Pricing Friends

Dr. Sebastian Voigt

“Pricing Friends” ist ein Interviewformat, in dem Sebastian Voigt mit führenden Unternehmenslenkern und weiteren spannenden Persönlichkeiten über sein Lieblingsthema “Pricing” spricht. Das sind keine "Fachidiotengespräche" – Sebastian und seine Gäste liefern vielfältige Perspektiven und Anekdoten, um das komplexe Thema Pricing auf eine verständliche und unterhaltsame Weise zu präsentieren. Dem "schweren", analytischen Thema Pricing verleiht er eine gewisse Leichtigkeit und adressiert die Hörer informativ und unterhaltend. Der “Pricing Friends” Podcast erscheint ab Donnerstag, 11. Januar 2024, immer donnerstags um 5:55 Uhr. ÜBER DR. SEBASTIAN VOIGT Dr. Sebastian Voigt ist Partner sowie Mitglied der Geschäftsleitung der Axel Springer hy GmbH und verantwortlich für die Pricing and Sales Business Unit. Sebastian studierte Wirtschaftsinformatik und promovierte an der TU Darmstadt zu Monetarisierungsstrategien von digitalen Marktplätzen. Seit über 15 Jahren entwickelt er profitable digitale Geschäftsmodelle. Er arbeitete u.a. als Director bei der Unternehmensberatung Simon-Kucher & Partners, leitete die Projektteams der Investmentholding von Axel Springer und nahm operative Führungspositionen innerhalb von Bertelsmann und ProSiebenSat1 ein. Connect via LinkedIn Pricing Friends Website

  1. VOR 18 STD.

    Handelsblatt und Pricing mit Wiebke Meeder: Wie baut man ein Medienhaus vom Abo-Modell zur Plattform um? (#111)

    Wie steuert man Pricing, wenn Journalismus, Events, Communities und B2B-Geschäft zusammenwachsen? In dieser Folge von Pricing Friends spricht Sebastian Voigt mit Wiebke Meeder, CMO der Handelsblatt Media Group, über Subscription-Modelle, Preislogiken und den Umbau eines Medienhauses zur Wirtschaftsplattform. Das Handelsblatt setzt auf klar differenzierte Angebote statt eines einheitlichen Abos. Drei Digitalprodukte erfüllen unterschiedliche Funktionen: Standard treibt Volumen, Premium stabilisiert über das E-Paper den Bestandswert, Business adressiert Tiefe und B2B-Nutzung. Kurzfristige 1-Euro-Trials spielen eine untergeordnete Rolle. Stattdessen dominieren rabattierte 12-Monats-Abos mit 30 bis 40 Prozent Nachlass, um den Subscription Lifetime Value zu erhöhen und Nutzer früh zu filtern. Preisdifferenzierung erfolgt datenbasiert nach Nutzung, Endgerät und Abschlusswahrscheinlichkeit. Vertrauen markiert dabei die Grenze jeder Dynamik. Parallel diversifiziert die Handelsblatt Media Group ihr Geschäftsmodell. Rund die Hälfte der Erlöse stammt aus Events, Memberships und New Business. Communities wie der KI-Circle sowie geplante CMO- und CFO-Formate verbinden Inhalte, Netzwerke und Veranstaltungen. Im B2B-Geschäft wird Account-Sharing aktiv adressiert, um Lizenzmodelle sauber zu monetarisieren. Perspektivisch sieht Meeder Potenzial in daten- und analysebasierten Lizenzmodellen, da generative KI die Archivfunktion des offenen Netzes schwächt und verlässliche historische Daten an Wert gewinnen. Über den Gast Wiebke Meeder ist Chief Marketing Officer der Handelsblatt Media Group und verantwortet Marketing und Vertrieb für Handelsblatt und WirtschaftsWoche. Zuvor war sie unter anderem bei der Süddeutschen Zeitung, beim SPIEGEL und bei Amazon tätig und arbeitete dort an digitalen Abo- und Publisher-Modellen. Ihr Fokus liegt auf Subscription-Wachstum und der Weiterentwicklung journalistischer Geschäftsmodelle.

