10 Folgen

Zwei Menschen sitzen sich gegenüber. Beide sind in einer politischen Frage völlig anderer Meinung: beim Impfen, in der Frage, wie der Westen mit Russland umgehen sollte, oder ob Gendern mehr Gerechtigkeit bringt. Beide haben Mühe zu begreifen, warum das Gegenüber solche Positionen vertritt. Dennoch versuchen sie in einem Gespräch zu verstehen, wie die andere Person zu ihren Ansichten kam. Das ist die Idee von “Warum denken Sie das?”

Jana Simon und Philip Faigle treffen in jeder Folge zwei Menschen, die in einer Frage vollkommen unterschiedlich denken. Sie besuchen die Gäste des Podcasts zu Hause, um zu erfahren, wie ihre Biographien ihr Denken geprägt haben und wie sie zu ihren Ansichten gelangt sind. Anschließend begegnen sich die beiden Antagonisten im Studio zum ersten Mal und versuchen zu ergründen, ob es nicht doch etwas gibt, was sie verbindet.

Dieser Podcast wird produziert von Pool Artists.

Warum denken Sie das‪?‬ ZEIT ONLINE

    • Gesellschaft und Kultur
    • 4,5 • 183 Bewertungen

Zwei Menschen sitzen sich gegenüber. Beide sind in einer politischen Frage völlig anderer Meinung: beim Impfen, in der Frage, wie der Westen mit Russland umgehen sollte, oder ob Gendern mehr Gerechtigkeit bringt. Beide haben Mühe zu begreifen, warum das Gegenüber solche Positionen vertritt. Dennoch versuchen sie in einem Gespräch zu verstehen, wie die andere Person zu ihren Ansichten kam. Das ist die Idee von “Warum denken Sie das?”

Jana Simon und Philip Faigle treffen in jeder Folge zwei Menschen, die in einer Frage vollkommen unterschiedlich denken. Sie besuchen die Gäste des Podcasts zu Hause, um zu erfahren, wie ihre Biographien ihr Denken geprägt haben und wie sie zu ihren Ansichten gelangt sind. Anschließend begegnen sich die beiden Antagonisten im Studio zum ersten Mal und versuchen zu ergründen, ob es nicht doch etwas gibt, was sie verbindet.

Dieser Podcast wird produziert von Pool Artists.

    "Das Selbstbestimmungsrecht der Frau muss über dem Fötus stehen"

    "Das Selbstbestimmungsrecht der Frau muss über dem Fötus stehen"

    In der zehnten Folge von “Warum denken Sie das?” geht es um ein Streitthema, das die Bundesrepublik seit Jahrzehnten beschäftigt: Schwangerschaftsabbrüche. Sollte der Paragraf 218 aus dem Strafgesetzbuch gestrichen und damit Abbrüche in Deutschland völlig legalisiert werden?

    Wie immer treffen zwei Menschen aufeinander, die in dieser Frage diametral unterschiedlich denken. Sonja Adler, 61 Jahre alt, ist Hausfrau und Mutter und sagt, dies seien schon immer ihre Traumberufe gewesen. Sie ist katholisch und streng gläubig aufgewachsen. Adler sagt, für sie persönlich sei eine Abtreibung "Mord".

    Ihr gegenüber sitzt Nadine Pungs, 41 Jahre alt. Sie ist Schriftstellerin und hat vor Kurzem ein Buch über ihre Entscheidung geschrieben, ohne Kinder leben zu wollen. Sie hat selbst eine Schwangerschaft abgebrochen und redet darüber auch öffentlich. Pungs fordert die Abschaffung des Paragrafen 218 – sie kämpft für die Legalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen.

    Im Gespräch der beiden Frauen geht es nicht nur um das Recht auf Schwangerschaftsabbruch. Beide unterhalten sich auch über ihr unterschiedliches Frauenbild und ihre sehr gegensätzlichen Lebensentwürfe.

    • 1 Std. 33 Min.
    "Putin will die Sowjetunion wiederherstellen"

    "Putin will die Sowjetunion wiederherstellen"

    Für die neunte Episode von "Warum denken Sie das?" treffen sich zwei Männer wieder, die schon einmal zu Gast waren und die sehr unterschiedlich auf das Verhältnis des Westens zu Russland blicken.

