wenn im Coaching von „motivationalen Zugkräften" oder vom Übertritt aus der Problemtrance in den Lösungsraum gesprochen wird. Begriffe, die im systemischen Alltag oft selbstverständlich benutzt werden, ohne dass dahinter sichtbar wird, welche Prozesse sie eigentlich beschreiben. Im Gespräch entsteht dabei auch ein produktiver Widerspruch: Der Titel „Brain for Business" weckt zunächst Skepsis – nach dem Motto, ob hier das Gehirn nur für noch mehr wirtschaftliche Effizienz instrumentalisiert werden soll. Doch im Austausch zeigt sich eine andere Lesart: Es geht weniger darum, das Gehirn für das Geschäft zu nutzen, sondern darum, besser zu verstehen, was mit Menschen passiert, die in Organisationen arbeiten – und wie sich das für Beratung und Führung nutzbar machen lässt. Ein zentraler Gedanke ist die Vorstellung des Gehirns als hochvernetztes System, das sich nicht primär durch „mehr", sondern durch Vernetzung weiterentwickelt – eine Metapher, die sich erstaunlich gut auf Organisationen übertragen lässt. Wenn Führung gelingt, dann vielleicht dort, wo Kommunikation gut koordiniert wird und Verbindungen entstehen dürfen, statt dass eine einzelne Person alles steuert. Auch die Frage, wie Sprache und Gefühlsvokabular unsere Wahrnehmung von Emotionen prägen, und wie schnell wir Muster erkennen – manchmal auch dort, wo gar keine sind – rundet das Gespräch ab. Dabei wird deutlich: Vielleicht liegt der größte Gewinn nicht darin, das Gehirn vollständig zu verstehen, sondern darin, mit mehr Neugier und weniger Gewissheit auf die eigenen Muster zu schauen – und jedem System, jedem Gespräch wieder neu zu begegnen. Keywords Hirnforschung, Neuroplastizität, systemisches Denken, Konstruktivismus, Emotionale Granularität, Musterabgleich, Organisationsentwicklung, Coaching, Systemisches Zentrum, wispo, Systemischer Club, Kalifornische Terrassen Hast du Fragen, Gedanken oder willst deiner Idee Gehör verschaffen? Schreib uns gerne an: support@systemischer-club.de