Dem-Schmerz-Gewachsen

Robert Bonnemann

„Dem-Schmerz-Gewachsen” mit Anästhesist und Schmerztherapeut Robert Bonnemann ist Ihr Podcast rund um spezielle Schmerztherapie und Schmerzmedizin. Wir beleuchten aktuelle Forschung, teilen Praxiserfahrungen und erkunden alternative Heilmethoden. Entdecken Sie ganzheitliche Ansätze zur Bewältigung chronischer Schmerzen – für Betroffene und Interessierte.

  1. vor 3 Tagen

    Schmerz neu einordnen: Grenzen, Erwartungen und Alternativen

    Ob ein Vorgehen zu jemandem passt, ist mindestens so wichtig wie die Technik, auch wenn sich nicht vorhersagen lässt, wer profitiert. Diese Folge schließt die Staffel mit der Bilanz: Was kommt realistisch heraus, für wen passt es nicht, und was heißt es, wenn es nicht anschlägt? Im ersten Teil die Beobachtungen, die zusammen für ein empfindlich gewordenes System sprechen, ausdrücklich als Gesprächsstoff und nicht als Selbsttest. Dazu der wichtigste Vorbehalt: Der Regelfall ist die Mischung. Ein empfindliches System und ein tatsächlicher Befund schließen sich nicht aus. Im zweiten Teil die Situationen, in denen etwas anderes vorgeht: eine nicht abgeschlossene Abklärung, Warnzeichen oder fortschreitende Ausfälle, eine unbehandelte schwere Depression, nachwirkende belastende Erfahrungen ohne psychotherapeutische Begleitung, und ein laufendes Renten- oder Anerkennungsverfahren. Im dritten Teil die Bilanz auf drei Achsen: Schmerzstärke, Beeinträchtigung, Angst. Warum sich die letzten beiden nach klinischem Eindruck oft zuerst bewegen, wie die Zahlen aus der Vergleichsuntersuchung einzuordnen sind, warum ihre vollständige Veröffentlichung noch aussteht, und wann die Richtung gewechselt wird. Und die Wege, die in Deutschland verfügbar sind und mit denen zu beginnen dem Standard entspricht: psychologische Schmerztherapie, meist als Verhaltenstherapie, in einer neueren Form auch als Akzeptanz- und Commitment-Therapie mit App auf Rezept; achtsamkeitsbasierte Programme; multimodale Schmerztherapie bei starker Beeinträchtigung. Grundgedanken der Schmerzumbewertung stecken auch in diesen Wegen. Dazu zwei Fragen an Ihre Behandler, mit denen sich prüfen lässt, ob eine Behandlung auf Sie zugeschnitten ist. Für Erwachsene mit chronischem Schmerz, bei denen die ärztliche Abklärung abgeschlossen ist. Dass ein Verfahren bei jemandem nicht greift, sagt nichts über den Menschen und nichts darüber, ob ein anderes greift. Hinweis zur Unabhängigkeit: Ich biete zu diesem Thema selbst ein Bildungsangebot an. Diese Folge verweist nicht darauf und bewirbt es nicht. Die Einordnung folgt der Literatur. Warnzeichen, bei denen eine ärztliche Abklärung Vorrang hat: https://www.deschge.de/massnahmen/warnzeichen/ Hier beginnen, wenn Sie neu sind: die Folgen 03x01 bis 03x03 dieser Staffel. Kapitel dieser Folge: Einleitung. Für wen der Ansatz infrage kommt. Wann etwas anderes vorgeht. Was am Ende dabei herauskommt. Zusammenfassung und Ausblick. Mit dieser Folge endet Staffel 3. Im November geht es weiter, ab dann alle zwei Wochen mit einer neuen Folge. Wenn Ihnen die Folge gefallen hat, abonnieren Sie den Podcast gern. Ausführlicher in Textform: https://www.deschge.de/massnahmen/schmerz-neu-einordnen/fuer-wen-es-passt/ ----more---- Mehr Inhalte, Downloads & Hintergründe: 🌐 https://www.deschge.de/ 📘 Bücher zum Thema: Die Patientenleitfäden zur Schmerzkompass-Reihe stehen unter https://www.deschge.de/buecher/ 🎵 Musik: 🎹 Piano Sonata No. 2 in F major Op. 1b, I bis III. Allegro con Moto 🎼 Steven O'Brien – https://www.steven-obrien.net/ ----more---- ✅ Abonnieren Sie den Podcast, um keine Folge zu verpassen! ⭐ Hinterlassen Sie eine Bewertung, wenn Ihnen die Episode gefallen hat. ----more---- 🛑 RECHTLICHER HINWEIS 📌 Werbung in eigener Sache Diese Folge enthält Verweise auf meine Website und eigene Inhalte. 📚 Medizinische Grundlage Die Inhalte basieren auf aktueller Fachliteratur und klinischer Erfahrung. Keine Aufforderung zur Selbstmedikation. ⚠️ Haftungsausschluss Dieses Video dient der allgemeinen Gesundheitsinformation. Es ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Trotz größter Sorgfalt sind Irrtümer oder Änderungen des Forschungsstands nicht ausgeschlossen. 🔐 Datenschutz Weitere Hinweise (z. B. Datenschutz, Impressum): siehe Kanalprofil.

