Extreme Zeiten

Demokratiezentrum Hessen

„Extreme Zeiten!“, der Podcast des Demokratiezentrums Hessen: Hier sprechen wir einmal im Monat mit Expert*innen und Berater*innen über Einblicke und Hintergründe zu ihrer Arbeit, geben Erfahrungsberichte und Handlungsempfehlungen zu Themen wie Rechtsextremismus, Rassismus, Antisemitismus, Verschwörungen oder gewaltorientierten Islamismus. Wir wollen zum Beispiel wissen, was ist eigentlich Antisemitismus heute oder Antiziganismus? Was tun gegen rechtsextreme Stimmungen in der Schule oder rassistische Parolen am Stammtisch? Was mache ich, wenn mein Kind auf dem rechten Weg ist? Wie rede ich mit Leuten, die an Verschwörungsmythen glauben? Diese und viele andere Fragen - sowie Arbeitsansätze und Analysen aus dem Bereich der Demokratiefeindlichkeit - werden wir hier mit spannenden Gästen aus der Wissenschaft und der Praxis für euch diskutieren - unabhängig von tagespolitischen Konjunkturen. Moderation: Angela Fitsch Redaktion: Nora Zado Musik: „Cloud 1“ von Roland Kah, siehe: https://ronaldkah.de/ Sie haben Anregungen und Ideen? Schreiben Sie uns: podcast@beratungsnetzwerk-hessen.de Das Demokratiezentrum Hessen, Fach- und Geschäftsstelle des Beratungsnetzwerks Hessen - gemeinsam für Demokratie und gegen Rechtsextremismus, wird mit Mitteln des Bundesprogramms "Demokratie leben" und des Landesprogramms "Hessen - aktiv für Demokratie und gegen Extremismus" gefördert. Die Veröffentlichung stellt keine Meinungsäußerung des BMFSFJ oder des BAFzA dar. Für inhaltliche Aussagen tragen die Autorinnen und Autoren die Verantwortung.

  1. vor 4 Tagen

    Verschwörungserzählungen in der politischen Bildung

    Ob gefälschte Mondlandung, der angebliche „Große Austausch“ oder Mikrochips im Corona-Impfstoff: Verschwörungserzählungen haben Konjunktur. Doch was genau ist eigentlich eine Verschwörungstheorie, und wer glaubt daran? Dirk Netter, wissenschaftlicher Mitarbeiter und Doktorand am Institut für Erziehungswissenschaft der Philipps-Universität Marburg und Leiter des Bereichs politische Bildung bei Arbeit und Bildung e.V., hat über 110 einflussreiche Publikationen zum Thema ausgewertet. Im Gespräch mit Angela Fitsch erklärt er, warum die Forschung stark von der Psychologie geprägt ist und Verschwörungsglauben dadurch schnell als krankhaft gilt. Das Problem: Legitime Skepsis, etwa gegenüber Lobbyismus, wird so mit geschlossenen, gefährlichen Weltbildern in einen Topf geworfen, obwohl es reale Verschwörungen wie die Vertuschung der Krebsrisiken durch die Tabakindustrie nachweislich gegeben hat. Für die politische Bildung schlägt Netter deshalb einen anderen Blick vor: Entscheidend ist nicht, ob jemand eine verrückte Idee hat, sondern ob sich ein Denksystem gegen jeden Gegenbeweis abschottet. Warum ein Faktencheck dabei selten weiterhilft und Beziehungsarbeit immer vor Bildungsarbeit kommt, zeigt das Gespräch an vielen Beispielen aus der Praxis mit Jugendlichen, von QAnon-Erzählungen auf TikTok bis zu rechten Influencern, die jungen Männern Orientierung versprechen. Mit dem französischen Medientheoretiker Jean Baudrillard beschreibt Netter eine Welt, in der eindrückliche Bilder und Geschichten oft glaubwürdiger wirken als die nüchterne Wirklichkeit und gemeinsame Maßstäbe dafür verloren gehen, was wahr ist. Darin sieht er aber auch eine Chance: gemeinsam mit Jugendlichen zu lernen, wie Wirklichkeit geprüft wird, wie Medien arbeiten und wie man Unsicherheit aushält, statt sich in einfache Erklärungen zu flüchten. Du hast Fragen, Anregungen und Ideen? Schreibe uns an: podcast@beratungsnetzwerk-hessen.de Wir bedanken uns herzlich bei dem Team des Medienzentrums der Universitätsbibliothek in Marburg für die großartige Zusammenarbeit sowie für die Bereitstellung der Räumlichkeiten und des Equipments. Das Demokratiezentrum Hessen, Fach- und Geschäftsstelle des Beratungsnetzwerks Hessen - gemeinsam für Demokratie und gegen Rechtsextremismus, wird mit Mitteln des Bundesprogramms "Demokratie leben!" und des Landesprogramms "Hessen - aktiv für Demokratie und gegen Extremismus" gefördert. Die Veröffentlichung stellt keine Meinungsäußerung des HMdIS, des BMBFSFJ oder des BAFzA dar. Für inhaltliche Aussagen tragen die Autorinnen und Autoren die Verantwortung.

