Alles klar, Amerika?

Die Tamedia-Korrespondenten berichten über Politik und Alltag in Amerika. Während und abseits der Präsidentschaftswahlen.

  1. 2D AGO

    Reist Trump als Bittsteller nach China?

    Die Männer an der Spitze der beiden weltweit grössten Volkswirtschaften treffen sich: US-Präsident Trump reist in die chinesische Hauptstadt Peking, wo er von Machthaber Xi Jinping erwartet wird. 2017 war Donald Trump während seiner ersten Amtszeit schon einmal dort. Geplant sind laut Weissem Haus eine Willkommenszeremonie und ein bilaterales Meeting. Dann soll es einen gemeinsamen Besuch des Tempels des Himmels in Peking geben, gefolgt von einem Staatsbankett. Bevor Trump am Freitag wieder abreist, soll er morgens mit Xi Tee trinken und weitere Gespräche mit ihm führen. Trumps Besuch beim grossen strategischen Rivalen erfolgt zu einem aussenpolitisch schwierigen Zeitpunkt. «Wir führen einen Krieg, ohne einen Grund dafür nennen zu können, verlieren ihn und verschleiern unsere Niederlage mit genozidaler und apokalyptischer Propaganda», sagt Historiker Timothy Snyder, ein dezidierter Kritiker der Regierung Trump, auf dem US-Portal «Substack». Snyder diagnostiziert den Niedergang der USA und spricht gar vom «Selbstmord einer Supermacht». Trumps Politik bedeute «eine systematische Aushöhlung der amerikanischen Macht durch die Amerikaner selbst». Trifft es zu, dass die USA gerade ihren Status als Supermacht einbüssen, während China im Aufwind ist? Wird Trumps Irankrieg zum Symbol dieses Niedergangs? Und wem gehört angesichts des Gipfeltreffens in Peking die Zukunft, der Autokratie oder doch der Demokratie? Darüber unterhält sich Christof Münger, Leiter des Ressorts International, mit dem langjährigen USA-Korrespondenten Martin Kilian in einer neuen Folge des USA-Podcasts «Alles klar, Amerika?». Kilian lebt in Charlottesville, Virginia. Produktion: Jacqueline Wechsler und Noah Fend Mehr USA-Berichterstattung finden Sie auf unserer Webseite und in den Apps.  Den «Tages-Anzeiger» können Sie 3 Monate zum Preis von 1 Monat testen: tagiabo.ch. Feedback, Kritik und Fragen an: podcasts@tamedia.ch   Hosted by Simplecast, an AdsWizz company. See pcm.adswizz.com for information about our collection and use of personal data for advertising.

    35 min
  2. MAY 6

    Gefährdet Trump die Pressefreiheit?

    Die «Washington Post» hat einen Pulitzerpreis gewonnen. Sie wurde ausgezeichnet für ihre Berichterstattung über den drastischen Kahlschlag in US-Bundesbehörden unter Präsident Donald Trump. In den USA gilt der Pulitzerpreis als höchste Auszeichnung für journalistische Arbeiten. Die Medien stehen in den USA Donald Trumps politisch unter Druck. Trump hat die Medien bereits in seiner ersten Amtszeit als «Feinde des Volkes» bezeichnet. Bei der Rhetorik belässt er es nicht. So hat die Regierung zum Beispiel die staatlichen Gelder für die öffentlichen Rundfunksender NPR und PBS gekürzt. Ausserdem haben Journalistinnen und Journalisten zum Pentagon nur begrenzten Zugang. Das schlägt sich im neuen Ranking der Pressefreiheit der «Reporter ohne Grenzen» nieder. Die USA liegen noch auf Platz 64, sie sind im Vergleich zum Vorjahr um sieben Ränge zurückgefallen. Vor den USA liegen Länder wie Botswana und Liberia.  Wie wichtig sind die Pulitzerpreise angesichts von Trumps Medienpolitik? Ist dessen Strategie der Diffamierung der Medien erfolgreich? Und wie ist es eigentlich, als Korrespondentin aus der Schweiz in Trumps Amerika zu arbeiten? Darüber unterhält sich Christof Münger, Leiter des Ressorts International, mit Charlotte Walser in Washington, D.C. Produzentin: Jacky Wechsler Hier geht's zur Rangliste der Pressefreiheit 2026 (Reporter ohne Grenzen)   Mehr zum Thema: Nach Haus­durch­such­ung durch FBI – Jury setzt ein Zeichen für die Pressefreiheit Jeff Bezos macht sich der Feigheit vor dem Präsidenten schuldig Superreiche kaufen Medien «An Pressekonferenzen werden Lügen verbreitet, die Journalisten einfach weitergeben» Kimmel, Colbert, «New York Times»: Trumps Feldzug gegen die Medien   Mehr USA-Berichterstattung finden Sie auf unserer Webseite und in den Apps.  Den «Tages-Anzeiger» können Sie 3 Monate zum Preis von 1 Monat testen: tagiabo.ch. Feedback, Kritik und Fragen an: podcasts@tamedia.ch   Hosted by Simplecast, an AdsWizz company. See pcm.adswizz.com for information about our collection and use of personal data for advertising.