    50 Min.
  2. 5. FEB.

    Eisbären und Pricing mit Marten Schumacher

    Wie verkauft man eine Arena mit 14.200 Plätzen zu 99 % Auslastung, ohne Rabattschlachten? In dieser besonderen Videofolge von Pricing Friends sind wir nicht im Studio, sondern mitten in der Uber Arena. Während die Eisbären Berlin ihr Morning Skate absolvieren, spricht Sebastian Voigt mit Marten Schumacher, Senior Director Ticketing bei den Eisbären Berlin, über ein Ticketpricing-System, das bewusst anders funktioniert als klassische Topspiel-Logiken. Statt „großer Gegner gleich hoher Preis“ setzen die Eisbären auf Nachfrage, Timing und Zielgruppen. Über 7.000 Dauerkarteninhaber füllen fast die Hälfte der Arena. Wer früh bucht, erhält den besten Preis. Späte Buchungen sind teurer, Frühentscheider werden nicht benachteiligt. Im Eishockey zählen weiche Faktoren stärker als im Fußball. Wochentag, Uhrzeit und Publikumsmix beeinflussen die Zahlungsbereitschaft. Freitag bedeutet höhere Nachfrage, Sonntag mehr Familien und geringere Zahlungsbereitschaft. Der Gegner spielt eine Rolle, aber nicht die zentrale. Die Fankurve bleibt preisstabil. Rund 2.000 Stehplätze sind dauerhaft von Preiserhöhungen ausgenommen. Einstiegspreise beginnen bei 18 Euro, Premium-Tickets liegen bei bis zu 85 Euro, Suiten bei rund 280 Euro. Die Preise werden vor der Saison festgelegt und nicht nach unten korrigiert. Es gibt keine Last-Minute-Rabatte und keine Panikmechaniken. Wer sich früh entscheidet, soll den besten Preis bekommen. Seit Corona ist dieses Modell auch wirtschaftlich tragfähig. Die Uber Arena ist ganzjährig ausgelastet. Neben den Eisbären spielen Alba Berlin, dazu kommen Konzerte und internationale Events. Das Eis bleibt liegen, wird abgedeckt und funktioniert selbst bei Shows und Großveranstaltungen. Am 25. Februar 2026 veranstalten die Eisbären Berlin ihren ersten Business-Spieltag inklusive Eisbären-Summit in der Uber Arena. Weitere Informationen und Buchung findet Ihr hier. Über den Gast Marten Schumacher ist Senior Director Ticketing bei den Eisbären Berlin. Er verantwortet Ticketumsatz, Budget und Ticketing-Strategie bei den Eisbären Berlin in der Uber Arena mit 14.200 Plätzen und gehört zur Anschutz Entertainment Group.

    56 Min.
  3. 29. JAN.

    KI und Pricing mit Laura Lewandowski: Wie nutze ich KI zur Recherche und zur Unterstützung meiner Preisentscheidungen? (#109)

    KI wird oft als Abkürzung verstanden. Schneller schreiben, schneller rechnen, schneller veröffentlichen. In dieser Folge spricht Dr. Sebastian Voigt mit Laura Lewandowski darüber, warum genau diese Erwartung problematisch ist. Laura arbeitet täglich mit KI, ihre Friends nennen sie „AI Queen“. Trotzdem sagt sie klar, dass Disziplin und Erfolg wie ein Muskel sind, den man trainieren muss. Niemand habe Lust, Preise sauber durchzurechnen oder einen Artikel von Grund auf zu schreiben. Mit KI glaube man oft, sich diese Arbeit sparen zu können. Genau dort beginne das Problem. Ein zentrales Thema der Folge ist Mindset. Laura sagt offen, dass man sich jetzt mit KI beschäftigen muss, sonst gibt es den eigenen Job vielleicht bald gar nicht mehr. Entscheidend sei aber nicht Tool-Wissen, sondern die Haltung dahinter. Neugier, Freude am Ausprobieren und die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen. KI sei ein Werkzeug, kein Ersatz für Denken. Besonders deutlich wird das beim Thema Content. Laura sagt, dass Intellectual Property das ist, was Inhalte in Zukunft wirklich outstanding macht. Wer das Internet nach Trends durchsucht, bleibt Mitläufer und wird niemals Trendsetter. KI kann strukturieren und beschleunigen. Eine eigene Perspektive entwickelt sie nicht. Auch Pricing spielt eine Rolle. Laura spricht darüber, wie sie über faire und psychologisch sinnvolle Preise nachdenkt und warum das mittlere Paket oft das eigentliche Ziel ist. Über den Gast Laura Lewandowski ist Journalistin, Unternehmerin und Investorin. Sie ist Gründerin des Newsletters Smart Chiefs und des KI-Wissensformats AI Americano, mit dem sie Unternehmen beim Aufbau eines tragfähigen KI-Mindsets unterstützt. Zuvor arbeitete sie unter anderem als dpa-Journalistin, Kolumnistin bei Business Insider, Podcasterin und NGO-Reporterin in Ostafrika. Weitere Stationen waren Google, der Bayerische Rundfunk, die Deutsche Welle sowie UFA und MESH Collective. Laura ist bekannt für ihren Brückenschlag zwischen Journalismus, Entrepreneurship und Künstlicher Intelligenz.

