F.A.Z. Bücher-Podcast

Die F.A.Z.-Redakteure Maria Wiesner, Fridtjof Küchemann, Kai Spanke und Paul Ingendaay stellen im Bücher-Podcast der F.A.Z. ausgewählte Neuerscheinungen und Klassiker der Literatur vor. Sie sprechen mit Schriftstellern, Übersetzern und anderen Experten des Literaturbetriebs und beschäftigen sich mit den Eigenheiten des literarischen Lebens und Lesens. Jeden Sonntag erscheint eine neue Episode. Einmal im Monat wird ein Literaturrätsel gestellt und unter den Einsendern der richtigen Lösung ein Buch verlost. Viel Spaß beim Mitmachen! Die E-Mail-Adresse für Anmerkungen, Nachfragen, Lob und Kritik: buecher-podcast@faz.de. Der Bücher-Podcast auf Instagram: @fazbuecher. Alle Folgen können jederzeit hier angehört werden: https://www.faz.net/podcasts/f-a-z-buecher-podcast

  1. 6. Juni • Nur F.A.Z. Podcasts+

    Wie viel Einfluss hatte Stephen King auf „Kala“, Colin Walsh?

    Am Scheitel des Hügels steht die Clique um Kala mit ihren Fahrrädern. Die Lücke zur Straße unten ist schmal. Der Verkehr donnert vorbei. „Ein Spalt zwischen zwei Häusern, durch den sich der Radweg auf die Hauptstraße ergießt. Autos flitzen und blitzen darin auf, von links nach rechts. Der Plan lautet, auf dem Rad den Abhang runter, blindlings durch den Spalt und geschmeidig und ohne Kratzer über die Hauptstraße zu rasen. Eine Prüfung der Willigen, die zeigen wird, ob wir dem Augenblick gewachsen sind.“ Von solchen Prüfungen stellen sich die Jugendlichen in diesem heißen, nicht enden wollenden Sommer so einige. Bis Kala eines Tages verschwindet. Fünfzehn Jahre später treffen sich drei der Jugendfreunde wieder in der Stadt ihrer Kindheit – und blicken zurück auf das, was damals eigentlich passiert ist. Colin Walsh hat aus seinem Debütroman „Kala“ mehr gemacht als eine Coming-of-Age-Geschichte. Aus der Perspektive der drei Erwachsenen schaut er aus jeweils unterschiedlichen Blickwinkeln auf das Erlebte. Er fängt dabei nicht nur ein, wie sich solche endlosen Sommer während der Adoleszenz anfühlten, ihm gelingt auch ein Blick auf die dunklen Seiten, die es selbst in einer so harmlos scheinenden Kleinstadt gibt. Colin Walsh hat aus seinem Debütroman „Kala“ mehr gemacht als eine Coming-of-Age-Geschichte. Aus der Perspektive der drei Erwachsenen schaut er aus jeweils unterschiedlichen Blickwinkeln auf das Erlebte. Er fängt dabei nicht nur ein, wie sich solche endlosen Sommer während der Adoleszenz anfühlten, ihm gelingt auch ein Blick auf die dunklen Seiten, die es selbst in einer so harmlos scheinenden Kleinstadt gibt.In dieser Folge des F.A.Z.-Bücherpodcasts spricht Colin Walsh über die irische Literaturszene, berühmte Vorbilder und die Abkehr vom autofiktionalen Erzählen. Die Adresse für Anregungen, Lob, Kritik: https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/buecher-podcast/e-mail-adresse-zum-buecher-podcast-16399058.html Hören Sie unsere exklusiven Podcast-Folgen auf Apple Podcasts, FAZ.NET oder in der FAZ-App und erhalten Sie Zugriff auf alle Artikel: Testen Sie FAZ+ jetzt 3 Monate lang für nur 1 € im Monat. Hier geht’s zum Angebot: faz.net/angebot-podcast Mehr über die Angebote unserer Werbepartner finden Sie hier: faz.net/werbepartner