    Auf der einen Seite steht Dieter Dombrowski, 71 Jahre alt, ein DDR-Dissident und CDU-Politiker, der schon vor dem russischen Angriffskrieg vor der Skrupellosigkeit der russischen Führung gewarnt hatte. Er trifft auf Martin Hoffmann, 62 Jahre alt, der sein Leben der deutsch-russischen Verständigung gewidmet hat und der bis heute im Vorstand des Deutsch-Russischen Forums sitzt. Vor dem Krieg warb Hoffmann für mehr Verständnis für Putins Politik und für einen stärkeren Dialog mit Russland.

    Hoffmann und Dombrowski stritten im Oktober im Berliner Studio von "Warum denken Sie das?" leidenschaftlich über die Frage, ob der Westen mit mehr Härte oder mehr Verständnis auf Russland reagieren sollte. Rund vier Monate später, am 24. Februar, überfiel Russland die Ukraine. Dombrowski schrieb Hoffmann daraufhin eine E-Mail und bat um ein weiteres Gespräch. Daraufhin luden wir beide erneut ein, um angesichts der Zeitenwende in der Außenpolitik die Frage nach dem Verhältnis zu Russland neu zu diskutieren.

    Aufgezeichnet wurde diese Folge nicht im Studio, sondern live auf dem Podcastfestival von ZEIT ONLINE im Berliner Radialsystem.

    • 59 Min.
    "Machen Sie doch Ihre Friedensdemos vor dem Kreml!"

    "Machen Sie doch Ihre Friedensdemos vor dem Kreml!"

    In der achten Folge unseres Podcasts "Warum denken Sie das?" geht es um Krieg und Frieden und um Fragen, die in Deutschland gerade emotional diskutiert werden, wie: Soll die Bundesregierung schwere Waffen an die Ukraine liefern? Können Waffen Frieden schaffen? Oder tragen Waffenlieferungen im Gegenteil zu einer weiteren Eskalation des Konflikts bei?

    Wie immer treffen im Studio in Berlin zwei Menschen aufeinander, die sich unversöhnlich gegenüberstehen und die Mühe haben, zu verstehen, wie die andere Seite zu ihren Überzeugungen gelangt ist.

    Die Ärztin und Friedensaktivistin Angelika Claussen engagiert sich bereits seit vielen Jahrzehnten in der deutschen Friedensbewegung. Sie ist Co-Vorsitzende der Organisation Internationale Ärzt*innen für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW) in Deutschland. Sie ist strikt gegen die Waffenlieferungen an die Ukraine, weil sie fürchtet, dass dies den Konflikt weiter eskaliert. Sie hat auch den offenen Brief der Zeitschrift "Emma" unterzeichnet, der sich gegen Waffenlieferungen an die Ukraine wendet.

    Ihr gegenüber sitzt Ilko-Sascha Kowalczuk. Er ist Historiker, Buchautor und arbeitet beim Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der DDR. Sein Großvater väterlicherseits stammt aus der Ukraine. Kowalczuk befürwortet Waffenlieferungen an die Ukraine, weil für ihn die Freiheit und das Selbstbestimmungsrecht der Ukraine schwerer wiegen als Frieden um jeden Preis. Er hat den offenen Brief von Intellektuellen unterschrieben, die sich für kontinuierliche Waffenlieferungen an die Ukraine einsetzen.

    • 1 Std. 46 Min.
    "Dass die Kernenergie sicher ist, werden Sie von mir nicht hören"

    "Dass die Kernenergie sicher ist, werden Sie von mir nicht hören"

    In der siebten Folge von "Warum denken Sie das?" geht es um eine Streitfrage, die in Deutschland eigentlich entschieden war, in der aktuellen Energiekrise aber wieder auf der Agenda ist: Ist es richtig, aus der Atomkraft auszusteigen? Oder war der Atomausstieg im Gegenteil ein großer Fehler?

    Im Studio von "Warum denken Sie das?" treffen dabei zwei Menschen aufeinander, die ihr Leben mit diesem Streitthema verbracht haben.

    Auf der einen Seite ist Wolfgang Ehmke, 74 Jahre alt, gelernter Lehrer und Atomkraftgegner aus dem Wendland, der sein Leben dem Kampf gegen die Atomkraft gewidmet hat. Auf der anderen Seite steht Ulrich Waas, ebenfalls 74 Jahre alt. Er ist Physiker und hat bis zu seiner Pensionierung für Siemens und bei einem Kraftwerksbetreiber gearbeitet und hält den Atomausstieg technisch, wissenschaftlich und auch ökologisch für einen Fehler.