    36 min
  3. APR 29

    Nach Attentatsversuch und Royal-Besuch: Kann Trump sein Image aufpolieren?

    Vergangenes Wochenende kam es zu einem Attentatsversuch auf den US-Präsidenten und seine Regierung anlässlich des Korrespondenten-Dinners in Washington. Trump trat anschliessend vor die Medien und sprach ungewohnt staatsmännisch davon, Republikaner und Demokraten, Konservative, Liberale und Progressive sollen ihre Differenzen friedlich austragen. Nur einen Tag später empfing der US-Präsident hohen Besuch aus Grossbritannien, einem traditionellen Alliierten, mit dem die USA seit dem Zweiten Weltkrieg durch die sogenannte Special Relationship verbunden sind. Eigentlich, denn aktuell ist diese Beziehung eher angeschlagen. Der Besuch von Charles III. und Königin Camilla in Washington diente deshalb der Beziehungspflege. Unterwürfig trat der König indes nicht auf. Trump wiederum wollte vom Glanz der Royals profitieren. Der auch bei seiner Maga-Basis unbeliebte Irankrieg und die hohen Benzinpreise drücken auf seine Umfragewerte. Gemäss «New York Times» ist die Ablehnung aktuell auf dem höchsten Stand in Trumps zweiter Amtszeit. Kann Trump mit seinen Auftritten nach dem Attentatsversuch und beim Galadinner mit Charles und Camilla die Umfragewerte verbessern? Und was hat es mit den kursierenden Verschwörungstheorien in Bezug auf das Attentatsversuch auf sich? Darüber unterhält sich Christof Münger, Leiter des Ressorts International, mit Amerika-Korrespondentin Charlotte Walser in Washington. Produzentin: Jacky Wechsler   Erwähnte Folgen: Hier die Apropos-Folge zum versuchten Attentat auf Donald Trump hören Hier die Folge mit Charlotte Wasler zu Gast bei den Magas hören Mehr USA-Berichterstattung finden Sie auf unserer Webseite und in den Apps.  Den «Tages-Anzeiger» können Sie 3 Monate zum Preis von 1 Monat testen: tagiabo.ch. Feedback, Kritik und Fragen an: podcasts@tamedia.ch   Hosted by Simplecast, an AdsWizz company. See pcm.adswizz.com for information about our collection and use of personal data for advertising.

    33 min
  4. APR 22

    «Tax the Rich»: Mamdani gibt Gegensteuer zu Trump

    Anfang Mai ist es wieder so weit: In New York steigt die Met-Gala. Die Schönen, Reichen und Superreichen stolzieren dann über den roten Teppich. Derweil rühmt Trump am kürzlichen Tax-Day sein Gesetz, denn es helfe nicht in erster Linie der Wallstreet, sondern der «Mainstreet», also den Gewerblern und kleinen Leuten. Nur: Die gestiegenen Benzinpreise, sowie die Inflation fressen diese kleine Entlastung oft wieder weg. Trumps Steuerpolitik wirkt der neue Bürgermeister von New York, Zohran Mamdani, entgegen. Er möchte Milliardäre stärker besteuern. Vor allem jene, die in New York ein Apartment haben, das mehr als 5 Millionen Dollar kostet, das sie aber kaum bewohnen. Mamdani spricht von einer Pied-à-terre-Steuer. Er möchte die neuen Einnahmen für Kitas, saubere Strassen und mehr Sicherheit in den Quartieren ausgeben. Ist der Plan von Bürgermeister Mamdani ein New Yorker Phänomen? Oder gibt es ähnliche Bestrebungen auch andernorts in den USA? Ist es tatsächlich so, dass Trumps Steuersenkungen nur Steuersenkungen für die Reichen sind? Wie reagieren die Milliardäre auf die Kritik von Mamdani und Co.? Und wie schlagen sich die weniger privilegierten Amerikanerinnen und Amerikaner durch angesichts der steigenden Preise? Darüber unterhält sich Christof Münger, Leiter des Ressorts International, mit Tina Kempin Reuter in einer neuen Folge des USA-Podcasts «Alles klar, Amerika?». Politikwissenschaftlerin Kempin Reuter lehrt und forscht in Birmingham, Alabama. Produzentin: Jacky Wechsler Mehr USA-Berichterstattung finden Sie auf unserer Webseite und in den Apps.  Den «Tages-Anzeiger» können Sie 3 Monate zum Preis von 1 Monat testen: tagiabo.ch. Feedback, Kritik und Fragen an: podcasts@tamedia.ch   Hosted by Simplecast, an AdsWizz company. See pcm.adswizz.com for information about our collection and use of personal data for advertising.