    16 Min.
  2. 23. Mai • Nur F.A.Z. Podcasts+

    Martin Piekar über seinen Roman „Vom Fällen eines Stammbaums“

    Lustig war sie und starrköpfig, sagt Mogli. Großherzig und stolz, sagt Charlotte. Verrückt, verrückt, immer für einen Spaß zu haben und voller Liebe, sagt Drachy. Und Felix: Man konnte bei ihr man selbst sein. Egal, wie schwierig sie war, sie war immer für einen da. Und sie hatte immer die wildesten Geschichten. So sprechen Marcins Freunde auf dem Friedhof von seiner Mutter, vor dem offenen Fach der Urnenwand. Und Regina Cieślik hat wirklich die wildeste Geschichte: Geboren 1952 in einem sibirischen Strafgefangenenlager als Tochter einer Polin in Verbannung und eines SS-Majors in Kriegsgefangenschaft, in Polen Mathelehrerin, nach ihrer Flucht nach Deutschland Pflegerin in einem Altenheim, bis sie sich nicht mehr aus dem Haus traut und nur noch trinkt und mit den Wänden redet. Schließlich bahnt Marcin ihr und auch sich selbst einen Weg raus aus dieser Misere, aus der Armut, der Verzweiflung, der Wut, aus der Wut auch aufeinander, als junger Mann pflegt er seine früh alt gewordene Mutter, schließlich muss er Abschied nehmen von ihr. Für einen Auszug aus „Vom Fällen eines Stammbaums“ ist Martin Piekar vor bald drei Jahren beim Bachmann-Wettbewerb gleich zweimal ausgezeichnet worden, vor anderthalb Wochen ist der Roman erschienen, jetzt ist der Autor zu Gast im Bücher-Podcast der F.A.Z. Nach dem Gespräch gibt es ein neues Literatur-Rätsel von Tilman Spreckelsen, die Lösung des Rätsels aus dem April 2026 und den Namen der Gewinnerin oder des Gewinners eines Buchs, das wir wie immer unter den richtigen Einsendungen verlost haben. „Vom Fällen eines Stammbaums“ von Martin Piekar auf der Website von Rowohlt Hundert Augen: https://www.rowohlt.de/buch/martin-piekar-vom-faellen-eines-stammbaums-9783498007461 Der Preis des Literaturrätsels im Mai 2026, die Adresse für Ihre Einsendung und die Teilnahmebedingungen: http://www.faz.net/200858293 Die Adresse für Anregungen, Lob, Kritik: https://www.faz.net/16399058 Hören Sie unsere exklusiven Podcast-Folgen auf Apple Podcasts, FAZ.NET oder in der FAZ-App und erhalten Sie Zugriff auf alle Artikel: Testen Sie FAZ+ jetzt 3 Monate lang für nur 1 € im Monat. Hier geht’s zum Angebot: faz.net/angebot-podcast Mehr über die Angebote unserer Werbepartner finden Sie hier: faz.net/werbepartner

    1 Std. 11 Min.
  3. 16. Mai • Nur F.A.Z. Podcasts+

    Für Wild- und Haustiere sieht es düster aus

    Im Zeitalter des Menschen zu leben, ist für viele Tiere, um das Mindeste zu sagen, eine Herausforderung. Wir verschmutzen die Umwelt, führen, mal gewollt, mal ungewollt, fremde Arten an unterschiedlichsten Orten ein, jagen, fischen und erwärmen die Erde. Wenige Spezies profitieren von menschlichen Eingriffen, manche passen sich erstaunlich gut an, die meisten leiden. Haus- und Nutztieren geht es oft nicht besser. Und davon gibt es eine ganze Menge. In ihrem Buch „Tierwelt am Limit“ schreiben Norbert Sachser und Niklas Kästner: „Insgesamt beträgt die Biomasse aller wilden Säugetiere etwa 61 Millionen Tonnen. Im Vergleich dazu wird die Biomasse aller domestizierten Säugetiere, die weltweit in menschlicher Obhut leben, auf mehr als das Zehnfache geschätzt: ungefähr 630 Millionen Tonnen.“ Wie Wale und Kakadus, Bienenfresser und Hausschweine, Dackel und Killifische mit den menschengemachten Veränderungen zurechtkommen, wie sie scheitern, mit Mikroevolution oder phänotypischer Plastizität reagieren – darüber spricht Norbert Sachser, der 25 Jahre lang das Institut für Verhaltensbiologie an der Universität Münster leitete, in dieser Folge des Bücher-Podcasts. Hören Sie unsere exklusiven Podcast-Folgen auf Apple Podcasts, FAZ.NET oder in der FAZ-App und erhalten Sie Zugriff auf alle Artikel: Testen Sie FAZ+ jetzt 3 Monate lang für nur 1 € im Monat. Hier geht’s zum Angebot: faz.net/angebot-podcast Mehr über die Angebote unserer Werbepartner finden Sie hier: faz.net/werbepartner