    Schmerz neu einordnen: Grenzen, Erwartungen und Alternativen
  2. 13. Okt.

    Zurückholen, was weggefallen ist: in kleinen Stufen

    Eine Getränkekiste heben, eine Stunde im Auto sitzen, ein Treffen mit Freunden zusagen: Bei chronischen Schmerzen können solche Dinge nach und nach aus dem Alltag verschwinden. Diese Folge erklärt, wie der Kreis, in dem sich das Leben bewegt, wieder größer werden kann, und warum das an der Größe der Schritte hängt und nicht am Mut. Der Ausgangspunkt: Vermeidung kann kurzfristig Schmerz verhindern oder verringern, und hält gerade dadurch die Befürchtung dahinter am Leben, weil die Erfahrung ausbleibt, dass das Befürchtete nicht eintritt. Daraus folgt kein „Sie müssen sich nur mehr bewegen". Bewegung ist eine von mehreren Stellschrauben, und an Tagen mit starken Schmerzen bleibt Schonung richtig. Im Fokus steht das praktische Vorgehen: eine Liste dessen, was Sie meiden, sortiert nach dem Unbehagen beim Gedanken daran und nicht nach dem erwarteten Schmerz. Eine erste Stufe, die so klein ist, dass sie an einem durchschnittlichen Tag gelingt. Und die Frage, die danach zählt: Ist eingetreten, was Sie befürchtet hatten? Macht eine Stufe mehr Schmerz als erwartet, nehmen Sie eine kleinere Variante. Das ist Dosierung und kein Versagen. Enthalten ist außerdem die Abgrenzung zum Pacing aus Folge 02x18: Pacing regelt, wie viel Sie von etwas tun, die Annäherung holt zurück, was Sie meiden. Beides verträgt sich, mit zwei Unterschieden, die die Folge erklärt. Nachtrag zu Folge 02x18 (Stand 12.10.2026): Dort hieß es, die Pacing-Menge nach ein bis zwei stabilen Wochen zu steigern. Der DSG-Standard ist inzwischen vorsichtiger: frühestens nach zwei bis drei Wochen ohne Verschlechterung am Folgetag. Beide Werte sind Faustregeln, keine Studienergebnisse. Ist es am Folgetag noch deutlich schlechter, lassen Sie das ärztlich abklären, bevor Sie weitermachen. Zur Sicherheit: An Tagen mit starkem Schmerz wird keine Stufe angegangen. Ein bekanntes Ziehen, das stärker ist als sonst, ist kein Abbruchgrund, solange es im leichten bis mittleren Bereich bleibt; wird es stark, beenden Sie die Stufe für diesen Tag. Bleiben die Beschwerden über Stunden deutlich verstärkt, gehen Sie zu einer kleineren Variante zurück; sind sie am nächsten Tag noch deutlich stärker, lassen Sie das ärztlich abklären, bevor Sie weitermachen. Bei einschießendem Schmerz, neuer Taubheit, Kraftlosigkeit in Arm oder Bein, Schwindel oder deutlich andersartigen Beschwerden brechen Sie ab und lassen es ärztlich abklären, bei Zeichen eines Notfalls über den Notruf 112. Auch bei starker Angst oder belastenden Erinnerungen hören Sie auf. Für Erwachsene mit chronischem Schmerz, bei denen die ärztliche Abklärung abgeschlossen ist. Bei bekannten Belastungsgrenzen besprechen Sie die Stufen vorher mit Ihrem Arzt oder Ihrer Physiotherapie. Bei einer unbehandelten schweren Depression kommt zuerst die Behandlung; ein laufendes Renten- oder Anerkennungsverfahren ist ein Anlass, die Stufen vorher ärztlich zu besprechen. Mehr dazu in Folge 03x12. Vorlage zum Ausdrucken, Liste und erste Stufe: https://www.deschge.de/downloads/zurueckholen-liste.pdf Warnzeichen, bei denen eine ärztliche Abklärung Vorrang hat: https://www.deschge.de/massnahmen/warnzeichen/ Hier beginnen, wenn Sie neu sind: die Folgen 03x01 bis 03x03 dieser Staffel. Die Idee steht in 03x09, die Übung in 03x10. Kapitel dieser Folge: Einleitung. Was Vermeidung wirklich schützt. Eine Reihenfolge bauen. Klein anfangen. Wann aufhören, wann warten. Pacing und Annäherung. Zusammenfassung und Ausblick. Wenn Ihnen die Folge gefallen hat, abonnieren Sie den Podcast gern. Ausführlicher in Textform: https://www.deschge.de/massnahmen/schmerz-neu-einordnen/zurueck-in-bewegung/ ----more---- Mehr Inhalte, Downloads & Hintergründe: 🌐 https://www.deschge.de/ 📘 Bücher zum Thema: Die Patientenleitfäden zur Schmerzkompass-Reihe stehen unter https://www.deschge.de/buecher/ 🎵 Musik: 🎹 Piano Sonata No. 2 in F major Op. 1b, I bis III. Allegro con Moto 🎼 Steven O'Brien – https://www.steven-obrien.net/ ----more---- ✅ Abonnieren Sie den Podcast, um keine Folge zu verpassen! ⭐ Hinterlassen Sie eine Bewertung, wenn Ihnen die Episode gefallen hat. ----more---- 🛑 RECHTLICHER HINWEIS 📌 Werbung in eigener Sache Diese Folge enthält Verweise auf meine Website und eigene Inhalte. 📚 Medizinische Grundlage Die Inhalte basieren auf aktueller Fachliteratur und klinischer Erfahrung. Keine Aufforderung zur Selbstmedikation. ⚠️ Haftungsausschluss Dieses Video dient der allgemeinen Gesundheitsinformation. Es ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Trotz größter Sorgfalt sind Irrtümer oder Änderungen des Forschungsstands nicht ausgeschlossen. 🔐 Datenschutz Weitere Hinweise (z. B. Datenschutz, Impressum): siehe Kanalprofil.