    Beide Männer wurden im selben Jahr geboren, standen zeit ihres Lebens auf zwei Seiten des Konflikts und begegnen sich nun im Studio in Berlin zum ersten Mal. Es wird ein kontroverses Gespräch, das auch zeigt, wie komplex und schwierig die Energiedebatte bis heute ist.

    • 2 Std 12 Min.
    "Russisch ist nicht gleich Russland und nicht gleich Putin"

    "Russisch ist nicht gleich Russland und nicht gleich Putin"

    Die sechste Folge unseres Podcast "Warum denken Sie das?" ist eine Sonderfolge. Es geht um den russischen Angriffskrieg in der Ukraine. Anders als sonst treffen nicht zwei Menschen zusammen, die in einer Frage sehr unterschiedlich denken. Stattdessen begegnen sich im Studio zwei Gesprächspartner, die beide vor Jahren ihr Land verließen und die nun von Deutschland aus Russlands Angriffskrieg miterleben müssen. So unterschiedlich ihre Biografien auch sein mögen – in der Frage des Krieges sind sich einig: Er muss sofort gestoppt werden.
    Mascha Kritchevski, 49 Jahre alt, wurde in Leningrad, dem heutigen Sankt Petersburg, geboren. Sie kam bereits 1990 nach Deutschland und studierte in Düsseldorf Germanistik und Amerikanistik, anschließend zog sie nach Berlin. Dort fing sie als Moderatorin bei Radio Russkij Berlin an, einem Berliner Sender für die russischsprachige Bevölkerung. Vor wenigen Tagen hat sich der Sender wegen des Krieges in der Ukraine umbenannt – das "Russkij" verschwindet fortan aus dem Namen. Kritchevski ist entsetzt und beschämt über den Angriffskrieg Putins. Zugleich berichtet sie von einer zunehmenden Russen-Feindlichkeit in Berlin.

    Oleksii Isakov wurde 1986 in Odessa in der Ukraine geboren. Vor zehn Jahren kam er zum Studium der interkulturellen Kommunikation nach Deutschland und blieb. Heute schreibt er an der Viadrina-Universität in Frankfurt (Oder) an seiner Doktorarbeit und koordinierte bis zum Krieg den Austausch mit Studierenden aus der Ukraine, Georgien, Kosovo und aus Russland. Seine Eltern leben noch immer in Odessa. Isakov fürchtet angesichts des Vormarschs der russischen Armee um das Leben seiner Familie.

    • 58 Min.
    Fleischkonsum: "Es ist ein System der Gewalt"

    Fleischkonsum: "Es ist ein System der Gewalt"

    Ist die Fleischproduktion in Deutschland insgesamt ein Missstand und sollte deshalb abgeschafft, verändert oder zumindest drastisch verringert werden? Darf der Mensch überhaupt Tiere halten und töten, um sie zu essen?

    In der fünften Folge unseres Podcasts "Warum denken Sie das?" treffen zwei Menschen aufeinander, die in diesen Fragen sehr unterschiedliche Positionen vertreten. Der Schweinehalter Thorsten Riggert betreibt in einem kleinen Ort in Niedersachsen seit mehr als 20 Jahren eine konventionelle Schweinemast, so wie zuvor schon seine Eltern und Großeltern. Er findet, dass Menschen selbstverständlich Tiere töten dürfen, um sie zu essen, und verteidigt auch die heutige Form der Tierhaltung. Zugleich ist er offen für Reformen und setzt Hoffnungen in den neuen Landwirtschaftsminister Cem Özdemir.

    Ganz anders blickt die Tierschutzaktivistin, Philosophin und Buchautorin Friederike Schmitz auf das System der Fleischindustrie. Seit Jahren kämpft sie dagegen und fordert nicht nur eine radikale Reform der Tierhaltung, sondern einen weitgehenden Ausstieg aus der Fleischproduktion. Sie ist außerdem der Ansicht, dass es unmoralisch ist, Tiere zu töten, um sie zu essen. Und Schmitz beteiligte sich auch an Protestaktionen von Tierschutzaktivisten gegen Betreiber von Ställen.