    1 Std. 3 Min.
  4. 22. JAN.

    Einkauf und Pricing mit Gerd Kerkhoff: Warum scheitern gute Preisstrategien oft im Einkauf? (#108)

    Warum orientieren sich Unternehmen bei zentralen Entscheidungen immer noch am niedrigsten Preis, obwohl sie selbst nicht über Billigkeit gewinnen wollen? Dr. Sebastian Voigt spricht mit Gerd Kerkhoff über die Spannungsfelder zwischen Einkauf, Pricing und Wertschöpfung und über die Denkfehler, die entstehen, wenn Kostenoptimierung isoliert betrachtet wird. Gerd Kerkhoff beschreibt Einkauf als Disziplin, die weit über Verhandeln und Sparen hinausgeht. Anhand zahlreicher Anekdoten aus Beratungsprojekten zeigt er, wie Entscheidungen entstehen, wenn Transparenz fehlt oder Verantwortung über den Preis delegiert wird. Besonders bei Beraterauswahl werde häufig der günstigste Anbieter gewählt, obwohl allen Beteiligten klar sei, dass Erfahrung, Umsetzungskraft und Wirkung entscheidend sind. Wenn ein Projekt dann scheitert, sei der niedrige Preis kein Argument, sondern ein schlechtes Alibi. Unternehmen, so Kerkhoff, müssten dieselben Maßstäbe anlegen, die sie auch für ihre eigenen Produkte und Preise gelten lassen. Das Gespräch spannt den Bogen von harten Einkaufsverhandlungen über Cost Engineering und Machtverhältnisse bis hin zu Beispielen aus dem Profifußball, in denen Emotion, Status und Preislogik aufeinandertreffen. Ob Beraterhonorare, Lieferanten, die ihre eigenen Kosten nicht kennen, oder Persönlichkeiten wie Uli Hoeneß – immer wieder wird deutlich, dass Einkauf vor allem bedeutet, Kostenstrukturen zu verstehen, Wirkungen einzuordnen und bewusste Entscheidungen zu treffen. Einsparungen im Einkauf verlieren ihren Wert, wenn sie durch falsches Pricing oder schlechte Umsetzung wieder aufgezehrt werden. Wert entsteht erst dann, wenn Einkauf und Pricing gemeinsam gedacht werden. Über den Gast Gerd Kerkhoff ist Gründer von Kerkhoff Consulting und einer der bekanntesten Experten für Einkauf, Supply Chain und Verhandlungsstrategien im deutschsprachigen Raum. Seit vielen Jahren berät er Unternehmen bei der Optimierung von Einkaufs- und Wertschöpfungsstrukturen und verbindet operative Einkaufslogik mit einem klaren Fokus auf Wirkung und Value Creation.

    1 Std. 7 Min.
  5. 15. JAN.

    Pricing Friends for Kids mit Clarissa Corrêa da Silva: Wie verstehen Kinder Preise, Geld und Wert? (#107)

    Wie Kinder Preise wahrnehmen und was sie über Geld, Wert und Fairness lernen, zeigt sich lange bevor sie rechnen können. Es zeigt sich im Alltag, auf dem Schulhof, wenn ein Kind das neue Smartphone hat und ein anderes nicht, beim Taschengeld oder im Supermarkt, wenn zwei ähnliche Produkte unterschiedlich viel kosten. Dr. Sebastian Voigt spricht mit Clarissa Corrêa da Silva, bekannt aus Wissensformaten wie Wissen macht Ah! und Die Sendung mit der Maus, über Preisverständnis aus Kinderperspektive und darüber, wie Eltern diese Gespräche begleiten können, ohne zu belehren. Clarissa beschreibt Preise als Regeln, die Orientierung geben und Entscheidungen erleichtern. Geld hat das frühere Tauschen von Waren ersetzt und Werte vergleichbar gemacht. So entstand ein gemeinsames System, das den Alltag strukturiert und das Kinder oft intuitiv verstehen, lange bevor sie es benennen können. Im Gespräch wird deutlich, wie sich diese Logik im Alltag zeigt, etwa im Übergang vom Verhandeln zu festen Preisen oder in psychologischen Effekten wie 1,99 Euro. Auch die Frage, warum Markenprodukte häufig teurer sind als No-Name-Waren, obwohl sie teils aus derselben Produktion stammen, wird eingeordnet. Am Beispiel des Dönerpreises erläutert Clarissa, wie Inflation wirkt und warum Preise steigen, wenn Kosten für Energie, Löhne oder Rohstoffe zunehmen. Auch der rechtliche Rahmen spielt eine Rolle. Der Taschengeldparagraf (§ 110 BGB) erlaubt Kindern, kleinere Einkäufe selbst zu tätigen, setzt aber klare Grenzen bei größeren Verpflichtungen. Taschengeld wird so zu einem Übungsfeld, in dem Kinder Prioritäten setzen, Entscheidungen treffen und ein Gefühl für Wert entwickeln. Im Preis der Woche geht es um die Erhöhung des Kindergeldes um fünf Euro ab Januar 2026. Im Pricing Fail um die Anhebung des Deutschlandtickets auf 63 Euro. Über den Gast Clarissa Corrêa da Silva ist Journalistin, Moderatorin und Regisseurin mit Schwerpunkt Wissens- und Bildungsformate. Sie arbeitet für ARD, WDR, MDR, KiKA und ARTE und entwickelt Inhalte, die komplexe gesellschaftliche und wirtschaftliche Themen verständlich und alltagsnah vermitteln. Credits Cover: Foto © Polina Ivanova