    Zurückholen, was weggefallen ist: in kleinen Stufen
  3. 6. Okt.

    Hinsehen ohne Angst: die Übung hinter der Schmerzumbewertung

    Zwischen dem Satz, eine Empfindung sei ungefährlich, und der Erfahrung, dass sie es ist, liegt ein erheblicher Abstand. Diese Folge erklärt die Übung, mit der dieser Abstand geschlossen werden soll: die Aufmerksamkeit auf die schmerzende Stelle richten und dabei die Einordnung verändern. Im Fokus stehen die drei Bestandteile der Haltung, in der geübt wird: neugieriges Beschreiben statt Kontrolle, die ausdrückliche Einordnung als ungefährlich, und eine Spur Beiläufigkeit. Keiner der drei trägt allein, auch die Beiläufigkeit nicht, so fehl am Platz sie zunächst wirkt. Dazu die vier Verwechslungen, in die die Übung leicht kippt, ohne dass man es merkt: Sie ist keine Entspannungsübung, keine Ablenkung, kein Mittel gegen den Schmerz und kein positives Denken. Und die Bedingung, ohne die aus der Übung ein Durchhalten gegen den Schmerz wird: An Tagen mit starkem Schmerz wird nicht geübt. Ein bekanntes Ziehen ist kein Abbruchgrund, solange es nicht stark wird. Bei einschießendem Schmerz, neuer Taubheit, Kraftlosigkeit in Arm oder Bein, Schwindel oder deutlich andersartigen Beschwerden brechen Sie ab und lassen es ärztlich abklären, bei Zeichen eines Notfalls über den Notruf 112. Auch bei starker Angst oder belastenden Erinnerungen hören Sie auf; wer unter Traumafolgen leidet, klärt vorher mit seinem Arzt oder Psychotherapeuten, ob die Übung passt. In den Studien war die Übung Teil einer angeleiteten Behandlung; ob sie für sich allein wirkt, ist nicht untersucht. Wer in Behandlung ist und dort ein anderes Vorgehen vereinbart hat, spricht die Übung vorher dort an. Für Erwachsene mit chronischem Schmerz, bei denen die ärztliche Abklärung abgeschlossen ist. Für wen das Vorgehen nicht passt oder warten sollte, etwa bei einer unbehandelten schweren Depression oder während eines laufenden Renten- oder Anerkennungsverfahrens, ist Thema der Folge 03x12. Wenn sich zunächst wenig verändert, ist das der Normalfall und kein Zeichen, dass Sie etwas falsch machen. Hinweis zur Unabhängigkeit: Ich biete zu diesem Thema selbst ein Bildungsangebot an. Diese Folge verweist nicht darauf und bewirbt es nicht. Die Einordnung folgt der Literatur. Warnzeichen, bei denen eine ärztliche Abklärung Vorrang hat: https://www.deschge.de/massnahmen/warnzeichen/ Hier beginnen, wenn Sie neu sind: die Folgen 03x01 bis 03x03 dieser Staffel. Die Idee hinter dieser Übung steht in Folge 03x09. Kapitel dieser Folge: Einleitung. Neugier, Sicherheit, Leichtigkeit. Was die Übung nicht ist. Wann nicht geübt wird. Zusammenfassung und Ausblick. Wenn Ihnen die Folge gefallen hat, abonnieren Sie den Podcast gern. Ausführlicher in Textform: https://www.deschge.de/massnahmen/schmerz-neu-einordnen/hinsehen-ohne-angst/ ----more---- Mehr Inhalte, Downloads & Hintergründe: 🌐 https://www.deschge.de/ 📘 Bücher zum Thema: Die Patientenleitfäden zur Schmerzkompass-Reihe stehen unter https://www.deschge.de/buecher/ 🎵 Musik: 🎹 Piano Sonata No. 2 in F major Op. 1b, I bis III. Allegro con Moto 🎼 Steven O'Brien – https://www.steven-obrien.net/ ----more---- ✅ Abonnieren Sie den Podcast, um keine Folge zu verpassen! ⭐ Hinterlassen Sie eine Bewertung, wenn Ihnen die Episode gefallen hat. ----more---- 🛑 RECHTLICHER HINWEIS 📌 Werbung in eigener Sache Diese Folge enthält Verweise auf meine Website und eigene Inhalte. 📚 Medizinische Grundlage Die Inhalte basieren auf aktueller Fachliteratur und klinischer Erfahrung. Keine Aufforderung zur Selbstmedikation. ⚠️ Haftungsausschluss Dieses Video dient der allgemeinen Gesundheitsinformation. Es ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Trotz größter Sorgfalt sind Irrtümer oder Änderungen des Forschungsstands nicht ausgeschlossen. 🔐 Datenschutz Weitere Hinweise (z. B. Datenschutz, Impressum): siehe Kanalprofil.

    Hinsehen ohne Angst: die Übung hinter der Schmerzumbewertung
  4. 29. Sept.

    Kann man Schmerz neu einordnen?