    38 Min.
  4. 9. Mai • Nur F.A.Z. Podcasts+

    Franziska Hauser über „Am Ende der Kleinigkeiten“

    Von der Kommune geht es in „Am Ende der Kleinigkeiten“ in die Theaterwelt, von der hermetischen Gemeinschaft, dem Wurzelraum, wie ein Mitbewohner die kurz nach dem Mauerfall in der ehemaligen DDR gegründete alternative Siedlungsgemeinschaft nennt, in den Möglichkeitsraum der Bühne – oder, wie die Autorin Franziska Hauser im Gespräch über ihren fünften Roman sagt, in die Menschlichkeitsvernichtungsmaschinerie Theater, in der ihre junge Erzählerin Irma mit der Furchtlosigkeit eines Gemeinschaftskinds recht schnell an große Rollen kommt. „Am Ende der Kleinigkeiten“ handelt vom Leben einer jungen Frau und dem Preis eines Lebensentwurfs, der radikal auf Autonomie setzt. Der Roman hinterfragt Ideologien, gesellschaftliche wie künstlerische, er handelt von Mutterschaft und von Muttermalen, von Geld und toxischen Beziehungen und davon, was all das vielleicht mit Ost und West zu tun hat. Am 24. Februar 2026 war Franziska Hauser mit „Am Ende der Kleinigkeiten“ zu Gast bei den „Frankfurter Premieren“ in der Historischen Villa Metzler. Es moderierte Sonja Vandenrath, Leiterin des Fachbereichs Literatur und Wissenschaft im Kulturamt Frankfurt am Main. „Am Ende der Kleinigkeiten“ von Franziska Hauser auf der Website der Frankfurter Verlagsanstalt: https://www.fva.de/Buecher/Fruehjahr-2026/Am-Ende-der-Kleinigkeiten.html Das Programm der Frankfurter Premieren: https://www.frankfurter-premieren.de/veranstaltungen Die Adresse für Anregungen, Lob, Kritik: https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/buecher-podcast/e-mail-adresse-zum-buecher-podcast-16399058.html Hören Sie unsere exklusiven Podcast-Folgen auf Apple Podcasts, FAZ.NET oder in der FAZ-App und erhalten Sie Zugriff auf alle Artikel: Testen Sie FAZ+ jetzt 3 Monate lang für nur 1 € im Monat. Hier geht’s zum Angebot: faz.net/angebot-podcast Mehr über die Angebote unserer Werbepartner finden Sie hier: faz.net/werbepartner

    49 Min.
  5. 25. Apr. • Nur F.A.Z. Podcasts+

    Sharon Dodua Otoo über ihren Roman „So, in etwa, ist es geschehen“

    An der Tatsache, an der Tat gibt es nicht viel zu deuten: Amata Haller hat Heinz Brockhaus umgebracht. Am helllichten Tag. Auf offener Straße. Hinter ihm im Auto sitzend, hat sie ihn am frühen Nachmittag des 3. Mai 2025 in Timmendorfer Strand mit einem Schal erwürgt. Und es tut ihr noch nicht einmal leid. Das ist der Punkt, auf den „So, in etwa, ist es geschehen“ zuläuft, der zweite Roman von Sharon Dodua Otoo. Vor zehn Jahren hat die Autorin mit ihrer zweiten in deutscher Sprache verfassten Geschichte den Ingeborg-Bachmann-Preis gewonnen, sie hieß „Herr Gröttrup setzt sich hin“, und schon hier hat Sharon Dodua Otoo das Klein-Klein des Alltags mit der großen Geschichte verknüpft. Jetzt erzählt sie mit „So, in etwa, ist es geschehen“ nicht nur einen Tathergang und seine Folgen, sondern afrodeutsche Lebensgeschichte und Lebenswirklichkeit bis in die Zeit des Nationalsozialismus, sie wirft einen Blick auf identitätspolitische Empfindlichkeiten der Gegenwart, auf menschliche Selbstgerechtigkeit und in menschliche Abgründe. Weniger Tage vor der Veröffentlichung von „So, in etwa, ist es geschehen“ ist Sharon Dodua Otoo im Bücher-Podcast der F.A.Z. zu Gast. Auf das Gespräch folgt ein neues Literatur-Rätsel von Tilman Spreckelsen, die Lösung des Rätsels aus dem Februar 2026 und die Bekanntgabe des Gewinners oder der Gewinnerin des Buchs aus der Anderen Bibliothek, das unter den richtigen Einsendungen verlost wurde. „So, in etwa, ist es geschehen“ von Sharon Dodua Otoo auf der Website des Verlags S. Fischer: https://www.fischerverlage.de/buch/sharon-dodua-otoo-so-in-etwa-ist-es-geschehen-9783103977059 „Schon immer waren sie bereit, für dieses Armband zu töten“: Fridtjof Küchemann über Sharon Dodua Otoos Roman „Adas Raum“ https://www.faz.net/17240269 Der Preis des Literaturrätsels im April 2026, die Adresse für Ihre Einsendung und die Teilnahmebedingungen: http://www.faz.net/200762378 Die Adresse für Anregungen, Lob, Kritik: https://www.faz.net/16399058 Hören Sie unsere exklusiven Podcast-Folgen auf Apple Podcasts, FAZ.NET oder in der FAZ-App und erhalten Sie Zugriff auf alle Artikel: Testen Sie FAZ+ jetzt 3 Monate lang für nur 1 € im Monat. Hier geht’s zum Angebot: faz.net/angebot-podcast Mehr über die Angebote unserer Werbepartner finden Sie hier: faz.net/werbepartner

    59 Min.

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