  2. 30. Sept.

    Landtagswahlen 2026 – Demokratie unter Druck?

    Die Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern haben die politische Landkarte verschoben: Die AfD ist in beiden Ländern stärkste Kraft, in Sachsen-Anhalt mit knapp 44 Prozent, in Mecklenburg-Vorpommern mit 38,2 Prozent nach einem Kopf-an-Kopf-Rennen mit Manuela Schwesig. Im Gespräch mit Angela Fitsch ordnet die Marburger Parteienforscherin Prof. Dr. Isabelle Borucki ein, warum das mehr ist als ein gewöhnlicher Wechsel zwischen Regierung und Opposition. Es geht um stark personalisierte Wahlkämpfe, um zersplitterte Öffentlichkeiten in Zeiten von TikTok und Instagram, um eine Wende-Erzählung, die an tief sitzende Erfahrungen im Osten anknüpft, und um Migration als Sammelnarrativ für Abstiegsängste und Sorgen um den eigenen Lebensstandard. Außerdem geht der Blick nach Berlin, wo die Linke stärkste Kraft geworden ist, auf den historischen Absturz der Union und auf die Frage, wer die AfD heute eigentlich wählt. Was könnte sich unter einem AfD-Ministerpräsidenten konkret ändern, etwa in der Bildungspolitik, für queere Menschen, Geflüchtete oder die Zivilgesellschaft? Wann beginnt demokratische Erosion, und ist ein Parteiverbotsverfahren noch sinnvoll oder längst zu riskant? Die Folge zieht Vergleiche zur Weimarer Republik, fragt nach der Widerstandskraft der wehrhaften Demokratie und schaut schließlich nach Hessen: Der Hessen-Monitor 2026 zeigt, dass fast alle Befragten die Demokratie als Idee befürworten, aber nur rund zwei Drittel mit ihrer Praxis zufrieden sind. Ein Drittel gilt als fragile Demokrat:innen, und besonders im ländlichen Raum wächst das Gefühl, abgehängt zu sein. Am Ende steht die Frage, wie die demokratischen Parteien diesen Erosionsprozess noch aufhalten können. Isabelle Borucki ist neben DemoReg und dem Hessenmonitor auch in der COST Action RELINK² aktiv und Mitherausgeberin des European Journal of Political Research. Wer mehr von ihr lesen möchte: Forschungsnetzwerk RELINK² zur Digitalisierung politischer Organisationen: https://relink2.eu/ Buchkapitel zu Parteien und KI: https://www.elgaronline.com/edcollchap/book/9781035326303/chapter5.xml Aufsatz „Was ist Datenpolitik?": https://link.springer.com/article/10.1007/s41358-026-00453-0 Du hast Fragen, Anregungen und Ideen? Schreibe uns an: podcast@beratungsnetzwerk-hessen.de Wir bedanken uns herzlich bei dem Team des Medienzentrums der Universitätsbibliothek in Marburg für die großartige Zusammenarbeit sowie für die Bereitstellung der Räumlichkeiten und des Equipments. Das Demokratiezentrum Hessen, Fach- und Geschäftsstelle des Beratungsnetzwerks Hessen - gemeinsam für Demokratie und gegen Rechtsextremismus, wird mit Mitteln des Bundesprogramms "Demokratie leben!" und des Landesprogramms "Hessen - aktiv für Demokratie und gegen Extremismus" gefördert. Die Veröffentlichung stellt keine Meinungsäußerung des HMdIS, des BMBFSFJ oder des BAFzA dar. Für inhaltliche Aussagen tragen die Autorinnen und Autoren die Verantwortung. Foto: R+V

