OMG Der Podcast über mehr als alles!

Daniel Bogner, Noemi Honegger, Markus Zimmermann, Elisabeth Zschiedrich

Setz dich dazu! Oh mein Gott. Wer könnte nicht manchmal Hilfe von oben gebrauchen? Aber wo ist eigentlich «oben»? Und was hilft uns das hier unten? Religion und Glaube sind doch Privatsache und rein persönlich, oder? Ja, schon irgendwie… aber: Es muss doch mehr als alles geben! Mehr als das, was wir festhalten und kalkulieren können. Mehr als alles, was wir uns klug zurechtlegen. Und das gerade deswegen so wichtig ist für diese Welt. Wir wollen nicht nur im Privaten und unter uns darüber reden. Deshalb tun wir das hier im Podcast. Ganz konkret, entlang vieler Themen aus Alltag & Arbeit, Familie & Freizeit, Lieben & Leiden. Wir, das sind Daniel Bogner, Noemi Honegger, Markus Zimmermann und Elisabeth Zschiedrich. Vier Kolleginnen und Kollegen an der Universität Fribourg in der Schweiz, wo wir alle Theologie unterrichten. Das verbindet uns, auch wenn wir sonst ziemlich verschieden sind. Zwei Frauen, zwei Männer, aus der Schweiz, aus Deutschland, in vier verschiedenen Lebensjahrzehnten stehend, in vier verschiedenen Lebensabschnitten angekommen… Über Gott und die Welt haben wir schon manche Tasse Kaffee miteinander getrunken. Hier sitzen wir gemeinsam am Tisch und sprechen über das, was uns beschäftigt – in der Theologie, in der Ethik, aber vor allem als Menschen im ganz normalen Leben. Komm und setz Dich dazu!

  1. Das Phänomen Taizé. Einfach weltweit

    1. Mai

    Das Phänomen Taizé. Einfach weltweit

    Zusammenkommen, das Verbindende suchen, Unterschiede wertschätzen, Frieden ersehnen – dafür steht der Name Taizé. Die dort entstandene Spiritualität ist schon lange ein globaler Bestseller. Ein Podcast über das Erfolgsrezept aus dem Burgund. In der letzten Folge unserer Serie zum Thema Spiritualität widmen wir uns dem Phänomen Taizé. In den 1940er Jahren entstanden, ist die Gemeinschaft im französischen Burgund bis heute lebendig. Ihr Geist strahlt weit über die Grenzen Frankreichs hinaus. Gerade junge Leute fühlen sich von Taizé angesprochen, der Ort bringt zugleich alle Generationen, Konfessionen, sozialen Schichten und Nationalitäten zusammen. Was macht die von dem Schweizer Theologiestudenten Roger Schütz gegründete Gemeinschaft aus? Was charakterisiert die Art, wie in Taizé Glauben gelebt wird? Ein wichtiges Element ist Einfachheit – in den Strukturen, im Zusammenleben, im Gebet und in der Musik. Man findet sich zurückgeworfen auf das elementar Menschliche. Ohne Personenkult und ohne die Definition eines (einzigen) dogmatischen Bekenntnisses oder bestimmter ethisch-moralischer Prinzipien gibt Taizé einen gelebten Rahmen vor, in dem sich Prozesse spiritueller und religiöser Natur entwickeln können. Man kann in Gemeinschaft sein und trotzdem zu sich selbst kommen. Im Zentrum steht Gott, und Friede ist das höchste Ziel. Was können wir von Taizé lernen? Und inwiefern unterscheidet es sich von anderen neuen spirituellen Bewegungen? Darüber sprechen wir heute – komm und setz Dich dazu.