    Schmerzumbewertung, im englischen Original Pain Reprocessing Therapy, setzt an einer Stelle an, die leicht übersehen wird: an dem, was man aus einer Schmerzempfindung schließt. Wer lange Schmerzen hat, wird vorsichtig, und daraus kann ein Kreislauf aus Schmerz, Sorge und wachsender Empfindlichkeit werden. Diese Folge erklärt die Idee dahinter. Die Empfindung wird nicht kleingeredet, sondern anders eingeordnet: nicht mehr automatisch als Zeichen, dass gerade Gewebe geschädigt wird, sondern als Meldung eines empfindlich gewordenen Nervensystems. Dazu gehören zwei Abgrenzungen: Das ist kein positives Denken, und es heißt nicht, der Schmerz sei psychisch. Im Fokus steht der Blick auf die Daten: warum eine sehr große Zahl aus günstigen Bedingungen stammt, warum die kleinere aus dem faireren Vergleich kommt und warum die noch fehlende Vollpublikation genau dieser Untersuchung die Aussage begrenzt. Dazu die Wege, die in Deutschland verfügbar und gut untersucht sind: psychologische Schmerztherapie, meist als Verhaltenstherapie oder als Akzeptanz- und Commitment-Therapie (auch als App auf Rezept), achtsamkeitsbasierte Programme und bei starker Beeinträchtigung die multimodale Schmerztherapie. Für Erwachsene mit chronischem Schmerz, bei denen die ärztliche Abklärung abgeschlossen ist und die verstehen möchten, woran dieser Ansatz hängt. Wenn der Ansatz nicht anschlägt, sagt das nichts über den Menschen und nichts darüber, ob ein anderer Weg trägt. Hinweis zur Unabhängigkeit: Ich biete zu diesem Thema selbst ein Bildungsangebot an. Diese Folge verweist nicht darauf und bewirbt es nicht. Die Einordnung der Datenlage folgt der Literatur. Warnzeichen, bei denen eine ärztliche Abklärung Vorrang hat: https://www.deschge.de/massnahmen/warnzeichen/ Hier beginnen, wenn Sie neu sind: die Folgen 03x01 bis 03x03 dieser Staffel. Kapitel dieser Folge: Einleitung. Die Idee. Was dazu untersucht ist. Warum eine Erklärung allein nicht reicht. Zusammenfassung und Ausblick. Wenn Ihnen die Folge gefallen hat, abonnieren Sie den Podcast gern. Ausführlicher in Textform: https://www.deschge.de/massnahmen/schmerz-neu-einordnen/ ----more---- Mehr Inhalte, Downloads & Hintergründe: 🌐 https://www.deschge.de/ 📘 Bücher zum Thema: Die Patientenleitfäden zur Schmerzkompass-Reihe stehen unter https://www.deschge.de/buecher/ 🎵 Musik: 🎹 Piano Sonata No. 2 in F major Op. 1b, I bis III. Allegro con Moto 🎼 Steven O'Brien – https://www.steven-obrien.net/ ----more---- ✅ Abonnieren Sie den Podcast, um keine Folge zu verpassen! ⭐ Hinterlassen Sie eine Bewertung, wenn Ihnen die Episode gefallen hat. ----more---- 🛑 RECHTLICHER HINWEIS 📌 Werbung in eigener Sache Diese Folge enthält Verweise auf meine Website und eigene Inhalte. 📚 Medizinische Grundlage Die Inhalte basieren auf aktueller Fachliteratur und klinischer Erfahrung. Keine Aufforderung zur Selbstmedikation. ⚠️ Haftungsausschluss Dieses Video dient der allgemeinen Gesundheitsinformation. Es ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Trotz größter Sorgfalt sind Irrtümer oder Änderungen des Forschungsstands nicht ausgeschlossen. 🔐 Datenschutz Weitere Hinweise (z. B. Datenschutz, Impressum): siehe Kanalprofil.

    Kann man Schmerz neu einordnen?
  5. 22. Sept.