    29 min
  5. APR 15

    Ist Trump noch ganz bei Trost?

    Erst drohte er dem Iran mit der Vernichtung seiner Zivilisation, dann veröffentlichte er ein Bild, das ihn als Jesus Christus zeigt, und ausserdem legte er sich mit dem amerikanischen Papst an. Donald Trumps Kommunikation wird immer radikaler und vor allem seltsamer. Der stockende Verlauf des Irankriegs wie auch die Wahlniederlage seines politischen Freundes Viktor Orbán in Ungarn scheinen diese Tendenz noch zu verstärken. Inzwischen wenden sich in den USA auch treue Anhängerinnen und Anhänger, die ihm vor eineinhalb Jahren noch geholfen haben, die Präsidentschaftswahlen zu gewinnen, von Trump ab. Unterdessen kursiert die Idee, den 25. Zusatz zur amerikanischen Verfassung, anzuwenden. Eine 17-köpfige Kommission soll den Gesundheitszustand und die geistige Leistungsfähigkeit des Präsidenten untersuchen.  Wie hat das Weisse Haus auf den Vorwurf reagiert, der Präsident sei nicht mehr vollständig zurechnungsfähig? Kontrolliert eigentlich niemand, was Donald Trump veröffentlicht? Und steht seine Präsidentschaft allenfalls an einem Wendepunkt?  Darüber unterhält sich Christof Münger, Leiter des Ressorts International, mit dem langjährigen USA-Korrespondenten Martin Kilian in einer neuen Folge des USA-Podcasts «Alles klar, Amerika?». Kilian lebt in Charlottesville, Virginia. Produzentin: Jacky Wechsler Mehr USA-Berichterstattung finden Sie auf unserer Webseite und in den Apps.  Den «Tages-Anzeiger» können Sie 3 Monate zum Preis von 1 Monat testen: tagiabo.ch. Feedback, Kritik und Fragen an: podcasts@tamedia.ch   Hosted by Simplecast, an AdsWizz company. See pcm.adswizz.com for information about our collection and use of personal data for advertising.

    34 min
  6. APR 8

    Was taugt die Waffenruhe im Iran?

    Fünfeinhalb Wochen dauert der Krieg im Iran nun an. Die Folgen dieses Kriegs betreffen längst nicht mehr nur den Iran, Israel und die USA: Zuletzt wurde das Öl knapper, das Benzin teurer – und der Ton immer schärfer. In der Nacht auf Mittwoch lief ein von den USA gesetztes Ultimatum ab: Mache der Iran nicht bis um 2 Uhr nachts (Schweizer Zeit) die Strasse von Hormuz frei, werde er das Land dem Erdboden gleichmachen, kündigte Trump an. «Eine ganze Zivilisation wird untergehen.» Kurz vor Ablauf der Frist kam es doch noch zum Deal: Für zwei Wochen sollen gegenseitig die Waffen ruhen, und die Strasse von Hormuz soll geöffnet werden. Wie stabil ist dieser Waffenstillstand? Wie kam er zustande? Und ist das ein Schritt in Richtung eines Kriegsendes? USA-Korrespondentin Charlotte Walser ordnet die aktuellen Entwicklungen im Iran ein und erklärt in einer neuen Folge des USA-Podcasts «Alles klar, Amerika?», wer von dieser Waffenruhe profitiert und welche Fragen noch offen sind. Produzentin: Jacky Wechsler Mehr zum Thema Charlotte Walser's Kommentar: «Nichts passiert? Die Drohung war schlimm genug!» Ein Tag wie eine tickende Zeitbombe Die Strasse von Hormuz soll nur gegen Millionen­zahlungen geöffnet werden Mehr USA-Berichterstattung finden Sie auf unserer Webseite und in den Apps.  Den «Tages-Anzeiger» können Sie 3 Monate zum Preis von 1 Monat testen: tagiabo.ch. Feedback, Kritik und Fragen an: podcasts@tamedia.ch   Hosted by Simplecast, an AdsWizz company. See pcm.adswizz.com for information about our collection and use of personal data for advertising.