    1 Std. 1 Min.
  6. 8. JAN.

    People Development und Pricing mit Stefan Peukert: Wie wird Weiterbildung individuell, messbar und KI-getrieben? (#106)

    Wie verändert sich People Development, wenn Lernen nicht mehr aus statischem Content besteht, sondern sich stärker an Rolle, Bedarf und Ziel der Mitarbeitenden orientiert? Dr. Sebastian Voigt spricht mit Stefan Peukert, Gründer und CEO von Masterplan, über die Zukunft von Corporate Learning, den Einsatz von KI und die Konsequenzen für Pricing-Modelle. Stefan beschreibt KI als das „Bicycle for the brain“. KI verstärkt kognitive Fähigkeiten und macht Lernen wirksamer, wenn sie gezielt im Kontext eingesetzt wird. Entscheidend ist nicht Technologie um der Technologie willen, sondern die konkrete Weiterentwicklung von Menschen. Ein zentrales Thema der Folge ist Stefans These, dass generischer Content an Bedeutung verliert. Lernen werde sich zunehmend individualisieren. Statt fixer Kurse rücken personalisierte Lernpfade und KI-gestützte Szenarien in den Mittelpunkt. Auch das Geschäftsmodell wird diskutiert. Das Pricing bei Masterplan orientiert sich im Kern an zwei Faktoren: der Anzahl der Nutzerinnen und Nutzer sowie dem thematischen Zugang. Weiterbildung ist damit bewusst niedrigschwellig bepreist – häufig günstiger als zwei Tassen Kaffee pro Mitarbeitendem und Monat – und wird dennoch oft unterschätzt. Im Preis der Woche geht es um günstige Hühnersuppe, im Pricing Fail um stark schwankende Flugpreise bei kurzfristigen Buchungen. Über den Gast Stefan Peukert ist Gründer und CEO von Masterplan. Zuvor gründete er unter anderem ausbildung.de und meinpraktikum.de. Mit Masterplan entwickelt er eine Plattform für modernes Corporate Learning, die von Unternehmen wie Volkswagen, Otto und E.ON genutzt wird. Seit 2025 ist Masterplan Teil der Amadeus Fire Group.

    50 Min.
  7. 18.12.2025

    Baumärkte und Pricing mit Jan Michael Schulte: Wie steuert OBI Preise für 50.000 Marktartikel und gleichzeitig ein sechsstelliges Online-Sortiment? (#105)

    Wie setzt ein Baumarkt Preise, wenn allein ein Markt bis zu 50.000 Artikel führt und online mehrere hunderttausend Produkte dazukommen? Dr. Sebastian Voigt spricht mit Jan Michael Schulte, VP Pricing bei OBI, über die Mechaniken hinter einem Handelssystem, das jeden Tag zwischen Preistransparenz, Sortimentsbreite und operativer Umsetzbarkeit balanciert. Jan erklärt, wie OBI sein Pricing in den vergangenen Jahren professionalisiert hat – von einfachen Setups hin zu einem datenbasierten Ansatz mit länderübergreifenden Prozessen, automatisierten Vorschlagslogiken und dem Rollout elektronischer Preisschilder. Dabei wird deutlich, wie unterschiedlich Preissensitivitäten im Baumarkt ausfallen, welche Rolle Eigenmarken im Vergleich zu Markenartikeln spielen und wie Rundungslogiken, Gebindegrößen, lokale Aktionen und Franchise-Strukturen in die Preisgestaltung hineinwirken. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Frage, wie OBI Preiswirkungen sauber diagnostiziert: warum KI vor allem für Mustererkennung relevant ist, welche Faktoren Preisveränderungen überlagern können und wie kanalübergreifend Kundinnen und Kunden heute unterwegs sind – von Marktbesuchen bis zur HeyOBI-App. Im Preis der Woche geht es um die ungewöhnliche Logik großer Champagnergebinde, im Pricing Fail um die zunehmende Zersplitterung von Streaming-Abos. Über den Gast Jan Michael Schulte ist Vice President Pricing bei OBI und seit fast sieben Jahren im Unternehmen tätig. Er verantwortet den Aufbau und die Weiterentwicklung des internationalen Pricing-Teams, das heute für neun europäische Länder arbeitet. Zuvor war er fast acht Jahre bei Oliver Wyman in der Retail- und Consumer-Goods-Praxis tätig, zuletzt als Principal. Frühere Stationen führten ihn unter anderem an die Universität Münster und zur Hannover Rück.