    Biopsychosozial: was belegt ist und was fehlt

    Biopsychosozial ist eines der meistgesagten Wörter der Schmerzmedizin. Gemeint ist, dass an einem anhaltenden Schmerz Körper, Erleben und Lebensumstände zugleich beteiligt sind. Diese Folge fragt, was daran belegt ist und was in der Praxis daraus geworden ist. Der Kern des Modells trägt: Schmerz lässt sich nicht am Gewebe ablesen, und wie jemand seinen Schmerz einordnet, ist einer von mehreren Faktoren, die den weiteren Verlauf beeinflussen. Auf diesem Rahmen bauen konkrete Behandlungen auf, die zu den am besten untersuchten des Fachs gehören. Die interdisziplinäre multimodale Schmerztherapie, psychologische Verfahren mit eigenständiger Wirkung, und eine Behandlung, die sich am vorab eingeschätzten Risiko orientiert. Offen bleibt die Gewichtung. Das Modell benennt drei Ebenen, es sagt aber nicht, wann welche führt. Diese Lücke wird in der Praxis häufig mit dem gefüllt, was ohnehin getan wird, die soziale Ebene fällt dabei zuerst aus, und im ungünstigsten Fall wird aus einem fehlenden körperlichen Befund eine psychische Erklärung. Die Folge endet deshalb mit drei Fragen, mit denen Sie im Gespräch prüfen können, ob aus dem Etikett eine Entscheidung geworden ist. Für alle, die den Begriff schon oft gehört haben, ohne dass er ihnen etwas gesagt hätte. Warnzeichen, bei denen eine ärztliche Abklärung angezeigt ist: https://www.deschge.de/massnahmen/warnzeichen/ Kapitel dieser Folge: Was das Modell behauptet. Was daraus geworden ist. Wo es offen bleibt. Zusammenfassung und Ausblick. Wenn Ihnen die Folge gefallen hat, abonnieren Sie den Podcast gern. Ausführlicher in Textform: https://www.deschge.de/grundlagen/schmerzmodelle/ ----more---- Mehr Inhalte, Downloads & Hintergründe: 🌐 https://www.deschge.de/ 📘 Bücher zum Thema: Die Patientenleitfäden zur Schmerzkompass-Reihe stehen unter https://www.deschge.de/buecher/ 🎵 Musik: 🎹 Piano Sonata No. 2 in F major Op. 1b, I bis III. Allegro con Moto 🎼 Steven O'Brien – https://www.steven-obrien.net/ ----more---- ✅ Abonnieren Sie den Podcast, um keine Folge zu verpassen! ⭐ Hinterlassen Sie eine Bewertung, wenn Ihnen die Episode gefallen hat. ----more---- 🛑 RECHTLICHER HINWEIS 📌 Werbung in eigener Sache Diese Folge enthält Verweise auf meine Website und eigene Inhalte. 📚 Medizinische Grundlage Die Inhalte basieren auf aktueller Fachliteratur und klinischer Erfahrung. Keine Aufforderung zur Selbstmedikation. ⚠️ Haftungsausschluss Dieses Video dient der allgemeinen Gesundheitsinformation. Es ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Trotz größter Sorgfalt sind Irrtümer oder Änderungen des Forschungsstands nicht ausgeschlossen. 🔐 Datenschutz Weitere Hinweise (z. B. Datenschutz, Impressum): siehe Kanalprofil.

    Biopsychosozial: was belegt ist und was fehlt
  6. 15. Sept.

    Schmerz und Angst: Warum Vorsicht vernünftig ist und was sie kostet

