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Katholische Akademie in Bayern

Dokumentierte Vielfalt hören von Veranstaltungen der Katholischen Akademie in Bayern. Referate, Diskussionen und Gespräche zu Themen, die Kirche und Gesellschaft interessieren: Expertinnen und Experten haben das Wort.

  1. vor 41 m

    Michael Blume: Immer noch und immer wieder Antisemitismus - Was heißt das für jüdisches Leben in Deutschland?

    Antisemitismus ist wieder eine beständige Herausforderung der Gegenwart – offen oder subtil, laut oder leise, teilweise in neuen Formen wiederkehrend. In Deutschland, mehr als 80 Jahre nach der Shoah, erleben Jüdinnen und Juden Antisemitismus im Alltag, in politischen Debatten, im digitalen Raum und nicht zuletzt im Kontext internationaler Konflikte. Die Frage, was das immer noch und immer wieder vorhandene antisemitische Denken und Handeln für jüdisches Leben in Deutschland bedeutet, ist daher von zentraler gesellschaftlicher Relevanz. Doch nicht nur Jüdinnen und Juden, auch Antisemitismusbeauftragte verschiedener Bundesländer begegnen selbst aufgrund ihrer Arbeit Antisemitismus. Dazu sagt Samuel Stern, der bei der Bildungsstätte Anne Frank in Frankfurt den Kooperationsverbund gegen Antisemitismus leitet, dass ihn das nicht wundere: „Bei Antisemitismus geht es in den meisten Fällen nicht um real existierende Jüdinnen und Juden, auch wenn diese die primären Betroffenen sind, sondern um ein Zerrbild dessen, was man sich als ,jüdisch‘ vorstellt. Dieses antisemitische Konstrukt kann sich gegen alles richten, was entsprechend markiert oder wahrgenommen wird.“ (FAZ, 16.1.2026) Dr. Michael Blume, der Antisemitismusbeauftragte in Baden-Württemberg, der selbst auch schon zum Ziel von Bedrohungen wurde, warnt an derselben Stelle davor, judenfeindliche Reden und digitale Gewalt zu verharmlosen. Wer Hass und Hetze nicht rechtzeitig stoppe, trage zur „Radikalisierung von Verschwörungsgläubigen bis zur Gewaltbereitschaft“ bei. Mit Michael Blume wollen wir diskutieren, was der wieder zunehmende Antisemitismus für jüdisches Leben in Deutschland heißt und was jede:r dagegen tun kann. Er referierte zum Thema 'Immer noch und immer wieder Antisemitismus - Was heißt das für jüdisches Leben in Deutschland?' am 10.3.2026 in der Katholischen Akademie in Bayern.

    46 Min.
  2. vor 47 m

    Gespräch zum Thema 'Rechtsextreme im Pfarrgemeinderat? Die Lage nach den Wahlen'

    Der diesjährige März ist ein Superwahlmonat in Bayern – am 1. März finden die Pfarrgemeinderatswahlen statt, bereits eine Woche später, am 8. März 2026 die Kommunalwahlen. Beide Ereignisse werfen bereits seit Wochen ihre Schatten voraus. Was davon nun Spekulation bleibt und was neue Realität sein wird, das soll am Mittwoch, 25. März 2026 in einer Online-Veranstaltung der Reihe „Akademiegespräch am Mittag“ diskutiert werden. Unter dem Titel „Rechtsextreme im Pfarrgemeinderat? Die Lage nach den Wahlen“ geht es um eine Analyse und Einordnung der bayernweiten Wahlergebnisse. Vor Ort stehen die gewählten Mitglieder in den kommunalen Parlamenten und den Pfarrgemeinderäten vielfach vor ähnlichen Herausforderungen: zurückgehende finanzielle Mittel und die Frage nach dem Umgang mit Rechtsextremen – um nur zwei zu benennen. Die Forschung hat in den vergangenen Jahren zielführende Strategien und Verfahrensweisen für Parlamente vorgelegt, die sich in der Praxis als wirksam erwiesen haben. Was davon auch für kirchliche Gremien adaptierbar ist, will diese Veranstaltung aufzeigen. Heute zu Gast: Christian Gärtner ist Vorsitzender des Landeskomitees der Katholiken in Bayern sowie Vizepräsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken. Er kennt die Situation der Ehrenamtlichen vor Ort in den bayerischen Pfarrgemeinden und kann die Ergebnisse der PGR-Wahlen 2026 einordnen. Jan Riebe leitet das Kompetenzzentrum Rechtsextremismus und Demokratieschutz bei der Amadeu Antonio Stiftung in Berlin und ist Experte für Extremismusprävention. Er wird Strategien zum Umgang mit Rechten in Gremien und Parlamenten vorstellen. Das Gespräch moderiert Akademiedirektor Dr. Achim Budde.

    59 Min.
  3. vor 3 Tagen

    Gespräch zum Thema 'Wertorientierte Entwicklungszusammenarbeit und wirtschaftliche Interessen'

