50 Folgen

Das transatlantische Bündnis steckt in der Krise. Donald Trumps Präsidentschaft hat Spuren hinterlassen. Das Coronavirus verheert die USA. Und Demokraten und Republikaner sind zerstritten wie noch nie.

Klaus Brinkbäumer und Rieke Havertz lieben die USA, obwohl sie manchmal an ihnen verzweifeln. Klaus Brinkbäumer ist Programmdirektor des Mitteldeutschen Rundfunks in Leipzig. Er war Chefredakteur des "Spiegel" und berichtete für DIE ZEIT und ZEIT ONLINE aus den USA. Rieke Havertz ist Usa-Korrespondentin von ZEIT ONLINE. Sie reist regelmäßig für Recherchen in die USA.
In diesem Podcast sprechen sie über aktuelle Debatten aus den USA und den Wahlkampf 2020. Aber auch über Burger und Basketball, über das Silicon Valley und den Supreme Court, über Drogen und TV. Denn um US-Politik zu verstehen, muss man die Amerikaner verstehen – mit ihren Leidenschaften, Nöten und Eigenarten.

Dieser Podcast wird produziert von Pool Artists.

OK, America‪?‬ ZEIT ONLINE

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Das transatlantische Bündnis steckt in der Krise. Donald Trumps Präsidentschaft hat Spuren hinterlassen. Das Coronavirus verheert die USA. Und Demokraten und Republikaner sind zerstritten wie noch nie.

Klaus Brinkbäumer und Rieke Havertz lieben die USA, obwohl sie manchmal an ihnen verzweifeln. Klaus Brinkbäumer ist Programmdirektor des Mitteldeutschen Rundfunks in Leipzig. Er war Chefredakteur des "Spiegel" und berichtete für DIE ZEIT und ZEIT ONLINE aus den USA. Rieke Havertz ist Usa-Korrespondentin von ZEIT ONLINE. Sie reist regelmäßig für Recherchen in die USA.
In diesem Podcast sprechen sie über aktuelle Debatten aus den USA und den Wahlkampf 2020. Aber auch über Burger und Basketball, über das Silicon Valley und den Supreme Court, über Drogen und TV. Denn um US-Politik zu verstehen, muss man die Amerikaner verstehen – mit ihren Leidenschaften, Nöten und Eigenarten.

Dieser Podcast wird produziert von Pool Artists.

    Der Kampf um das Erbe Donald Trumps

    Der Kampf um das Erbe Donald Trumps

    Natürlich schließt Ex-Präsident Donald Trump eine erneute Kandidatur um das Präsidentschaftsamt in den USA nicht aus. Ernsthaft in Erwägung ziehen würde er es, formulierte er es in diesen Tagen in mehreren Interviews. Denn die Macht bei der Republikanischen Partei, das ist klar, liegt immer noch bei ihm. Auch wenn Trump das Geschehen derzeit noch nur von der Seitenlinie aus kommentiert.

    Es mag früh erscheinen, schon jetzt über Kandidaten für eine Wahl in drei Jahren zu sprechen. Doch erste mögliche Kandidaten der Republikaner reisen schon jetzt in Staaten wie Iowa, New Hampshire und South Carolina. Dort finden früh die Vorwahlen statt und Auftritte und Reden sollen die Stimmung bei den möglichen Wählerinnen und Wählern testen. Und schon im kommenden Jahr sind die Zwischenwahlen, ein erster Stimmungstest, welche republikanische Stimmen prägend sein werden.

    Die Trump-Ideologie wird bis dahin nicht verschwunden sein, weder in der Partei noch innerhalb der Gesellschaft. Im US-Bundesstaat Arizona werden gerade noch einmal die Stimmen der US-Präsidentschaftswahl nachgezählt. Auf Druck der Republikaner und obwohl mehrere Nachzählungen keine Unregelmäßigkeiten gezeigt haben.