    34 Min.
  2. 1. Apr.

    Freundschaft und Erfahrung. Spiritualität nach Teresa

    Wer Gott sucht, findet ihn im eigenen Inneren. Das war die Überzeugung der Teresa von Ávila. Der spanischen Ordensfrau geht es nicht um eine stufenweise Erkenntnis Gottes. Bei ihr dreht sich alles um die persönliche Erfahrung und Beziehung zu Gott.   In der dritten Folge unserer Serie zum Thema Spiritualität springen wir in die frühe Neuzeit. Teresa von Ávilas bekanntestes Werk «Die innere Burg» widmet sich der Seele des Menschen. Die spanische Mystikerin beschreibt die Seele als Burg mit vielen Räumen und Gemächern. Auf der Suche nach Gott wandelt der Mensch in ihnen umher. Im Zentrum, im Innersten des Selbst, kann er oder sie Gott finden. Die Überzeugung, dass der Weg zu Gott nach innen führe, ist neu – und war in den Kirchenkreisen des 16. Jahrhunderts nicht gerne gesehen. Denn nach Teresas Vorstellung ist es allein die eigene Erfahrung, die den Menschen zu Gott führt. Es braucht niemanden von aussen, der oder die sagt, «wo es langgeht». Erfahrung ist bei Teresa zugleich eingebettet in ein religiöses Wissen und in kirchliche Bezüge. Teresa gründet den Orden der Unbeschuhten Karmelitinnen und schreibt eine Ordensregel. Das unterscheidet ihr Modell von dem modernen Verständnis einer individuellen Gott- und Sinnsuche. Warum fasziniert es dennoch bis heute? Was nehmen wir daraus mit? Und worin besteht der Unterschied zwischen Teresa von Ávila und ihrem nicht weniger bekannten Zeitgenossen Ignatius von Loyola? Diese Fragen diskutieren wir heute. Komm und setz Dich dazu!

    33 Min.
  3. Ab in die Wüste?! Spiritualität 1.0

    1. Feb.

    Ab in die Wüste?! Spiritualität 1.0

    Durch Martyrium oder Askese, in Einsamkeit oder gemeinsamem Leben: Ein Podcast darüber, wie Menschen in Antike und Alter Kirche versucht haben, das zu leben, was man heute «Nachfolge» nennt. Durch Martyrium oder Askese, in Einsamkeit oder gemeinsamem Leben: Ein Podcast darüber, wie Menschen in Antike und Alter Kirche versucht haben, das zu leben, was man heute «Nachfolge» nennt.  «Ich bin das Wort, die Wahrheit und das Leben», sagt Jesus zu seinen Jüngern. «Folgt mir nach.» Wie aber geht das? Wie können Christ:innen das Bekenntnis zu Jesus Christus in ihrem Leben praktisch umsetzen? Diese Frage begleitet die Menschen seit den Anfängen des Christentums. Höchst unterschiedliche Antworten haben sich im Lauf der Geschichte darauf gefunden. Wir schauen in mehreren Podcast-Folgen zurück und lassen uns inspirieren von dem, was Menschen in den vergangenen Jahrhunderten unter christlicher Spiritualität verstanden und lebten. Wir beginnen mit den Wüstenvätern und -müttern, jenen Männern und (wenigen) Frauen, die im 3. und 4. Jahrhundert auf der Suche nach Gott in die Wüsten Ägyptens und Syriens gingen und dort asketisch und zurückgezogen lebten. Nach dem Martyrium war dies die zweite Idee der Nachfolge Jesu. Die Wüstenväter entwickelten keine Theologie, sie hinterliessen keine schriftlichen Zeugnisse. Allein durch das radikale Vorleben ihres religiösen Selbstverständnisses beeinflussten sie ihre Mitmenschen und blieben sie im Gedächtnis. Was können wir aus dieser Art, «Nachfolge» konkret umzusetzen, für unser heutiges Christ:in-Sein lernen? Was meint Spiritualität? Welche Rolle spielt die Lehre, welche die Praxis, das Tun, das Mitmachen? Diese Fragen stellen wir heute. Komm und setz Dich dazu!