  3. 31. Aug.

    Antisemitismuskritisch unterrichten

    Antisemitismus an Schulen nimmt seit dem 7. Oktober 2023 in allen Formen zu, wie die aktuellen RIAS-Zahlen zeigen. Dr. Kai Schubert, Politikwissenschaftler an der Ruhr-Universität Bochum, erklärt im Gespräch mit Angela Fitsch, warum sich viele gar nicht bewusst sind, dass es überhaupt jüdisches Leben in Deutschland gibt, und warum antisemitische Vorfälle im Schulalltag oft verharmlost oder weggeschaut werden. Er stellt das Konzept der antisemitismuskritischen Bildungsarbeit vor, das über reine moralische Erziehung hinausgeht und von Pädagoginnen und Pädagogen einen eigenen Reflexionsprozess verlangt. Auch die Frage, wie weit die dienstliche Neutralitätspflicht von Lehrkräften eigentlich reicht, kommt zur Sprache: Gegenüber Verstößen gegen Grundgesetz und Diskriminierungsverbote gibt es demnach keinen neutralen Standpunkt. Im zweiten Teil des Gesprächs geht es um die Zusammenarbeit zwischen Schule und außerschulischer Jugendbildung, die nach Schuberts Einschätzung noch deutlich enger werden müsste, sowie um die Aktualität von Theodor W. Adornos Idee der Erziehung zur Mündigkeit für die heutige Bildungspraxis. Schubert spricht außerdem offen über die strukturellen Probleme der außerschulischen Bildungsarbeit: befristete Stellen, Teilzeitverträge und niedrige Eingruppierungen, obwohl politische Bildung gegen Antisemitismus in Sonntagsreden immer wieder als zentral bezeichnet wird. Sein Fazit: Antisemitismus müsse als dauerhafte, professionelle Aufgabe verstanden werden, die eine bessere Zusammenarbeit zwischen Politik, Praxis und Wissenschaft braucht. Den besprochenen Sammelband findet ihr im Wochenschauverlag: https://www.wochenschau-verlag.de/Grenzen-der-Erfahrung/41780 Und die Dissertation von Kai Schubert ist auch bald im Wochenschauverlag erhältlich: https://www.wochenschau-verlag.de/Politische-Bildung-und-Antisemitismus/41812-Print-61812-PDF Du hast Fragen, Anregungen und Ideen? Schreibe uns an: podcast@beratungsnetzwerk-hessen.de Wir bedanken uns herzlich bei dem Team des Medienzentrums der Universitätsbibliothek in Marburg für die großartige Zusammenarbeit sowie für die Bereitstellung der Räumlichkeiten und des Equipments. Das Demokratiezentrum Hessen, Fach- und Geschäftsstelle des Beratungsnetzwerks Hessen - gemeinsam für Demokratie und gegen Rechtsextremismus, wird mit Mitteln des Bundesprogramms "Demokratie leben!" und des Landesprogramms "Hessen - aktiv für Demokratie und gegen Extremismus" gefördert. Die Veröffentlichung stellt keine Meinungsäußerung des HMdIS, des BMBFSFJ oder des BAFzA dar. Für inhaltliche Aussagen tragen die Autorinnen und Autoren die Verantwortung.

  4. 14. Aug.

