Flexikon

Dieser Laber-Podcast mit Bildungsauftrag versorgt Euch mit Klugscheißerwissen, mit dem Ihr ordentlich flexen könnt. Die Hosts Steffi Banowski und Anne Raddatz suchen für Euch nach Antworten auf Fragen, die Ihr Euch unbedingt mal stellen solltet: Wie lügt man glaubwürdig? Wie werde ich Influencer*in? Wie mache ich Schluss, ohne gehasst zu werden? Und sind die Leute im Swingerclub wirklich so sexy wie auf den Werbetafeln? Steffi und Anne sprechen getrennt voneinander mit Expert*innen und präsentieren sich und Euch die Ergebnisse. Ein Thema, verschiedene Sichtweisen. Hört Euch schlau!

  1. 6. JAN.

    #112 Gender Orgasm Gap: Kommen wir mal wieder zusammen?

    65 % der Frauen kommen beim Sex mit einem Mann regelmäßig zum Orgasmus. 95 % der Männer beim Sex mit einer Frau. Da gratulieren wir ganz herzlich! Und da wir auf absehbare Zeit, Gender Pay Gap. Gender Care Gap und Gender Pension Gap mutmaßlich nicht schließen werden, arbeiten wir uns in dieser Folge mal sanft über euren sexuellen Höhepunkt an die Gleichberechtigung heran. Denn Leute, das wird doch wohl machbar sein. Es wird ja nicht auf der einen Seite ein Orgasmus abgezogen, wenn auf der anderen Seite einer zustande kommt. Es sind genug Höhepunkte für alle da! Bedient euch! Die Sexologin und Psychologin Amelie Böhm empfiehlt als ersten Schritt, mal beim Solosex nachzuforschen. Denn was euch mit zwei Händen gelingt, wird ja mit vieren auch irgendwie machbar sein. Was die meisten Heteropaare am doppelten Orgasmusglück hindert, ist ein nicht hinterfragtes Sexdrehbuch, an das sich die meisten Paare akribisch halten. Knutschen, Fummeln, rein raus, fertig. Mit der Choreografie kommen allerdings die allerwenigsten Frauen zum Ziel. Das ist wahrscheinlich auch der Grund dafür, dass die Orgasmuslücke bei queeren Paaren deutlich kleiner ausfällt. Wer kein Drehbuch hat, muss mehr ausprobieren, meint auch Sophia Sailer. Sophia is bisexuell und hostet mit Dimi Stratakis das den queeren Podcast „Willkommen im Club“. Beim gleichgeschlechtlichen Sex lässt sich auch einfach leichter kommunizieren. Und hier noch Zahlen, Daten, Fakten und Bewegtbilder aus der Folge: https://www.zdfheute.de/wissen/orgasmus-frau-orgasm-gap-100.html https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/28213723/ https://yougov.co.uk/health/articles/22596-half-brits-dont-know-where-vagina-and-its-not-just https://de.wikipedia.org/wiki/Sexuelle_Skripte https://barcelonaivf.com/de/blog/gesundheit-und-fruchtbarkeit/orgasmus-und-beckenboden-ihre-relatio… Und das legen wir euch außerdem sehr ans Herz: Willkommen im Club – der queere Podcast von Puls: https://www.ardaudiothek.de/sendung/willkommen-im-club-der-queere-podcast-von-puls/urn:ard:show:ed0f0aaa375868aa/ Eat.READ.sleep. Bücher für dich: https://www.ardaudiothek.de/sendung/eat-read-sleep-buecher-fuer-dich/urn:ard:show:21785c45dc44e254/ flexikon@ndr.de

    52 Min.
  2. #111 Klassentreffen: Was hab ich davon?

    23.12.2025

    #111 Klassentreffen: Was hab ich davon?

    10,12, 13.14 quälende Jahre, bis man endlich einen Haken ans Thema Schule machen kann. Warum sollte man sich also 10 Jahre später in einer WhatsApp-Gruppe zur Wiederaufnahme dieses Traumas verabreden? Vektorrechnung, Tafeldienst, der alte Socken-Geruch in der Umkleide sind jetzt nicht unbedingt gute Argumente für eine vierstündige Heimreise im verspäteten ICE. Auf der anderen Seite könnte das vielleicht eine dankbare Bühne sein, sich zu präsentieren. Und was ist eigentlich aus den anderen geworden? Lässt sich ja bedauerlicherweise nicht alles ergoogeln. Springt da was fürs Ego raus? Oder sogar fürs Herz? Für die mentale Gesundheit? Wir haben Micky Beisenherz gefragt. Er ist jetzt unseres Wissens kein ausgewiesener Experte für Sozialexperimente und Bildungsfragen, allerdings hat er ein Bonusjahr Schule drangehängt, und er war erst kürzlich bei einem großen Schultreffen und ist immer noch Feuer und Flamme. Für die Psychologin Julia Onken ist ein Klassentreffen wie ein Buffet, an dem sich jeder großzügig bedienen sollte, der etwas über sich erfahren will. Sorgfältige Vorbereitung wäre allerdings angebracht, meint Julia Onken. Ihr Buch „Klassentreffen: Einladung in die unaufgeräumte Vergangenheit“ ist die eine Möglichkeit, oder ihr hört diese Folge. Auch für den Erziehungswissenschaftler Thorsten Fuchs sind Klassentreffen mehr als ein nostalgisches Besäufnis. Vielmehr ist so ein Event ein „biografisches Treffen mit sich selbst“. Und davon gibt’s ja nicht so viele. Frohe Weihnachten! Anne und Steffi flexikon@ndr.de Und noch ein Tipp ( die Feiertage ziehen sich ja): Too many tabs – der Podcast https://www.ardaudiothek.de/sendung/too-many-tabs-der-podcast/urn:ard:show:f9729e4506b88ae3/