    30 Min.
  4. Rein und fein. Ein neues altes Ideal?

    1. Jan.

    Rein und fein. Ein neues altes Ideal?

    Der erste Schnee, die aufgeräumte Wohnung, das klärende Gewitter. Sehnsüchte nach Reinheit durchziehen unsere Kulturgeschichte. Auch die Religionen versuchen, mit der Reinheit Ordnung zu schaffen. Ein Podcast über die Einteilung der Welt und das Aushalten von Grauzonen.Reinheit bedeutet Klarheit. Und wer sehnt sich nicht danach? Chaos und Unordnung entstehen von alleine. Sexualität und Ernährung sind Felder, auf denen Religionen gerne Regeln zur Reinheit erlassen. Dabei geht es darum, dem Leben eine Ordnung zu geben. Klar zu definieren, was gut und was schlecht ist. Das Phänomen der «Purity Culture» steht dafür. Jenseits von kultischer Reinheit gibt es auch die Vorstellung sittlich-ethischer Reinheit. Diese Form der Reinheit ist angesprochen, wenn es im Neuen Testament heisst: «Nicht was zum Mund hineingeht, macht den Menschen unrein; sondern was aus dem Mund herauskommt, das macht den Menschen unrein.» (Mk 15,11) Dabei geht es um die Frage des guten Lebens, um die Entscheidung, welchen Weg man gehen möchte – in einer Welt, die nicht nur aus Schwarz- und Weiss-, sondern aus vielen Grautönen besteht. Das ist eine Sicht, die in der heutigen Zeit verloren zu gehen scheint. Zu stark ist der Wunsch nach Übersichtlichkeit, zu verlockend das Versprechen einer vereinfachten, zweigeteilten Welt. Auf welche Sehnsucht reagieren Reinheits-Rituale? Kann man die Sehnsucht auch auf anderem Weg stillen? Welche Rolle spielt dabei religiöse Praxis? Diese Fragen stellen wir heute. Komm und setz Dich dazu!

    36 Min.
  5. Happy Birthday! Warum feiern wir Geburten?

    01.12.2025

    Happy Birthday! Warum feiern wir Geburten?

    Wir haben immer wieder die Wahl: Richten wir den Blick auf das Ende des Lebens? Oder schauen wir von seinem Anfang her aufs Leben und betrachten alle Möglichkeiten, die in diesem Anfang liegen? Ein Podcast über Gebürtlichkeit.    Alle Menschen sind Geborene. Das heisst: Wir sind nicht einfach aus dem Nichts entstanden. Jede:r von uns ist eingebunden in ein generatives Gefüge. Wir stammen von anderen Generationen ab, die uns von Anfang an prägen. «Gebürtlichkeit» beschreibt aber auch das Ereignishafte jeder Geburt. Den Zeitpunkt eines Neubeginns, das Zur-Welt-Kommen – so überwältigend und einmalig, dass man es nicht vorwegnehmen kann. Weil die Menschen selbst einmal angefangen haben, sind sie fähig, schöpferisch zu handeln zu sein. In dieser Welt, in der so vieles festgelegt scheint, können wir innovativ sein, ein «Baby» gebären, im wörtlichen und übertragenen Sinn. Auch das meint Gebürtlichkeit oder «Natalität» (Hannah Arendt). Wie geht diese philosophische Sicht auf das Geboren-Sein überein mit der realen Situation der Geburt und des Aufwachsens von Kindern? Was bedeutet es, dass nur Frauen gebären? Und welchen Stellenwert hat die Geburt in der christlichen Religion? Gottes Sohn wurde geboren. Lässt sich das überhaupt denken? Und was sagt das aus? Über diese Fragen sprechen wir heute. Komm und setz Dich dazu!   Zum Nach- und Weiterlesen: Arendt, Hannah, Vita activa oder Vom tätigen Leben, 19. Aufl., Piper: München 2018.