    50 Min.
  8. 11.12.2025

    KI-Bilderkennung und Pricing mit Anna Lukasson-Herzig: Wie bepreist man visuelle Suche – vom E-Commerce bis zur Maschinenausfallzeit? (#104)

    Was passiert, wenn „Suche" nicht mehr bedeutet, Worte einzutippen – sondern einfach ein Foto zu machen? In dieser Folge spricht Dr. Sebastian Voigt mit Anna Lukasson-Herzig, CEO & Gründerin von nyris, über visuelle Suche als Interface: im Retail geht es um Experience und Conversion, in der Industrie um Prozesse, Ersatzteile und Ausfallzeiten. Dabei wird klar: Der Nutzen (und damit auch das Pricing) hängt stark vom konkreten Use Case ab. Anna erklärt, warum visuelle Suche in manchen Kategorien hervorragend funktioniert – und warum andere naheliegende Use Cases (wie Fashion) scheitern. Gleichzeitig zeigt sie, wie nyris früh auf Skalierung gesetzt hat und warum in solchen Systemen nicht nur Modellqualität zählt, sondern vor allem Geschwindigkeit und robuste Integration in reale Workflows. Im Gespräch geht es außerdem um konkrete Pricing-Mechaniken: API-Calls als Value Driver, Paketlogiken, Sockel/Lizenzmodelle zur Abbildung von Setup-Aufwand – und die Herausforderung, dass der tatsächliche Sales- und Setup-Aufwand je Kunde oft erst spät sichtbar wird. Über den Gast Anna Lukasson-Herzig ist CEO & Gründerin von nyris. Sie baut mit nyris eine visuelle Suchmaschine, die Unternehmen hilft, Produkte und Ersatzteile per Bild schneller zu identifizieren – besonders in Industrie und Handel. nyris sitzt in Berlin und Düsseldorf und ist in über 50 Ländern aktiv. Anna hat Ingenieurwesen an der RWTH Aachen studiert und in der Promotion im Bereich Prozessautomatisierung früh mit KI-Methoden für visuelle Messdaten gearbeitet.

    48 Min.
5
von 5
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“Pricing Friends” ist ein Interviewformat, in dem Sebastian Voigt mit führenden Unternehmenslenkern und weiteren spannenden Persönlichkeiten über sein Lieblingsthema “Pricing” spricht. Das sind keine "Fachidiotengespräche" – Sebastian und seine Gäste liefern vielfältige Perspektiven und Anekdoten, um das komplexe Thema Pricing auf eine verständliche und unterhaltsame Weise zu präsentieren. Dem "schweren", analytischen Thema Pricing verleiht er eine gewisse Leichtigkeit und adressiert die Hörer informativ und unterhaltend. Der “Pricing Friends” Podcast erscheint ab Donnerstag, 11. Januar 2024, immer donnerstags um 5:55 Uhr. ÜBER DR. SEBASTIAN VOIGT Dr. Sebastian Voigt ist Partner sowie Mitglied der Geschäftsleitung der Axel Springer hy GmbH und verantwortlich für die Pricing and Sales Business Unit. Sebastian studierte Wirtschaftsinformatik und promovierte an der TU Darmstadt zu Monetarisierungsstrategien von digitalen Marktplätzen. Seit über 15 Jahren entwickelt er profitable digitale Geschäftsmodelle. Er arbeitete u.a. als Director bei der Unternehmensberatung Simon-Kucher & Partners, leitete die Projektteams der Investmentholding von Axel Springer und nahm operative Führungspositionen innerhalb von Bertelsmann und ProSiebenSat1 ein. Connect via LinkedIn Pricing Friends Website

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