    Wer nach einer schmerzhaften Bewegung vorsichtiger wird, macht nichts falsch. Das ist eine eingebaute Schutzreaktion und kein persönliches Versagen. Diese Folge ordnet ein, was daraus über Monate und Jahre werden kann, und warum das für chronisch Betroffene ein Thema ist, obwohl es den Verlauf nicht vorhersagt. Wir schauen darauf, wie der Kreislauf funktioniert: Schmerz löst Sorge und Aufmerksamkeit aus, das Nervensystem kann empfindlicher eingestellt bleiben, und daraus folgt mehr Schmerz. Im Fokus steht dabei eine genaue Einordnung der Forschungslage. Die Angst vor Bewegung sagt im Fenster von etwa der vierten Woche bis zum dritten Monat voraus, ob jemand an seinen Arbeitsplatz zurückfindet; bei bereits chronischem Schmerz sagen solche Überzeugungen den weiteren Verlauf überwiegend nicht mehr voraus. Der Satz, die Schmerzen kämen von der Angst, ist ausdrücklich nicht die Aussage dieser Folge. Der Schmerz ist real, unabhängig davon, was jemand darüber denkt. Außerdem geht es darum, wie der Handlungsraum schrumpft, vom Bücken über das Heben und den Einkauf bis zur abgesagten Verabredung, und warum der Weg zur Beeinträchtigung im Alltag mindestens so viel über das kleiner gewordene Leben laufen dürfte wie über die verlorene Kraft; um die Frage, warum sich eine Befürchtung nicht von selbst korrigiert, wenn die Bewegung gar nicht mehr stattfindet; und um die Einschränkung, ohne die das alles gefährlich wäre: Daraus folgt kein Schonungsverbot. An schlechten Tagen bleibt Zurücknehmen richtig, und bei ausstrahlenden Schmerzen mit Kraftverlust, bei Warnzeichen oder während einer laufenden Abklärung ist Vorsicht sachgerecht. Die Folge gehört zum Mechanik-Block der dritten Staffel und richtet sich an Menschen mit chronischen Schmerzen und ihre Angehörigen. Warnzeichen, bei denen eine ärztliche Abklärung Vorrang hat: https://dem-schmerz-gewachsen.de/massnahmen/warnzeichen/ Wege zurück in den Beruf, von der stufenweisen Wiedereingliederung bis zur Teilhabe: https://dem-schmerz-gewachsen.de/massnahmen/sozialmedizin-beruf/ ----more---- Mehr Inhalte, Downloads & Hintergründe: 🌐 https://www.deschge.de/ ----more---- 📘 Bücher zum Thema: Die Patientenleitfäden zur Schmerzkompass-Reihe stehen unter https://www.deschge.de/buecher/ 🎵 Musik: 🎹 Piano Sonata No. 2 in F major Op. 1b, I bis III. Allegro con Moto 🎼 Steven O’Brien – https://www.steven-obrien.net/ ----more---- ✅ Abonnieren Sie den Podcast, um keine Folge zu verpassen! ⭐ Hinterlassen Sie eine Bewertung, wenn Ihnen die Episode gefallen hat. ----more---- 🛑 RECHTLICHER HINWEIS 📌 Werbung in eigener Sache Diese Folge enthält Verweise auf meine Website und eigene Inhalte. 📚 Medizinische Grundlage Die Inhalte basieren auf aktueller Fachliteratur und klinischer Erfahrung. Keine Aufforderung zur Selbstmedikation. ⚠️ Haftungsausschluss Dieses Video dient der allgemeinen Gesundheitsinformation. Es ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Trotz größter Sorgfalt sind Irrtümer oder Änderungen des Forschungsstands nicht ausgeschlossen. 🔐 Datenschutz Weitere Hinweise (z. B. Datenschutz, Impressum): siehe Kanalprofil.