    28 Min.
  6. Trauer muss sein. Aber wie halte ich das aus?

    01.11.2025

    Trauer muss sein. Aber wie halte ich das aus?

    Trauer begleitet die Menschen seit jeher, sie fordert individuell und kulturell heraus. Wie steht es um unsere Fähigkeit zu trauern? Ein Podcast über veraltete Bilder und das Licht am Ende des Tunnels. «Wie traurig ist das denn» oder «Guck nicht so traurig» – solche Sprüche gehen heute leicht über die Lippen. Echte Trauer aber hat in unserer Gesellschaft wenig Platz. Zu sehr ist das Leben auf Sicherheit und Gelingen ausgerichtet. Viele Rituale sind aus dem Alltag verschwunden: Wer trägt heute noch Trauerkleidung oder feiert das Jahresamt? Selbst Bestattungswagen sind nicht mehr als solche zu erkennen. Ein bisschen betrübt oder frustriert ist wohl jede:r einmal. Von Trauer erfasst zu sein, bedeutet aber etwas Anderes: ein oft auch körperliches Betroffen-Sein, das sich kaum verstecken lässt. Jede:r trauert anders, und doch gibt es universelle Reaktionen auf einen bedeutenden Verlust. Der Tod eines geliebten Menschen, das Ende einer Beziehung, das Verschwinden einer Gewohnheit lösen Trauer aus. Trauer beginnt, dauert an und verändert sich. Einfach so vorbei geht sie nicht. Kann man Trauer überhaupt überwinden? Oder muss man nicht vielmehr mit ihr leben, sie in das eigene Selbst zu integrieren? Wie kann das gehen? Hilft der Glaube dabei oder macht er nur alles kompliziert? Über diese Fragen sprechen wir heute, im dritten Teil unserer Serie zum Thema Lebensende. Komm und setz Dich dazu! Zum Nach- und Weiterlesen: Fuchs, Thomas: Phänomenologie der Trauer. In: Hermann Kappelhoff/Jan-Hendrik Bakels/Hauke Lehmann/Christina Schmitt (Hg.): Emotionen. Ein interdisziplinäres Handbuch, Berlin 2019.Lammer, Kerstin: Trauer verstehen. Formen, Erklärungen, Hilfen. Berlin/Heidelberg 42014.

    36 Min.

Bewertungen und Rezensionen

5
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2 Bewertungen

Info

Setz dich dazu! Oh mein Gott. Wer könnte nicht manchmal Hilfe von oben gebrauchen? Aber wo ist eigentlich «oben»? Und was hilft uns das hier unten? Religion und Glaube sind doch Privatsache und rein persönlich, oder? Ja, schon irgendwie… aber: Es muss doch mehr als alles geben! Mehr als das, was wir festhalten und kalkulieren können. Mehr als alles, was wir uns klug zurechtlegen. Und das gerade deswegen so wichtig ist für diese Welt. Wir wollen nicht nur im Privaten und unter uns darüber reden. Deshalb tun wir das hier im Podcast. Ganz konkret, entlang vieler Themen aus Alltag & Arbeit, Familie & Freizeit, Lieben & Leiden. Wir, das sind Daniel Bogner, Noemi Honegger, Markus Zimmermann und Elisabeth Zschiedrich. Vier Kolleginnen und Kollegen an der Universität Fribourg in der Schweiz, wo wir alle Theologie unterrichten. Das verbindet uns, auch wenn wir sonst ziemlich verschieden sind. Zwei Frauen, zwei Männer, aus der Schweiz, aus Deutschland, in vier verschiedenen Lebensjahrzehnten stehend, in vier verschiedenen Lebensabschnitten angekommen… Über Gott und die Welt haben wir schon manche Tasse Kaffee miteinander getrunken. Hier sitzen wir gemeinsam am Tisch und sprechen über das, was uns beschäftigt – in der Theologie, in der Ethik, aber vor allem als Menschen im ganz normalen Leben. Komm und setz Dich dazu!

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