    Wie Trumps Lüge von der "gestohlenen Wahl" weiter vorangetrieben wird, wieso das zu einem strategischen Präzedenzfall für Trump und die Partei werden kann und warum man sich die Namen Ron DeSantis und Tucker Carlson merken sollte, diskutieren wir im US-Podcast.

    Und im Get-out: die New York Knicks mit Julius Randle und "The Improvement Association", ein Podcast über eine Wahlfälschung in einem Landkreis in North Carolina bei der Kongresswahl 2018.

    Dieser Podcast erscheint immer donnerstags.

    Sie erreichen uns per Mail an okamerica@zeit.de.

    Die egoistischen Weltenretter sind zurück

    Die egoistischen Weltenretter sind zurück

    "Amerika ist zurück!" Das sagte US-Präsident Joe Biden auf der Münchner Sicherheitskonferenz im Februar nach seinem Amtsantritt. Und tatsächlich ist mit Biden im Amt eine Verlässlichkeit in Kommunikation und Bekenntnissen zurückgekehrt, die es unter seinem Vorgänger Donald Trump nicht gegeben hatte.

    Bei einem von Biden einberufenen Klimagipfel bekannten sich die Vereinigten Staaten zu neuen Klimazielen und stießen einen internationalen Wettbewerb um die grünen Technologien der Zukunft an.

    Und Indien versprach Biden Hilfe in der Corona-Pandemie, die das Land gerade überwältigt. Diese Zusicherung kommt jedoch zu einem Zeitpunkt, an dem es leicht ist für die USA, zu helfen. Denn im eigenen Land sind schon mehr als 141 Millionen Menschen geimpft worden und es gibt keinen Mangel an Impfstoff mehr.

    Was Bidens internationale Ambitionen über seinen Führungsstil aussagen, worauf sich der Anspruch der USA als globaler Weltenretter und Hüter der Demokratie gründet und ob das nach Trump überhaupt noch glaubhaft ist, diskutieren wir im US-Podcast.

    Außerdem kleine Exkurse zu Joe Bidens 100-Tage-Bilanz – die ausführliche Einordnung gibt es hier zum Nachhören – und zum Zugfahren in Montana. Und im Get-out: Der Podcast "The Writer's Voice" vom "The New Yorker" und George W. Bush zu Gast beim Late-Night-Talker Jimmy Kimmel. Dieser Podcast erscheint immer donnerstags.

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    Verändert der Fall George Floyd die USA?

    Verändert der Fall George Floyd die USA?

    "They see us." Wir werden gesehen. Das war eine der vielen emotionalen Reaktionen von Demonstrierenden, nachdem am Dienstag das Urteil im Prozess gegen den weißen Ex-Polizisten Derek Chauvin in Minneapolis gefallen war. Zwölf Geschworene sprachen ihn in allen Anklagepunkten schuldig. Neun Minuten und 30 Sekunden lang hatte er dem Schwarzen George Floyd brutal das Knie auf den Hals gedrückt und ihn getötet.

    Auf das Urteil war in den USA angespannt gewartet worden, die Sorge vor einem Freispruch und damit verbundenen Ausschreitungen war groß. Mit dem Schuldspruch verbinden nun viele die Hoffnung auf Wiedergutmachung und darauf, dass sich grundsätzlich etwas ändert. Auch US-Präsident Joe Biden sagte, der Prozess könne ein großer Schritt hin zu mehr Gerechtigkeit im Land sein.

    Doch kann ein Urteil allein in einem Land voller strukturellem Rassismus wirklich Gerechtigkeit bringen? Auf den Straßen in Minneapolis wurde nach dem Urteil auch immer wieder gerufen: "Das ganze verdammte System ist schuldig." Der Frust und die Wut der Opfer von Rassismus und rassistischer Polizeigewalt werden nicht einfach verschwinden.

    Und auch viele Anhängerinnen und Anhänger von Ex-Präsident Donald Trump, der seine gesamte Präsidentschaft im Kern auf white supremacy, auf der Idee von weißer Überlegenheit aufgebaut hat, werden ihre Ideologie nicht aufgeben.