    56 Min.
  3. #110 Immer Beef: Sind Veganer die besseren Menschen?

    09.12.2025

    #110 Immer Beef: Sind Veganer die besseren Menschen?

    Ja, da regt alleine die Frage schon auf. Den einen geht das Steakmesser in der Hose auf, den anderen schwillt der Falafel. Vielleicht gibt es aber wirklich einen sinnvollen Kompromiss, der Tierwohl, Nachhaltigkeit, Gesundheit unter einen Hut kriegt? Und wär ja auch nicht falsch, wenn Essen schmeckt. In dieser Folge polarisieren unsere Flexperten Dirk und Nils. Dirk Freyberger ist der wahrscheinlich zweitbekannteste Fleischfluencer Nürnbergs. Nur der bayrische Ministerpräsident hat mit Wurstcontent mehr Social Media-Präsenz. Dirk Freyberger hat zusammen mit seinem Bruder den elterlichen Betrieb übernommen und ein Fleisch-Imperium geschaffen. Onlineversand, Grillseminare, YouTube Kanal und Catering. Dirk ist amtierender Barbecue-Weltmeister und Vizeweltmeister im Metzgerhandwerk. Er macht einen klaren Unterschied zwischen Haus- und Nutztieren und erinnert daran, dass ein Rind nicht nur aus Filet besteht. Sein Appell: Bitte auch mal an die Innereien wagen, das ist nicht nur nachhaltig, sondern auch wertschätzend. Nils Steiger hingegen krümmt selbst einer Mücke keins ihrer Beinchen, auch wenn sie in Begriff, mit dem Rüssel zur Tat zu schreiten. Stichwort: Speziesismus. Alle Lebewesen haben für Nils das gleiche Recht auf Leben, und so war es eine logische Konsequenz, eine vegane Fleischerei zu eröffnen. Mittlerweile gibt es Filialen in fast allen großen deutschen Städten. Es gibt offensichtlich Bedarf. Denn „nur weil einem die Tiere am Herzen liegen, heiß das ja nicht, dass einem Fleisch nicht schmeckt“, sagt Nils. Was ist dran am schlechten Ruf der Fleischersatzprodukte? Schmecken nicht, teuer, randvoll mit Zusatzstoffen? Nils gibt Auskunft. Und es gibt auch harte Fakten von der Uni Bonn. Juliana Minetto Gellert Paris hat im Rahmen ihrer Doktorarbeit das „One Health Prinzip“ untersucht. Sie ist also der Frage nachgegangen, was ist die beste Ernährungsvariante, bei der man sowohl das Tierwohl, die Umwelt als auch die eigene Gesundheit am besten im Blick hat. Und hier kommen alle Links, die ihr braucht. https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0048969721065153?via%3Dihub https://www.bfr.bund.de/cm/350/vegane-ernaehrung-als-lebensstil-motive-und-praktizierung.pdf https://www.thelancet.com/journals/lanplh/article/PIIS2542-5196(21)00251-5/fulltext Und unser lieber kluger Partnerpodcast „11KM: der tagesschau-Podcast“ https://www.ardaudiothek.de/sendung/11km-der-tagesschau-podcast/urn:ard:show:4549910994dc2464/ flexikon@ndr.de

    54 Min.
  4. #109 Horror: Ist Gruseln auch Wellness?

    25.11.2025

    #109 Horror: Ist Gruseln auch Wellness?