    Schmitz und Riggert begegnen sich im Podcaststudio in Berlin zum ersten Mal. Es ist ein sehr kontroverses Gespräch, in dem beide Seiten nur wenige Gemeinsamkeiten entdecken können. Und doch ist der Dialog vom Versuch geprägt, die andere Seite besser zu verstehen.

    • 1 Std. 51 Min.

Kundenrezensionen

4,5 von 5
183 Bewertungen

183 Bewertungen

josianhu ,

Interessante Redeanteilverteilung

Eigentlich gutes Format. Höre gerade die Folge zum Gendern. Schade, dass die Redeanteile bei der Diskussion so ungleich verteilt sind, — mal wieder ein alter weißer Mann, der überproportional stark zu Wort kommt. Dabei ist ein Hauptpunkt von Frau Pusch ja, dass andere Perspektiven sprachlich und inhaltlich gehört werden sollen. Wäre vielleicht Zeit sich mal unangenehm berührt in seinem Stuhl zu winden und zuzuhören, die Herren.

Martina Kapunkt ,

Mein absoluter Lieblingspodcast

Ich frage mich so oft, wie Menschen zu ihren Meinungen gelangen… Oft genug zu solchen, die mir überhaupt nicht eigen sind. Welche Wohltat, hier zuzuhören, Argumente zu verstehen und nachzuvollziehen, wie die eine oder andere Seite denkt. Nicht immer festigt das die eigene Meinung. Aber immer bereichert das die eigene Debatte. Ganz herzlichen Dank!

WOW IS VOOL GEIL ,

Potenzial nicht komplett ausgeschöpft

Grundsätzlich find ich das Format klasse & freue mich, dass ZEIT Online einen Podcast zu einem Thema rausgebracht hat, das, so denke ich, heute global viele Menschen beschäftigt - gesellschaftliche Spaltung. Zur Folge Impfen: Es war schön zu sehen, dass die Gästinnen respektvoll miteinander umgegangen sind. Durch den ausführlichen biographischen Teil, kann man sich ein gutes Bild davon machen, wie Leute ihre Meinung bilden - unbedingt beibehalten. Zum Vertrauen in der Folge Impfen: Ich glaube tatsächlich, dass, wie Sie schon deutlich in der Folge rausgearbeitet haben, dass Vertrauen in den Stadt & die Politik ein wichtiger Faktor ist für die Meinungsbildung. Dennoch hatte ich in der Folge ein wenig das Gefühl, dass die sogenannte „Impfskeptikerin“ von der sogenannten „Impfbefürworterin“ belehrt wird & dass auf ihre Argumente kaum eingegangen wird. Dieser Eindruck setzte sich in meinen Augen in der Folge „Gendern“ fort. Dieser Belehrungs-Trend in Ihrem Podcast ist, glaub ich, ein gutes Abbild von unseren derzeitigen Debatten. Der Zugang auf den anderen einzugehen ist versperrt & man will den anderen nur noch von seiner eigener Sicht überzeugen. Das ist denke ich das Kernproblem - welches im Grunde auch komplett a-philosophisch & nicht weiterbringend ist für eine Gesellschaft, denn ein solcher Diskurs verhärtet die Fronten & zwingt zum starren Verharren in der eigenen Position. Lösungsvorschlag: Dass sich dieser Trend in Ihrem Podcast nicht fortsetzt & man nicht das Gefühl hat, nur einem weiteren endlosen Kampf beizuwohnen, schlage ich vor, Ihr Format minimal zu ändern oder vielleicht einmal etwas auszuprobieren (vielleicht als Sonderfolge?) Ich denke, was uns fehlt ist die Empathie, die Fähigkeit sich in den anderen hineinzuversetzen - eine Schlüsselfähigkeit des Menschen, die uns an die Spitze der Nahrungskette brachte. Daher schlage ich vor, nach wie vor zwei Gäste einzuladen, ausführlich ihre Biographie darzulegen & den Gäst*innen a priori den Auftrag zu geben sich über die andere Meinung zu informieren & dann in der Diskussion gegenteilig seiner eigentlichen Position zu argumentieren. Nichtsdestotrotz werde ich das Format weiterhin verfolgen & bin gespannt auf neue Folgen. Danke dass Sie den Thema der gesellschaftlichen Spaltung einen Raum bieten & versuchen Brücken zu bauen!

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