    Welche Reformbemühungen es gibt, ob der George Floyd Justice in Policing Act im Kongress eine Chance hat, wie sich die Polizei verändern könnte und ob dieser 20. April 2021 ein historischer Tag werden wird, diskutieren wir im US-Podcast. Und im Get-out: Leseempfehlungen zum Sendungsthema von James Baldwin und der Podcast You're Wrong About. Dieser Podcast erscheint immer donnerstags.

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    Joe Biden, der nächste Roosevelt?

    Joe Biden, der nächste Roosevelt?

    13 Gesetzesvorhaben in den ersten 100 Tagen: Das ist die Bilanz von Franklin D. Roosevelt, als er 1933 mit den Programmen und Reformen des New Deal die Grundlagen des US-amerikanischen Sozialstaats legte. Seitdem werden US-Präsidenten an ihren Errungenschaften in den ersten drei Monaten ihrer Amtszeit gemessen. Joe Biden scheut den Vergleich mit FDR, wie er in den USA genannt wird, nicht. Im Gegenteil, er sucht ihn und zitiert einen der beliebtesten Präsidenten der US-Geschichte in seinen Reden immer wieder.

    Mit dem beschlossenen Covid-Hilfspaket, seinen gerade vorgestellten Infrastrukturplänen und einer angekündigten Sozialreform hat Biden in den ersten Monaten seiner Präsidentschaft nun ebenfalls große Reformen angekündigt. Und US-Medien ziehen Vergleiche zu FDR oder auch Lyndon B. Johnson, einem weiteren demokratischen Reformer, unter dem der Civil Rights Act und der Voting Rights Act in den Sechzigerjahren beschlossen wurden.

    Wie ambitioniert Bidens Pläne sind, wie groß seine Chancen sind, auch die Republikaner von ihnen zu überzeugen und sie durch den Kongress zu bekommen, und ob es für einen Platz in den Geschichtsbüchern neben FDR reicht, diskutieren wir im US-Podcast. Außerdem zu Gast: Politikwissenschaftler Michael Werz vom Center for American Progress und Senior Mercator Fellow 2021.

    Und im Get Out: die Filmempfehlungen "Spotlight", "Die Unbestechlichen" und "Die Verlegerin" sowie die Dokumentation "Tina" und Tina Turners Livekonzert in Rio de Janeiro 1988. Der Podcast erscheint immer donnerstags.

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    Wenn Wählerstimmen nicht gleich viel zählen

    Wenn Wählerstimmen nicht gleich viel zählen

    Jemandem eine Flasche Wasser reichen, der in einer Schlange vor einem Wahllokal steht? Geht künftig im US-Bundesstaat Georgia nicht mehr. Die Briefwahlunterlagen beantragen? Wird deutlich komplizierter. Und der Weg, um sie dann abzugeben, sehr viel länger.

    Die Republikaner haben in der vergangenen Woche in Georgia ein Gesetz verabschiedet, das Stimmen von Minderheiten systematisch unterdrückt. Der konservative Gouverneur Brian Kemp twitterte, er sei stolz, das Gesetz zu unterzeichnen, um sicherzustellen, dass Wahlen in Georgia sicher, fair und zugänglich seien. Das ist die Argumentation der Republikaner. Sie sagen, wenn Wasser oder Essen an Wartende vor Wahllokalen ausgegeben würde, könnte dabei eine Wahlbeeinflussung stattfinden.

    Die Demokraten hingegen kritisieren, dass das Gesetz ein gezielter Versuch ist, Stimmen von Minderheiten und sozial schwächer gestellten Bürger:innen zu unterdrücken, die eher demokratisch wählen. In Georgia etwa müssen vor allem schwarze Wähler:innen in ihren Bezirken oft stundenlang anstehen, um wählen zu gehen.

    Georgia ist kein Einzelfall. Laut dem Brennan Center for Justice gibt es derzeit 250 Gesetzesvorhaben in 43 Bundesstaaten, die das Wahlrecht einschränken sollen. Es wirft die grundsätzliche Frage in den USA auf, ob der Versuch, systematisch Wählerstimmen zu unterdrücken, die Demokratie gefährdet.