    SHKs beim Demokratiezentrum

    In dieser Ausgabe von Extreme Zeiten Kompakt geht es um eine Personengruppe, über die im Demokratiezentrum Hessen viel zu selten gesprochen wird: unsere studentischen Hilfskräfte. Aktuell arbeiten fünf SHKs in verschiedenen Projekten mit, von der Zeitschrift Demokratie gegen Menschenfeindlichkeit über den Masterstudiengang Beratung im Kontext Rechtsextremismus bis zum Monitoring-Bericht. Zu Gast ist Leni Schmiedl, die vor rund vier Monaten am DZ angefangen hat und von ihrem Weg nach Marburg, ihren Aufgaben und den Herausforderungen ihrer Arbeit erzählt – inklusive einer besonderen Anekdote: Den Anstoß zu ihrem Studium gab ausgerechnet eine frühere Folge von Extreme Zeiten mit Ursula Birsl zu Rechtsextremismus und Gender. Leni berichtet offen davon, wie bereichernd, aber auch herausfordernd die Arbeit am Monitoring-Bericht sein kann, wenn man sich fortlaufend mit antisemitischen, rassistischen und queerfeindlichen Vorfällen in Hessen auseinandersetzt. Sie spricht außerdem über ihre Zukunftspläne zwischen politischer Bildung, Antidiskriminierungsarbeit und Forschung – und darüber, warum sie dem Demokratiezentrum gerne noch lange erhalten bleiben möchte. Die nächste reguläre Folge mit Angela Fitsch erscheint in zwei Wochen und widmet sich dem Thema Antisemitismus an Schulen. Die besagte Folge mit Ursula Birsl zu Rechtsextremismus und Gender vom 1. August 2024 findet ihr hier: https://beratungsnetzwerk-hessen.de/2024/08/01/rechtsextremismus-und-gender/ Du hast Fragen, Anregungen und Ideen? Schreibe uns an: podcast@beratungsnetzwerk-hessen.de Wir bedanken uns herzlich bei dem Team des Medienzentrums der Universitätsbibliothek in Marburg für die großartige Zusammenarbeit sowie für die Bereitstellung der Räumlichkeiten und des Equipments. Das Demokratiezentrum Hessen, Fach- und Geschäftsstelle des Beratungsnetzwerks Hessen - gemeinsam für Demokratie und gegen Rechtsextremismus, wird mit Mitteln des Bundesprogramms "Demokratie leben!" und des Landesprogramms "Hessen - aktiv für Demokratie und gegen Extremismus" gefördert. Die Veröffentlichung stellt keine Meinungsäußerung des HMdIS, des BMBFSFJ oder des BAFzA dar. Für inhaltliche Aussagen tragen die Autorinnen und Autoren die Verantwortung.

    SHKs beim Demokratiezentrum
  5. 31. Juli

    Wer hilft Opfern? Response!

    Rechte, rassistische und antisemitische Gewalt bleibt in Hessen ein drängendes Problem. Liisa Yasmin Pärssinen, Leiterin der Beratungsstelle Response, spricht über die aktuellen Zahlen aus dem Jahresbericht 2024: 158 Angriffe, 141 neue Beratungen und ein Anstieg von über 30 % gegenüber dem Vorjahr. Sie erklärt, wo diese Gewalt stattfindet, von Schulen über den öffentlichen Nahverkehr bis zum Arbeitsplatz, und wie Response Betroffene begleitet, unabhängig davon, ob es zu einer Anzeige kommt oder nicht. Im Gespräch geht es außerdem um die langfristigen Folgen rechter Anschläge am Beispiel von Hanau, wo Response bis heute Angehörige und Überlebende begleitet, sowie um die Meldeplattform Hessen schaut hin, die Betroffenen und Zeuginnen eine niedrigschwellige Möglichkeit bietet, Vorfälle sichtbar zu machen. Pärssinen spricht offen über die Belastungen der Projektförderlogik, über Empowerment als zentrales Arbeitsprinzip und darüber, was Zeuginnen im Ernstfall konkret tun können. Du hast Fragen, Anregungen und Ideen? Schreibe uns an: podcast@beratungsnetzwerk-hessen.de Wir bedanken uns herzlich bei dem Team des Medienzentrums der Universitätsbibliothek in Marburg für die großartige Zusammenarbeit sowie für die Bereitstellung der Räumlichkeiten und des Equipments. Das Demokratiezentrum Hessen, Fach- und Geschäftsstelle des Beratungsnetzwerks Hessen - gemeinsam für Demokratie und gegen Rechtsextremismus, wird mit Mitteln des Bundesprogramms "Demokratie leben!" und des Landesprogramms "Hessen - aktiv für Demokratie und gegen Extremismus" gefördert. Die Veröffentlichung stellt keine Meinungsäußerung des HMdIS, des BMBFSFJ oder des BAFzA dar. Für inhaltliche Aussagen tragen die Autorinnen und Autoren die Verantwortung.