    Schmerz und Angst: Warum Vorsicht vernünftig ist und was sie kostet
  7. 8. Sept.

    MRT-Befund und Schmerz: Warum Bilder oft nicht erklären, was weh tut

    Verschleiß der Bandscheiben im MRT, ein schmaler gewordener Gelenkspalt im Röntgenbild: Da ist etwas zu sehen, und damit scheint die Ursache gefunden. So eindeutig ist der Zusammenhang aber oft nicht. Der Befund stimmt fast immer. Als Erklärung für den Schmerz stimmt er oft nicht. Diese Folge zeigt, warum beides gleichzeitig wahr sein kann. Im ersten Teil, welche Frage ein Bild am besten beantwortet, nämlich die nach Bruch, Entzündung, Tumor oder Druck auf das Rückenmark, und welche es nicht beantwortet. Daraus abgeleitet, wann ein Bild sinnvoll ist, welches Verfahren zu welcher Frage gehört und wann eine Wiederholung nichts Neues bringt. Und die Richtung, die im Alltag oft verkehrt herum läuft: Ein Befund bekommt seine Bedeutung erst dadurch, dass er zum Beschwerdebild passt. Im zweiten Teil, was man findet, wenn man Menschen ohne Beschwerden untersucht: Verschleiß, vorstehende Bandscheiben, Knorpelschäden und Sehnenveränderungen, mit deutlicher Alterslogik. Bewusst ohne Prozentzahlen, weil die je nach Studie erheblich schwanken. Und die Zweiteilung, ohne die die Botschaft kippt: die häufigen Befunde, die wenig erklären, und die selteneren, die sehr wohl erklären. Im dritten Teil die Sprache der Befunde. Warum diese Wörter fachlich richtig sind und trotzdem wie ein Schadensbericht klingen, und was die Forschung dazu wirklich hergibt: Belegt ist die Wirkung auf Überzeugungen und Behandlungswünsche, nicht die Wirkung auf den Schmerz selbst. Zum Schluss zwei Fragen, die Sie im nächsten Gespräch stellen können. Für Erwachsene mit chronischem Schmerz, bei denen die ärztliche Abklärung abgeschlossen ist, und für Angehörige. Warnzeichen, bei denen eine ärztliche Abklärung Vorrang hat: https://www.deschge.de/massnahmen/warnzeichen/ Hier beginnen, wenn Sie neu sind: die Folgen 03x01 bis 03x03 dieser Staffel. Kapitel dieser Folge: Einleitung. Welche Frage ein Bild beantwortet. Was man bei Menschen ohne Schmerzen findet. Die Sprache der Befunde. Zusammenfassung und Ausblick. Wenn Ihnen die Folge gefallen hat, abonnieren Sie den Podcast gern. ----more---- Mehr Inhalte, Downloads & Hintergründe: 🌐 https://www.deschge.de/ 📘 Zum Weiterlesen: Das Thema dieser Folge ist ausführlich behandelt in „Schmerzen im unteren Rücken“. Übersicht aller Bände: https://www.deschge.de/buecher/ 🎵 Musik: 🎹 Piano Sonata No. 2 in F major Op. 1b, I bis III. Allegro con Moto 🎼 Steven O'Brien – https://www.steven-obrien.net/ ----more---- ✅ Abonnieren Sie den Podcast, um keine Folge zu verpassen! ⭐ Hinterlassen Sie eine Bewertung, wenn Ihnen die Episode gefallen hat. ----more---- 🛑 RECHTLICHER HINWEIS 📌 Werbung in eigener Sache Diese Folge enthält Verweise auf meine Website und eigene Inhalte. 📚 Medizinische Grundlage Die Inhalte basieren auf aktueller Fachliteratur und klinischer Erfahrung. Keine Aufforderung zur Selbstmedikation. ⚠️ Haftungsausschluss Dieses Video dient der allgemeinen Gesundheitsinformation. Es ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Trotz größter Sorgfalt sind Irrtümer oder Änderungen des Forschungsstands nicht ausgeschlossen. 🔐 Datenschutz Weitere Hinweise (z. B. Datenschutz, Impressum): siehe Kanalprofil.