    Warum die Republikaner diese Strategie verfolgen, wie die Demokraten darauf reagieren und ob es auf Bundesebene eine Möglichkeit gibt, die Wählerunterdrückung zu stoppen, diskutieren wir im US-Podcast. Außerdem blicken wir auf die Geschichte des Wahlrechts im Land.

    Und im Get Out: Philip Roth und die BloomCam zur Kirschblüte auf der National Mall in Washington, D.C. Der Podcast erscheint immer donnerstags, nach einer kurzen Osterpause das nächste Mal wieder am 15. April.

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    Amerikas Krankheit, Amerikas Selbsthass

    Amerikas Krankheit, Amerikas Selbsthass

    Acht Tote in Atlanta, zehn Tote in Boulder. Zwei Attentate innerhalb einer Woche. Die Opfer waren bei der Arbeit, kauften im Supermarkt ein. Immer wieder sterben in den USA Menschen durch Waffengewalt, immer wieder kommt es nach der Trauer und dem Schock zu der Frage, warum in den USA nicht striktere Waffengesetze verabschiedet werden.

    In den USA ist das Recht auf eine eigene Waffe durch den zweiten Verfassungszusatz garantiert. 2010 bekräftigte der oberste Gerichtshof im Verfahren District of Columbia v. Heller, dass der Passus in der Verfassung genau so auszulegen sei: Jeder Bürger hat das Recht, eine Waffe zu tragen. Ob Bürgerinnen und Bürger eine Lizenz brauchen, einen Hintergrundcheck durchlaufen müssen oder die Waffe, die sie kaufen, registrieren lassen müssen, regelt jeder Bundesstaat für sich.

    US-Präsident Joe Biden rief den Kongress nach dem Attentat in Boulder dazu auf, zu handeln und Reformen für striktere Gesetze zu verabschieden. Doch die Republikaner stehen überwiegend fest an der Seite der mächtigen Waffenlobby NRA. Und die sieht in jeder Reform einen Angriff auf die Freiheit, eine Waffe tragen zu dürfen. Selbst nach Anschlägen auf Schulen, so wie in Parkland in Florida im Jahr 2018, ändert sich substanziell nichts.

    Ob es unter Biden und mit einer demokratischen Mehrheit im Kongress eine Chance auf eine Reform der Waffengesetze gibt, diskutieren wir im US-Podcast. Außerdem: Nach einem angespannten ersten Gipfeltreffen zwischen den USA und China und Joe Bidens rhetorischem Angriff auf Russlands Präsidenten Wladimir Putin steht die US-Außenpolitik vor einer neuen Ausrichtung. Wir sprechen darüber, wie das künftige Verhältnis der USA zu China und Russland aussehen könnte.

    Und im Get Out: Der Podcast von Ezra Klein, "The Ezra Klein Show", und ein virtueller Gang durch das Museum Owens-Thomas House & Slave Quarters in Savannah in Georgia. Der Podcast erscheint immer donnerstags.

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Kundenrezensionen

4.9 von 5
61 Bewertungen

61 Bewertungen

Xitschink ,

Bester Amerika-Podcast

Wer wissen will, was in Amerika los, kommt um diesen Podcast nicht herum.

KatiKatkdsfjöasdfjkl ,

Weiter machen ...

Sehr informativer und spannender Podcast! Machen Sie bitte so weiter!

Evalu2012 ,

Einer der besten Podcasts bisher!

Vielen Dank für diesen Podcast, ihr macht eure Sache ausgezeichnet und ich freue mich über jede neue Folge 😊. Ihr habt sehr angenehme Stimmen und geht so nett miteinander um, man kann euch stundenlang zuhören. Inhaltlich bin ich begeistert, sehr informativ, aktuell und interessant. Auch die Abschlussinfos aus der Rubrik Get out sind super. Ihr seid toll, macht weiter so ❤️.

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