  6. 30. Juni

    Das Neutralitätsgebot

    In dieser Folge von Extreme Zeiten sprechen wir über das sogenannte Neutralitätsgebot, das die AfD seit Jahren für sich beansprucht, um Lehrkräfte, Demokratiepädagog:innen und zivilgesellschaftliche Organisationen unter Druck zu setzen. Zu Gast ist Manuel Glittenberg, Bildungsreferent bei der Deutschen Gesellschaft für Demokratiepädagogik und geschäftsführender Projektleiter von „Zusammenleben neu gestalten“. Gemeinsam mit Angela Fitsch klärt er, was das parteipolitische Neutralitätsgebot eigentlich besagt, für wen es gilt und warum der Begriff, wie auch die Jugend- und Familienministerkonferenz der Länder 2025 feststellte, irreführend ist. Denn er blendet aus, dass staatliche Akteur:innen gleichzeitig zum Schutz der Menschenwürde und der Grundrechte verpflichtet sind, eine Pflicht, die der Neutralitätspflicht klare Grenzen setzt. Im weiteren Gespräch geht es um die Frage, wie die AfD den Begriff zu einem Kampfbegriff macht, welche Rolle das Mäßigungs- und Zurückhaltungsgebot sowie der Beutelsbacher Konsens mit Überwältigungsverbot, Kontroversitätsgebot und Schülerinnenorientierung für den Schulalltag spielen, und ob Lehrkräfte rassistische Aussagen oder die AfD selbst sachlich kritisieren dürfen. Anhand aktueller Gerichtsurteile, etwa zur Ministerpräsidentin Malu Dreyer und zum Direktor der Gedenkstätte Buchenwald, sowie der gescheiterten kleinen Anfrage der Union zur politischen Neutralität gemeinnütziger Organisationen zeigt Manuel Glittenberg, wie wichtig es ist, sich nicht auf die Begriffsverschiebungen der extremen Rechten einzulassen und stattdessen demokratisches Engagement aktiv zu verteidigen und weiterzuentwickeln. Da der Begriff „Neutralität" auch außerhalb des Bildungswesens durchaus umstritten ist, findet sich hier begleitend zur Folge einige weiterführende Literatur. Rechtswissenschaft Dürig/Herzog/Scholz/Korioth, GG Art. 140 Rn. 31, 108. EL August 2025 (mit Verweis auf Schlaich in Mikat [Hrsg.], Kirche und Staat, 1980, S. 427 ff.; Huster, Die ethische Neutralität, 2002, S. 18 ff., 47 ff.) – zur Geschichte von „Neutralität“ als historisch umstrittenem Kampfbegriff der Moderne. Eckertz, Rainer: Das Bundesverfassungsgericht zur staatlichen Neutralität. Eine Analyse der Rechtsprechung anlässlich der Meldeportale von AfD-Fraktionen, S. 263 – direkt zur AfD-spezifischen Instrumentalisierung: „‘Neutralität’ wird so zu einem Kampfbegriff.“ Erziehungs- und Bildungswissenschaft Vollmer, Theresa / Dintenfelder, Lukas / Potzel, Katrin: Neutralität als Kampfbegriff im aktuellen Kontext der AfD. In: Haltungen. Zugänge aus Perspektiven qualitativer Bildungs- und Biographieforschung. Verlag Barbara Budrich, 2023. Hafeneger, Benno / Jestädt, Hannah / Schwerthelm, Moritz / Schuhmacher, Nils / Zimmermann, Gillian: Die AfD und die Jugend. Wie die Rechtsaußenpartei die Jugend- und Bildungspolitik verändern will. 2020, S. 49. Grenz, Juno: Bildung in Zeiten von Antifeminismus. Eine bildungs- und queertheoretische Diskursanalyse der Debatte um den ‘Bildungsplan 2015’. 2025, S. 52. Religionsverfassungsrecht Schurz, Simon: Vom Staatskirchenrecht zum Religionsverfassungsrecht. Ein Rechtsgebiet und seine gesellschaftlich bedingten Wandlungen in der Bundesrepublik Deutschland. 2025. Schrooten, Jost-Benjamin: Gleichheitssatz und Religionsgemeinschaften. Die gleichheitsrechtliche Behandlung von Religionsgemeinschaften nach den Bestimmungen des Grundgesetzes, der EMRK und der EU-Grundrechte-Charta. 2015. Du hast Fragen, Anregungen und Ideen? Schreibe uns an: podcast@beratungsnetzwerk-hessen.de Wir bedanken uns herzlich bei dem Team des Medienzentrums der Universitätsbibliothek in Marburg für die großartige Zusammenarbeit sowie für die Bereitstellung der Räumlichkeiten und des Equipments. Das Demokratiezentrum Hessen, Fach- und Geschäftsstelle des Beratungsnetzwerks Hessen - gemeinsam für Demokratie und gegen Rechtsextremismus, wird mit Mitteln des Bundesprogramms "Demokratie leben!" und des Landesprogramms "Hessen - aktiv für Demokratie u