    30 min
  7. APR 1

    CPAC-Konferenz: die Magas versuchen, die Reihen zu schliessen

    Es ist keine Erfindung von Donald Trump, obwohl es den Anschein macht: Die Conservative Political Action Conference (CPAC) wurde 1974 von Anhängern des späteren US-Präsidenten Ronald Reagan gegründet. Es ist die jährliche Konferenz, bei der sich konservative Exponenten der USA und ihre Anhängerinnen und Anhänger treffen. Heute ist das vor allem die «Make America Great Again»-Bewegung, kurz Maga. Dieses Jahr traf sich Trumps Basis, die Magas, im Städtchen Grapevine bei Dallas, Texas. Unsere USA-Korrespondentin Charlotte Walser war da und beobachtete, wie praktisch alle Redner auf der Konferenzbühne die Einheit der Maga-Bewegung beschworen. Tatsächlich sind Risse sichtbar geworden angesichts der steigenden Preise in den Supermärkten und an den Tankstellen. Auch Trumps Krieg gegen den Iran findet nicht nur Zustimmung, selbst bei seinen treuesten Fans nicht. Was haben die Trump-Anhänger zum Krieg gesagt? Gelang es den zahlreichen Rednern wie Steve Bannon, die Reihen in der Maga-Bewegung zu schliessen? Was für Verschwörungstheorien – neben den bekannten zu Covid etc. – wurden herumgeboten? Und wie konnte man als Vertreterin eines sogenannten Mainstreammediums aus Europa auf der CPAC-Konferenz arbeiten? Darüber unterhält sich Christof Münger, Leiter des Ressorts International, mit Charlotte Walser, die inzwischen aus Grapevine, Texas, nach Washington D.C. zurückgekehrt ist. Produzent dieser Folge ist Noah Fend. Die Reportage von Charlotte Walser zum Nachlesen. Mehr USA-Berichterstattung finden Sie auf unserer Webseite und in den Apps.  Den «Tages-Anzeiger» können Sie 3 Monate zum Preis von 1 Monat testen: tagiabo.ch. Feedback, Kritik und Fragen an: podcasts@tamedia.ch   Hosted by Simplecast, an AdsWizz company. See pcm.adswizz.com for information about our collection and use of personal data for advertising.

    40 min
  8. MAR 25

    Angebliche Verhandlungen: Ist das der Anfang vom Ende des Irankriegs?

    Wenn die USA Krieg führen, schlägt auch die Stunde der Ex-Generäle. James Mattis, hochdekorierter US-Marine und Verteidigungsminister in der ersten Regierung Trump, fragt sich, was für ein Ziel der Präsident verfolge. Alles sei undurchsichtig, ausserdem rechne er nicht damit, dass das Regime im Iran einfach verschwinde, sagt Mattis. Allerdings sei der Kriegsverlauf unvorhersehbar, das liege in der Natur eines Kriegs. Um ihn zu beenden, brauche Donald Trump jedoch früher oder später die Alliierten, ist General Mattis überzeugt. Keith Kellog dagegen, ehemaliger General der US-Army und kommissarischer Nationaler Sicherheitsberater des US-Präsidenten während dessen erster Amtszeit, rühmt Trump für seine Entscheidung, den Iran anzugreifen. Nun müssten die Bodentruppen die Sache zu Ende bringen. Kellog denkt vor allem an den Einsatz von Marines und der 82. Luftlandedivision, die er einst selbst kommandierte. Er empfiehlt, die Insel Kharg mit dem grössten Ölterminal des Iran sowie die Strasse von Hormuz zu besetzen. Damit würden die weltwirtschaftlichen Turbulenzen beendet und die iranische Wirtschaft abgewürgt. Wie geht es weiter im Iran, wird nun verhandelt oder nicht? Wie wirken sich der Irankrieg und der steigende Ölpreis auf die US-Innenpolitik aus? Und was hat es auf sich mit den mutmasslichen Insidergeschäften angesichts der Turbulenzen an der Börse? Darüber unterhält sich Christof Münger, Leiter des Ressorts International, mit dem langjährigen USA-Korrespondenten Martin Kilian. Kilian lebt in Charlottesville, Virginia. Produzent: Noah Fend Mehr USA-Berichterstattung finden Sie auf unserer Webseite und in den Apps.  Den «Tages-Anzeiger» können Sie 3 Monate zum Preis von 1 Monat testen: tagiabo.ch. Feedback, Kritik und Fragen an: podcasts@tamedia.ch   Hosted by Simplecast, an AdsWizz company. See pcm.adswizz.com for information about our collection and use of personal data for advertising.

    41 min
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