    MRT-Befund und Schmerz: Warum Bilder oft nicht erklären, was weh tut
  8. 1. Sept.

    Zentrale Sensibilisierung, wenn das Nervensystem empfindlicher wird

    Wer chronische Schmerzen hat, kennt das: Etwas Kleines passiert und der Schmerz, der danach kommt, steht in keinem Verhältnis zum Auslöser. Ein Vorgang, der dahinterstecken kann, heißt zentrale Sensibilisierung, und er gehört zu den Mechanismen, an denen sich die moderne Schmerzmedizin neu ausgerichtet hat. Diese Folge erklärt ihn so, dass die Erklärung trägt: was sich im Rückenmark und im Gehirn verschiebt, und wie sich das im Alltag anfühlt, von der schmerzhaften Berührung über diffuse Schmerzbereiche bis zur Empfindlichkeit gegen Licht und Lärm. Drei Punkte stehen im Vordergrund. Erstens ist der Vorgang gut belegt, es gibt aber keinen Test, der ihn beim einzelnen Menschen misst. Zweitens heißt eine erhöhte Empfindlichkeit nicht, dass im Gewebe nichts ist: Häufig besteht eine Ursache fort und die Verstärkung kommt dazu. Und drittens ist das Nervensystem veränderbar, ohne dass sich seriös sagen ließe, wie weit und wie schnell. Die Folge ist der dritte Baustein des Fundament-Blocks der Staffel und die Referenz für alle späteren Folgen, die auf Sensibilisierung verweisen. ----more---- Mehr Inhalte, Downloads & Hintergründe: 🌐 https://www.deschge.de/ ----more---- 📘 Bücher zum Thema: Die Patientenleitfäden zur Schmerzkompass-Reihe stehen unter https://www.deschge.de/buecher/ 🎵 Musik: 🎹 Piano Sonata No. 2 in F major Op. 1b, I bis III. Allegro con Moto 🎼 Steven O'Brien – https://www.steven-obrien.net/ ----more---- ✅ Abonnieren Sie den Podcast, um keine Folge zu verpassen! ⭐ Hinterlassen Sie eine Bewertung, wenn Ihnen die Episode gefallen hat. ----more---- 🛑 RECHTLICHER HINWEIS 📌 Werbung in eigener Sache   Diese Folge enthält Verweise auf meine Website und eigene Inhalte.   📚 Medizinische Grundlage   Die Inhalte basieren auf aktueller Fachliteratur und klinischer Erfahrung.   **Keine Aufforderung zur Selbstmedikation.** ⚠️ Haftungsausschluss   Dieses Video dient der allgemeinen Gesundheitsinformation.   Es ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung.   Trotz größter Sorgfalt sind Irrtümer oder Änderungen des Forschungsstands nicht ausgeschlossen. 🔐 Datenschutz   Weitere Hinweise (z. B. Datenschutz, Impressum): siehe Kanalprofil.

    Zentrale Sensibilisierung, wenn das Nervensystem empfindlicher wird

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