    Geopolitischer Wandel, wirtschaftliche Abhängigkeitsverhältnisse und neue Technologien machen eine Neuordnung der Entwicklungszusammenarbeit unabdingbar. Zwischen diesen Bewegungen drohen nachhaltige Entwicklungsziele und das Streben nach globaler und sozialer Gerechtigkeit zerrieben zu werden. Die Anfang 2026 veröffentlichte Strategie zur Neuorientierung der deutschen Entwicklungspolitik zielt vor allem darauf, Partnerschaften an den eigenen geopolitischen und wirtschaftlichen Interessen auszurichten. Gleichzeitig eröffnen die dynamischen wirtschaftlichen und technologischen Entwicklungen einen Handlungsraum, der das Verhältnis von Wertorientierung und ökonomischen Interessen neu verhandelt: – Wie lassen sich wirtschaftliche Kooperationen fair gestalten? – Wo können neue Allianzen – etwa mit Unternehmen oder entlang globaler Lieferketten – zu mehr Stabilität beitragen? – Was kann die strategische Neuausrichtung des Entwicklungsministeriums zu einer solidarischen, wertorientierten und nachhaltigen Entwicklungszusammenarbeit beitragen? Das Podiumsgespräch bringt Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik zusammen, um die Thematik aus unterschiedlichen Perspektiven zu analysieren und zu diskutieren (v.l.n.r. in der Sitzordnung): Christoph Angerbauer, Mitglied der Hauptgeschäftsführung, IHK für München und Oberbayern Dr. Wolfgang Stefinger, MdB, Vorsitzender des Ausschusses für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung Dr. Maria Flachsbarth, Parlamentarische Staatssekretärin a.D. beim Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung Karin Kortmann, Parlamentarische Staatssekretärin a.D. Hubertus Paetow, Präsident der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG). In das Thema leitete ein: Prof. Dr. Dr. Johannes Wallacher, Präsident der Hochschule für Philosophie München Moderation: Dr. Maria Flachsbarth. Das Gespräch zum Thema 'Wertorientierte Entwicklungszusammenarbeit und wirtschaftliche Interessen' fand am 29.4.2026 in der Aula der Hochschule für Philosophie in München statt.

    1 Std. 33 Min.
  4. 20. Mai

    Gespräch zum Thema 'Entwicklungszusammenarbeit unter Druck'

    Globale Krisen erschüttern die Entwicklungszusammenarbeit – und die Folgen sind dramatisch: Zuerst die Pandemie, dann der Ausfall ukrainischer Getreidelieferungen und zuletzt die Sperrung der Straße von Hormus haben Versorgungsketten weltweit ins Wanken gebracht. Gleichzeitig brechen zentrale Geldgeber weg: Die USA haben unter Präsident Donald Trump die Entwicklungsbehörde USAID aufgelöst – ein Schritt, den Expert:innen als „Todesurteil für Millionen Menschen“ bezeichnen. Finanzierungslücken treffen vor allem Gesundheit, Ernährungssicherung und Demokratieförderung, während sich viele Länder des Globalen Südens neuen Partnern wie China oder Russland zuwenden. Was bedeutet all das für die Zukunft der Entwicklungszusammenarbeit? Welche neuen Allianzen entstehen – und welche Risiken bringen sie mit sich? Wie können lokale Initiativen – wie die „Learning Lions“ – trotz globaler Schocks erfolgreich sein? Welche Chancen bieten private Initiativen gegenüber knapperer staatlicher Finanzierung? Was unterscheidet sie in ihrer Herangehensweise? Und welche Art Engagement von uns als Kirchen und Privatpersonen hier in Deutschland ist besonders hilfreich? Unsere Veranstaltung zeigt die Brennpunkte der internationalen Zusammenarbeit – die mutigen Projekte und die überraschenden Erfolgsrezepte – und fragt, wie eine gerechte, nachhaltige Entwicklung in einer Welt im Umbruch gelingen kann. Zu Gast: Prinz Ludwig von Bayern engagiert sich vielfältig in der Entwicklungshilfe in Afrika. Sein Projekt „Learning Lions“ ist eine gemeinnützige Organisation in Kenia, die kostenlose IT-Ausbildungen für junge Erwachsene anbietet. Dr. Gerd Müller ist seit 2021 Generaldirektor der Organisation der Vereinten Nationen für industrielle Entwicklung (UNIDO). Von 2013 bis 2021 war er bereits Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Das Gespräch am 6.5.2026 führte Akademiedirektor Dr. Achim Budde.

    1 Std.
  5. 19. Mai

    Gespräch im "Digitalen Salon" zum Thema 'Was macht das Netz mit mir und was kann ich dagegen tun?'

    Digitaler Salon: Was macht das Netz mit mir und was kann ich dagegen tun? Über digitale Meinungsbildung, Desinformation und Abhängigkeiten Es gibt nichts, was nicht per Smartphone abrufbar ist: tagesaktuelle Nachrichten, das Wetter, Katzenvideos, komplett individualisierte Apps. Da das Smartphone immer greifbar ist, nutzen wir es auch ständig und begeben uns auf die Suche nach Orientierung oder Unterhaltung. Viele Menschen verbringen dadurch sehr viel Zeit online und werden abhängig von Likes, Followern und endlosem Scrollen. Was bleibt vom Versprechen digitaler Medien, zur umfassenden Information und Meinungsbildung beizutragen? Werden wir zwangsläufig manipuliert und abhängig, wenn wir digitale Geräte mit ihren Apps nutzen? Der „Digitale Salon“ von acatech und Katholischer Akademie in Bayern fragt deshalb: Wie breiten sich Informationen im Internet und speziell in Social Media aus? Welche Inhalte werden mir (auch ungewollt) aufgrund welcher Algorithmen angezeigt? Welche neuronalen Effekte hat das permanente Starren auf Bildschirme? Und was kann ich selbst tun, um mich gegen Desinformation, Manipulation und Abhängigkeit zu schützen? Das Gespräch im "Digitalen Salon" mit: Apl.-Prof. Dr. Julia Brailovskaia, Prof. Dr. Claudia Eckert, Kerstin Heinemann zum Thema 'Was macht das Netz mit mir und was kann ich dagegen tun?' fand am 4.11.2025 in der Katholischen Akademie in Bayern statt.

    1 Std. 27 Min.

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