  7. 14. Juni

    Kompakt: Studium „Beratung im Kontext Rechtsextremismus"

    Willkommen bei Extreme Zeiten Kompakt – unserem neuen Kurzformat! In wenigen Minuten bringen wir euch regelmäßig Neuigkeiten aus dem Demokratiezentrum Hessen und der Wissenschaft. Moderiert wird das Format von Nora Zado. In der ersten Folge spricht Nora mit Tina Dürr, Studiengangskoordinatorin des berufsbegleitenden Masterstudiengangs „Beratung im Kontext Rechtsextremismus" an der Philipps-Universität Marburg. Der Studiengang qualifiziert Fachkräfte aus der sozialen Arbeit, der politischen Bildung, der Antidiskriminierungsberatung und vielen weiteren Bereichen, wissenschaftlich fundiert und praxisnah. Jetzt im Juni ist das Bewerbungsportal für die zweite Kohorte geöffnet. Das Studium dauert vier Semester, ist berufsbegleitend organisiert. Mehr Infos und Bewerbung: https://www.uni-marburg.de/de/fb21/studium/studiengaenge/master/m-a-beratung-im-kontext-rechtsextremismus Oder hört in die Folge „Studieren gegen Rechts" rein: https://beratungsnetzwerk-hessen.de/2023/10/01/studieren-gegen-rechts/ Du hast Fragen, Anregungen und Ideen? Schreibe uns an: podcast@beratungsnetzwerk-hessen.de Wir bedanken uns herzlich bei dem Team des Medienzentrums der Universitätsbibliothek in Marburg für die großartige Zusammenarbeit sowie für die Bereitstellung der Räumlichkeiten und des Equipments. Das Demokratiezentrum Hessen, Fach- und Geschäftsstelle des Beratungsnetzwerks Hessen - gemeinsam für Demokratie und gegen Rechtsextremismus, wird mit Mitteln des Bundesprogramms "Demokratie leben!" und des Landesprogramms "Hessen - aktiv für Demokratie und gegen Extremismus" gefördert. Die Veröffentlichung stellt keine Meinungsäußerung des HMdIS, des BMBFSFJ oder des BAFzA dar. Für inhaltliche Aussagen tragen die Autorinnen und Autoren die Verantwortung.

