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Psycho-Vision

Fortbildungen für Psychotherapeuten - wir reden darüber! Jeden Donnerstag eine neue Folge mit News aus der Forschung und Psychotherapie.

  1. Gefangen im Swipe – Wenn die Suche nach Liebe zum Burnout führt

    19. MÄRZ

    Gefangen im Swipe – Wenn die Suche nach Liebe zum Burnout führt

    In dieser Folge tauchen wir tief in die Psychologie des modernen Online-Datings ein. Während Apps wie Tinder und Co. versprechen, die Partnersuche zu erleichtern, berichten immer mehr Nutzer von tiefer Erschöpfung, Leere und einem Zustand, den die Wissenschaft als „Online-Dating-Burnout“ bezeichnet.Wir analysieren die Faktoren, die dieses Phänomen antreiben: Warum führt die scheinbar unendliche Auswahl an Profilen oft zu Überlastung statt zu Glück? Wir sprechen über den sogenannten „Choice-Overload-Effect“, den Suchtcharakter der Swiping-Logik und die psychischen Folgen von Ghosting und ständiger Unverbindlichkeit. Anhand von Fallbeispielen beleuchten wir, wie sich Betroffene wie in einem „Robotermodus“ fühlen und welche individuellen Risikofaktoren, wie etwa bestimmte Bindungsstile, die Erschöpfung begünstigen können.Doch es gibt Auswege: Wir stellen wirksame Interventionsmöglichkeiten vor – von kognitiven Umstrukturierungen und digitaler Achtsamkeit bis hin zu praktischen Tipps für ein gesundes Energiemanagement in der digitalen Dating-Welt. Eine unverzichtbare Analyse für alle, die sich im digitalen Dschungel der Beziehungsanbahnung manchmal verloren fühlen. --------------------------------------------------------------------Quelle: Aretz, W., & Ehrenberg, K. (2024). Online-Dating-Burnout: Entstehungsfaktoren und Interventionsmaßnahmen. PiD - Psychotherapie im Dialog, 25(03), 45–48. doi:10.1055/a-2192-1038

    25 Min.
  2. Psychotherapie vs. Antidepressiva: Was hilft wirklich langfristig? Ein Deep Dive in die Studienlage

    5. MÄRZ

    Psychotherapie vs. Antidepressiva: Was hilft wirklich langfristig? Ein Deep Dive in die Studienlage

    In dieser Episode gehen wir einer der wichtigsten Fragen der modernen Mental-Health-Forschung auf den Grund: Wie nachhaltig sind die Erfolge von Psychotherapie im Vergleich zu einer rein medikamentösen Behandlung? Während die Akutwirkung beider Verfahren bei Depressionen gut belegt ist, zeigt der Blick auf die Langzeitdaten – bis zu sechs Jahre nach Therapieende – ein differenzierteres Bild. Wir diskutieren die Ergebnisse eines systematischen Reviews von 13 randomisierten kontrollierten Studien. Dabei beleuchten wir den sogenannten „Carry-over-Effekt“: Warum führt Psychotherapie, insbesondere die kognitive Verhaltenstherapie, zu signifikant niedrigeren Rückfallraten? Wir besprechen, warum das Erlernen von Bewältigungsstrategien und Fertigkeiten einen entscheidenden Vorteil gegenüber der reinen Symptombekämpfung durch Medikamente bietet und warum Kombinationsbehandlungen oft die besten Ergebnisse erzielen. Zudem werfen wir kritische Fragen auf: Werden Patienten ausreichend über die fehlende Nachhaltigkeit von Antidepressiva aufgeklärt? Und was bedeutet die aktuelle Studienlage für die zukünftige Gestaltung von Behandlungsleitlinien? Eine unverzichtbare Folge für alle, die verstehen wollen, was eine Behandlung wirklich nachhaltig macht. Quelle: Voderholzer, U., & Barton, B. (2016). Langfristige Wirkung von Psychotherapie bei nichtchronischen Depressionen: Ein systematisches Review von Studien im Vergleich mit Pharmakotherapie. Verhaltenstherapie, 26, 108–115. DOI: 10.1159/000446674

    15 Min.
2,1
von 5
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