Ratgeber

Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

Der «Ratgeber» ist Lebenshilfe für Menschen von heute. Er gibt Tipps und informiert über Themen, die einen im Alltag beschäftigen. Die Sendung soll anregen, aufklären und motivieren, etwas Neues auszuprobieren.

  1. 4D AGO

    Igelfreundlicher Garten: Gefahren für junge Igel

    Das Igelweibchen bringt nach rund 35 Tagen Trächtigkeit 4 bis 5 Junge zur Welt. Es sucht dazu ein stabil gebautes Nest, das mit Gras und Blättern ausgepolstert wird, sowie viel Futter in der näheren Umgebung bietet. Igelweibchen suchen geschützte, ruhige Standorte im Schatten von Sträuchern. Und sie brauchen Polsterung für den Wohnraum wie trockenes Laub und Stroh. Erst nach 3 Wochen erkunden die jungen Igel die nähere Umgebung des Nestes. Die Mutter säugt sie noch zwei bis drei Wochen, dann zieht sie weiter. Die Jungen bleiben noch eine Zeitlang zusammen. So schaffen wir Schutz für junge Igel: · Hohes Gras oder krautige Schicht unter Sträuchern vorsichtig mähen. Vor dem Mähen Kontrolle mit dem Laubrechen, ob sich nicht junge Igel im Gras aufhalten, erst dann mit Sense oder Fadenmäher mähen. · Wichtig: Keine Schneckenkörner mit Metaldehyd, sondern nur biologische Schneckenkörner (Wirkstoff: Eisen-III-Phosphat) verwenden. · Igel nicht füttern! Ein reiches Angebot an Insekten und Würmern im Garten ist ideal. · In trockenen Zeiten während des Sommers eine Schale mit Wasser bereitstellen, täglich frisches Wasser geben. · Spät im Jahr geborene Junge sind im Spätherbst oft noch unterwegs auf Futtersuche. Hier kann in Rücksprache mit einer Igelstation Fütterung sinnvoll sein. · Schwimmbecken oder Gartenweiher mit steilen Rändern: Ausgangshilfe schaffen, z.B. auf ein langes Brett Querlättchen nageln. · Treppen zum Keller können zu hoch sein für kleine Igel: Mit flachen Steinen oder Backsteinen Ausstiegshilfe schaffen.

    6 min
  2. MAR 2

    Igelfreundlicher Garten: Schattige Tagesverstecke einrichten

    In der Schweiz ist der Braunbrustigel heimisch. Er hat eine hellbraune Brust und auf dem Rücken bis zu 8000 Stacheln. Sie sind dämmerungs- und nachtaktiv. Den Tag verschlafen sie gerne in einem schattigen Versteck. Dem können wir im Garten nachhelfen. Schattige Tagesverstecke sind einfach zu gestalten. Wichtig ist, möglichst viele verschiedene Verstecke anzubieten, so kann sich der Igel auch nachts bei Gefahr sofort verstecken. Folgende Methoden, Orte und Pflanzen eignen sich dazu besonders gut: · Laub im Schatten eines Baumes oder unter einem Strauch anhäufen und liegen lassen. · Bei freistehendem Strauch/Baum unterste Äste stehen lassen. Geeignet sind bodenbedeckende Sträucher (z.B. Weissdorn, Stechpalme). So entsteht ein geschützter Raum. · Um freistehenden Strauch/Baum höher wachsende Blütenstauden (Dost, Storchenschnabel etc.) setzen. · 1 m lange und ca. 50 cm breite Bretter schräg an regengeschützte Hauswand stellen, so dass darunter eine Schuhschachtelgrosse Nische entsteht, Laub oder Stroh (kein Kleinstrohhäcksel!) darunter häufeln, das ist feuchtigkeitsausgleichend und isolierend. (Heu ist nicht geeignet: Es kann schimmeln und sich um die Beine des Igels wickeln). · An schattigem Ort Steinring mit Öffnung bauen und mit Platten abdecken, Laub hineinlegen. · Altgrasstreifen stehen lassen. Alles Weitere macht der Igel selbst, wenn er im Garten genügend Material findet: Er kleidet die Nische mit noch mehr Laub, Moos oder abgerupftem Gras aus.

    5 min
  3. FEB 26

    Steuererklärung: Tipps vom Steueramt für eine rasche Veranlagung

    Die jährliche Steuererklärung kann eine Herausforderung sein. Doch es geht auch ohne Stress: Dank den Tipps der obersten Schweizer Steuerverwalterin vermeiden Sie Fehler und erfassen ihre Angaben und Unterlagen effizient und korrekt. Marina Züger ist Chefin des Steueramts des Kantons Zürich und Direktorin der Schweizerischen Steuerkonferenz SSK. Sie gibt interessante Einblicke in den Prozess der Steuerveranlagung. Welche Belege sind aus Sicht der Steuerbehörden wirklich wichtig? Wie gehen die Steuerkommissär/innen vor bei der Überprüfung der eingereichten Steuererklärungen? Von der Prüfung persönlicher Angaben bis zur korrekten Deklaration von Wertschriften – dieser Leitfaden hilft dabei, die Steuererklärung zügig und vollständig einzureichen. Online-Steuererklärung - Der wichtigste Tipp ist die Nutzung der Online-Steuererklärung, die Schritt für Schritt durch den Prozess führt. - Besonders vorteilhaft: Elektronische Steuerauszüge der Banken füllen das Wertschriftenverzeichnis automatisch korrekt aus. Zentrale Prüfbelege - Die wichtigsten zu prüfenden Dokumente sind Lohnausweise, Säule-3a-Bescheinigungen, Pensionskassenunterlagen und Steuerauszüge der Banken. - Ein wesentlicher Plausibilitätscheck erfolgt durch den Vergleich mit den Vorjahresangaben, um grössere Abweichungen nachzuvollziehen. Automatisierung und Systemunterstützung - Einige Kantone setzen bereits auf automatisierte Einschätzungen, bei denen das System prüft, ob ein Fall problematisch ist. - Die Systeme zeigen auch Unstimmigkeiten an, etwa wenn Abzüge das Maximum überschreiten. Richtige Belegeinreichung - Steuerpflichtige sollten nur die tatsächlich verlangten Belege einreichen und diese an der richtigen Stelle hochladen. - Belege müssen vollständig und lesbar sein. - Wichtig: Nicht gleichzeitig elektronisch und auf Papier einreichen, um Verwirrung zu vermeiden.

    6 min

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