    Kompakt: Studium „Beratung im Kontext Rechtsextremismus"
  8. 31. Mai

    Toxisch Reich

    Extremer Reichtum gefährdet die Demokratie – davon ist Sebastian Klein überzeugt. Der Psychologe, Unternehmer und Autor wurde durch den Verkauf der App Blinkist über Nacht zum Multimillionär und entschied sich, 90 Prozent seines Vermögens zu verschenken. In dieser Episode spricht er über die gesellschaftliche Dimension von Geld und Vermögenskonzentration – und darüber, warum er sich als Teil eines Problems sah, das er lieber lösen wollte. Klein erklärt, wie ein unfaires Steuersystem die Falschen schützt, warum Lobbyismus in einer ungleichen Gesellschaft Demokratie untergräbt und weshalb soziale Medien in den Händen einzelner Oligarchen eine „absolute Demokratie-Dystopie" sind. Und er blickt trotz allem optimistisch in die Zukunft: Er ist überzeugt, dass der Finanzmarktkapitalismus eines Tages wie eine gefährliche Verirrung erscheinen wird – wie lange es dauert, weiß er allerdings nicht. Das Buch „Toxisch Reich“ findet ihr hier: https://www.oekom.de/buch/toxisch-reich-9783987261381 Du hast Fragen, Anregungen und Ideen? Schreibe uns an: podcast@beratungsnetzwerk-hessen.de Wir bedanken uns herzlich bei dem Team des Medienzentrums der Universitätsbibliothek in Marburg für die großartige Zusammenarbeit sowie für die Bereitstellung der Räumlichkeiten und des Equipments. Das Demokratiezentrum Hessen, Fach- und Geschäftsstelle des Beratungsnetzwerks Hessen - gemeinsam für Demokratie und gegen Rechtsextremismus, wird mit Mitteln des Bundesprogramms "Demokratie leben!" und des Landesprogramms "Hessen - aktiv für Demokratie und gegen Extremismus" gefördert. Die Veröffentlichung stellt keine Meinungsäußerung des HMdIS, des BMBFSFJ oder des BAFzA dar. Für inhaltliche Aussagen tragen die Autorinnen und Autoren die Verantwortung.

Bewertungen und Rezensionen

5
von 5
6 Bewertungen

Info

„Extreme Zeiten!“, der Podcast des Demokratiezentrums Hessen: Hier sprechen wir einmal im Monat mit Expert*innen und Berater*innen über Einblicke und Hintergründe zu ihrer Arbeit, geben Erfahrungsberichte und Handlungsempfehlungen zu Themen wie Rechtsextremismus, Rassismus, Antisemitismus, Verschwörungen oder gewaltorientierten Islamismus. Wir wollen zum Beispiel wissen, was ist eigentlich Antisemitismus heute oder Antiziganismus? Was tun gegen rechtsextreme Stimmungen in der Schule oder rassistische Parolen am Stammtisch? Was mache ich, wenn mein Kind auf dem rechten Weg ist? Wie rede ich mit Leuten, die an Verschwörungsmythen glauben? Diese und viele andere Fragen - sowie Arbeitsansätze und Analysen aus dem Bereich der Demokratiefeindlichkeit - werden wir hier mit spannenden Gästen aus der Wissenschaft und der Praxis für euch diskutieren - unabhängig von tagespolitischen Konjunkturen. Moderation: Angela Fitsch Redaktion: Nora Zado Musik: „Cloud 1“ von Roland Kah, siehe: https://ronaldkah.de/ Sie haben Anregungen und Ideen? Schreiben Sie uns: podcast@beratungsnetzwerk-hessen.de Das Demokratiezentrum Hessen, Fach- und Geschäftsstelle des Beratungsnetzwerks Hessen - gemeinsam für Demokratie und gegen Rechtsextremismus, wird mit Mitteln des Bundesprogramms "Demokratie leben" und des Landesprogramms "Hessen - aktiv für Demokratie und gegen Extremismus" gefördert. Die Veröffentlichung stellt keine Meinungsäußerung des BMFSFJ oder des BAFzA dar. Für inhaltliche Aussagen tragen die Autorinnen und Autoren die Verantwortung.

Das gefällt dir vielleicht auch