    Man sollte meinen, die aktuelle Weltlage sei Horrortrip genug, warum sollten sich Leute einen gemütlichen Abend bei Stapelchips und Teufelsaustreibung machen, wenn parallel irgendwo eine Romcom mit Meg Ryan läuft? Aber es gibt sie ja, diese Menschen, die eine Jungfrauenhäutung jeder anderen Freizeitgestaltung vorziehen, oder 6 Euro investieren, um sich auf der Cranger Kirmes von einem kopflosen angestaubten Piraten erschrecken zu lassen. Was ist der Zauber dieses Grusels mit Ansage und kann man damit vielleicht noch mehr aus sich rausholen als Angstschweiß und Albträume? Die Antwort ist: Ja! Helge Branscheid ist einer von zwei Probanden, die beim „Peak Fear Experiment“ dabei sein durften. Er wurde unter 2000 Bewerber*innen ausgewählt, sich dem Abenteuer seines Lebens zu stellen. Wissenschaftler*innen der Uni Aarhus wollten herausbekommen, welche unterschiedlichen Angsttypen es gibt, und haben zu diesem Zweck den absoluten Horrortrip inszeniert. 90 Minuten maximaler Stress. Der tapfere Helge hat alles durchgestanden und ist mit einigen Erkenntnissen im Studio vorbeigekommen. Benjamin Moldenhauers Doktorarbeit trägt den Titel: „Ästhetik des Drastischen. Der Horrorfilm als Erfahrungsaggregat“. Warum sind Vampirgeschichten, dunkle Keller und abgeschlagene Gliedmaßen vor allen Dingen im Teenager-Alter der Filmgenuss der Wahl? Und inwiefern kann so eine deftige Schlachtung im Jugendzimmer aufs reale Leben vorbereiten? Antworten und ein paar ausgesuchte Filmempfehlungen bekommt ihr in dieser Folge. Die Links zur Sendung: Peak Fear Experiment: https://www.youtube.com/watch?v=WHP7imAzkKU Studien: https://www.deutschlandfunkkultur.de/wissenschaftliche-studie-warum-wir-uns-gern-gruseln-100.html https://nationalgeographic.de/wissenschaft/2023/10/spass-am-gruseln-warum-wir-gerne-horrorfilme-sch… https://www.psychologie-heute.de/gesellschaft/artikel-detailansicht/42305-wohliger-grusel.html Und unser Podcast-Tipp: Deutschland3000 mit Filiz Tasdan! https://www.ardaudiothek.de/episode/urn:ard:episode:57a16602bdb69037/ flexikon@ndr.de

    1 Std. 2 Min.
  5. #106 Todesfalle Haushalt: Wie überlebe ich meine Wohnung?

    30.09.2025

    #106 Todesfalle Haushalt: Wie überlebe ich meine Wohnung?

    Dass die meisten Unfälle im Haushalt passieren, ist jetzt wirklich keine Info, für die ihr eure Morgenroutine unterbrechen müsst. Das ist soweit bekannt. Rentnerinnen kippen im Rausch der Fensterreinigung vom Tritt, Kleinkinder machen mittels Stricknadeln in der Steckdose ihre ersten Erfahrungen mit dem Thema Stromkreislauf. Aber was ist mit explodierenden Fritteusen, Gliedmaßen in der Brotscheidemaschine, dem guten alten Haartrockner im Anti-Stress-Bad oder der Pfandflasche, die beim Liebesexperiment etwas zu tief im Analbereich landet? Wir fragen uns: Wo lauern die Gefahren zwischen Boxspringbett, Abstellkammer und Kühl-Gefrierkombi? Und wie können wir der Todesfalle Haushalt von der Klinge springen? Das haben wir Christian Manshen gefragt. Seit neun Jahren ist Chris Notfallsanitäter im Rettungsdienst und verarbeitet seine Einsätze in seinem Podcast „Retterview“. Er hat schon Leute erstversorgt, denen ein halber Glastisch im Rücken steckte. Oder Finger und Besitzer getrennt voneinander ins Krankenhaus transportiert. Einmal hat wohl auch eine Billiard-Kugel ihren Weg nicht mehr aus dem Patienten gefunden. Retter Chris hat die praktische Expertise, die euch vermeidbare Unfälle ersparen wird. Außerdem hat Dr. Susanne Woelk Hausbesuch bei Steffi gemacht, Susanne gehört zum Team von „Das sichere Haus“. Die scannen das heimelige Zuhause nach Gefahrenquellen. Balkone, Steckdosen, rutschige Teppiche. Vor allen Dingen kleine Kinder leben zuhause nur eine Rouladennadel entfernt von einem längeren Krankenhausaufenthalt. Es sei denn, Susanne guckt da nochmal drüber. Und hier die Links aus der Folge: https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Gesundheit/Todesursachen/Tabellen/sterbefaelle-unfaelle.html Und die Nummer des Giftnotrufs für eure Region gibt es auf dieser Seite: https://www.bvl.bund.de/DE/Arbeitsbereiche/01_Lebensmittel/03_Verbraucher/09_InfektionenIntoxikationen/02_Giftnotrufzentralen/lm_LMVergiftung_giftnotrufzentralen_node.html Und unser aktueller Lieblingspodcast: Fuck you very, very much! Die größten Beefs im Musikbiz: https://www.ardaudiothek.de/sendung/fuck-you-very-very-much-die-groessten-beefs-im-musikbiz/urn:ard:show:5e38c56cdbb15089/

    1 Std. 2 Min.
4.9
von 5
31 Bewertungen

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